Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 11 (1907)
- Issue
- 38 (20.9.1907)
- Date
- 1907-09-20
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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KÖLM AM RHEIN, UBIERRING23 \# ERSCHEINT JEDEN FREITAG ZENTRALORGAN DER ZIONISTISCHEN BEWEGUNG 3ionisten! Gesinnungsgenossen! einstimmig, unter bem lebhaften Beifall ber Delegierten, bat ber Kongreß bie Errichtung eines Parteifonbs burd) Einführung einer Parteisteuer beschlossen. Jeber 3ionist soll oerpflichtet sein, in biesem Jahre eine Parteisteuer oon minbestens 5 Fcs. zu entrichten. Uber bie Bebeutung bieses Beschlusses, über ben Wert bieser Einrichtung ein IPort weiter zu verlieren, wäre überflüssig. Jeber 3ionist weiß bie Schwierigkeiten zu ermessen, bie ber zionistischen Organisation bisher aus bem oollstänbigen Langel eines Parteifonbs erwachsen sinb, jeber Gesinnungsgenosse ist sich klar über ben großen Tlutzen, ben ein solcher Fonbs ber Organisation bringen muß. Darum kann kein 3weifel barüber bestehen, baß es sich jeber oon uns zur Ehrenpflicht anrechnen wirb, ben Beitrag zum Parteifonbs zu leisten. Uber nicht nur barauf kommt es an, baß gegeben iperbe, sonbern auch, baß schnell unb niel gegeben werbe. Wenn bas Fehlen bes Parteifonbs schon lange schmerzlich empfunben würbe, so ist bie Tfotwenbigkeit seiner Errichtung gerabe in biesem Augenblicke ganz besonbers bringenb. Die sofortige Schaffung bes Parteifonbs stellt bie tDidjtigste Aufgabe bar, bie bie 3ionisten aller lOelt jetzt zu erfüllen Ijaben* Darum forbern wir alle auf, unoerzüglictj bie Parteisteuer zu entrichten unb mit allen Kräften in eine Agitation bafür einzutreten. Keine mühe barf zu groß sein, als baß man sich ihr nicht im Interesse ber Sammlung bes Parteifonbs unterzöge; kein mittel barf zu gering erscheinen, als baß es nicht zugunsten ber Parteisteuer angewenbet würbe. Hiemanb soll sich oon ber Arbeit für bie Schaffung eines Parteifonbs zurückziehen bürfen. Die fjöhe ber Steuer ist mit Absicht so bemessen, baß sie im Eaufe bes Jahres auch oon bem Unbemittelten leicht geleistet werben kann; ber IDoljlbabenbere aber möge sich sagen, baß ber Satz von 5 Fcs. nur bas JTlinbestmaß bessen barstellt, was entrichtet werben soll, unb baß es bie Pflicht jebes 3ionisten ist, nach fflaßgabe seines Könnens zu ber Parteisteuer beizutragen. Unb wer bie Steuer entrichtet hat, sorge auch bafür, baß sie oon bem anbern gegeben werbe. Die »Sammlung für ben Parteifonbs« muß so lange bas Eosungswort ber zionistischen Pereinsarbeit bilben, bis ber Fonbs bie erforberliche fjölje erreicht hat Die Eanbsmannschaften haben bie Pflicht, sofort mit allen JTHtteln bafür einzutreten, baß überall für bie Parteisteuer agitiert werbe, sie haben ihre ganze Kraft auf biese Arbeit zu konzentrieren. Die Pereine unb bie einzelnen öesinnungsgenossen haben bie Canbesorganisationen in bieser Aufgabe in feber Weise zu unterstützen, Anregungen für bie Agitation zu geben unb selbst bie Propaganba auszuführen. Die eingelaufenen Beträge werben in ber »tDelt« namentlich ausgewiesen werben, unb wir erwarten zuoersichtlicb, baß biese Eiste zugleich bie Eiste ber 3ionisten in ber ganzen Welt barstellen wirb. XI. JAHRG. KÖLN, 20. September 1907 purb öbnrVtf nwn n's No. 38. Hufruf Köln, Ubierring 23, 11. Tisctjri 566S 3ionistisd)es 3entralbureau. 19. September 1907 2