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Die Welt · 1907-05-10 · 19 (10.5.1907) · page 1

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Journal
Die Welt
Volume
11 (1907)
Issue
19 (10.5.1907)
Date
1907-05-10
Page
– (sequence 1)
Language
German
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DIE ELT KÖLN AM RHEIN, UBIERRING23 \j/ ERSCHEINT 1EDEN FREITA6 ZENTRALORGAN DER ZIONISTISCHEN BEWEGUNG XI. JAHRG. KÖLN» 10. Mai 1907 p-nrfc nWV ""O No. 19. Bericht über die Sitzung des Großen Aktionskomitees von Sonntag dem 5. Mai und den folgenden Tagen in Köln Präsenzliste der Sitzung des Großen Aktionskomitees vom 5. Mai in Köln: David Wolffsohn, Köln; Prof. Dr. O. Warburg, Berlin; J. L. Greenberg, London; J. H. Kann, Haag; Dr. Bodenheimer, Köln; Joseph Cowen, London; Berthold Feiwel, Köln; Dr. Friedemann, Wiesbaden; S. Goldreich, Johannesburg; H. Grünau-Grünzvveig, Antwerpen; Dr. Hantke, Berlin; Dr. Idelsohn, Petersburg; Bezalel Jaffe, Grodno; Leopold Keßler, Johannesburg; Johann Kremenetzky, Wien; Dr. Sch. Lewin, Wilna; J. Moser, Bradford; S. Rosenbaum, Minsk; N. Sokolow, Köln; Dr. Tschlenow, Moskau. Mit beratender Stimme: J. Brutzkus, M. Feldstein, Dr. Katzenelsohn, Dr. Pasinanik, Dr. Arthur Ruppin, Berlin. Zur Sitzung sind außer den ordentlichen Mitgliedern von Nichtmitgliedern zwei Direktoren der Bank, einige Sachverständige und zwei Herren des Zentralbureaus der russisch-zionistischen Organisation aus Wilna erschienen. Die Zulassung dieser beiden Delegierten, (mit beratender Stimme) erfolgte aus der Erwägung, daß ein Teil der russischen A. C.-Mitglieder infolge der obwaltenden abnormalen Verhältnisse verhindert war, an der Sitzung teilzunehmen. Nach einer Sitzung des Engeren Aktionskomitees die erforderlich war, um die Übertragung des Vermögens des „Jüdischen Nationalfonds", Keren Kajemeth Le Jisroel, Limited" an das Direktorium des Jüdischen Nationalfonds vornehmen zu können, eröffnete der Präsident, Herr David Wolffsohn, die Sitzung gegen 10 V2 Uhr mit einer längeren Ansprache, in der er zunächst die Erschienenen herzlich begrüßte und besonders warm die beiden aus Südafrika zur Sitzung entsandten Mitglieder des A. C, die Herren Goldreich und Kessler, und Herrn J. H. Kann, der eben von einer längeren Palästinareise heimgekehrt ist, willkommen hieß. Sodann gab der Vorsitzende einen Bericht über seine Reise nach Süd-Afrika und Palästina und betonte, welch gute Eindrücke er sowohl aus Süd-Afrika als ganz besonders aus Palästina mit sich genommen habe. Er referierte sodann, indem er im Wesentlichen auf die Zirkulare des Engeren A. C. verwies, zusammenfassend über die Tätigkeit des A. C. im verflossenenen Jahre und gab seiner Freude über die endlich vollzogene gesetzliche Eintragung des Jüdischen Nationalfonds Ausdruck. Nach der Rede des Präsidenten wurde die Sitzung auf Nachmittag vertagt. In der Zwischenzeit fand eine Besprechung der Mitglieder des Aufsichsrates der Bank statt, die bis nachmittags 3 Uhr dauerte. In der Nachmittagssitzung des Grossen A. C. wurde zunächst die Frage des VIII. Kongresses sehr eingehend und gründlich besprochen. Es wurde beschlossen, den VIII. Kongreß für Mitte August einzuberufen. Was den Ort anbelangt, so wurde von vielen Seiten der Wunsch geäußert, insbesondere aus Gründen der Propaganda, diesmal den Kongreß in einem andern Lande abzuhalten. Obgleich sich das Engere Aktionskomitee bereits für Basel ausgesprochen hatte, entschied sich die Versammlung doch mit großer Mehrheit dafür, ein anderes Land zu wählen. Uud da das Engere Aktionskomitee sich bisher nur auf Basel eingerichtet und nur von dort feste Offerten betreffs der Räumlichkeiten eingeholt hatte, wurde beschlossen: Das Engere Aktionskomitee wird beauftragt, einen andern geeigneten Ort für den Kongreß ausfindig zu machen und Ort und Eröffnungstag des Kongresses baldmöglichst bekannt zu geben, Die Frage der Festsetzung des Wahltermins für den Kongreß gab ebenfalls zu einer langen Erörterung Anlaß. Der Präsident erläuterte die Gründe, die die Ansetzung des Wahltermins für Ende Mai veranlaßt haben. Er verwies darauf, daß es im Interesse der Bewegung und zur Hebung der Würde des Kongresses unbedingt erforderlich sei, daß der Wahlakt in allergrößter Ordnung vollzogen, daß die Schekel und Wahlprotokolle rechtzeitig abgeliefert werden, so daß noch genügende Zeit vor dem Kongresse eine Überprüfung möglich sei. Die meisten Redner gaben zwar ihrer Überzeugung Ausdruck, daß für größte Genauigkeit und Ordnung bei den Wahlen Sorge getragen werden müsse, betonten

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