Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 10 (1906)
- Issue
- 36 (7.9.1906)
- Date
- 1906-09-07
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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3. Möglichste Bequemlichkeit für die Teilnehmer. 4. Praktische Durchführung, unter Leitung bewährter und erfahrener Fachmänner. 5. Festhaltung des jüdischen Charakters der Reise auf allen Linien. 6. Billigste Teilnahmspreise. Die Reise nimmt am 22. Oktober 1. J. ab Wien ihren Anfang ind dauert 25 Tage. Die Reiseroute umfaßt folgende Städte und Landschaften: Wien-Budapest-Bukarest-Constanza-Konstantinopel-Jaffa-Saron- Beth Dagan-Chazar-Saul-Syada-Gebirge Jehuda-Artuff-Betir- J e r u - salem-Grab Rachei-Ölberg und die nähere Umgebung Jerusalems: Jericho-Jordan-Totes Meer - Mozza-Amiras-Ramleh- Rischon Lezion - die jüdischen Weinberge und Kellereien — Mikweh-Israel-Jaffa ßeyrouth-Berg Libanon-Nahr elb Kelb-Ras-Beyrouth-Konstantinopel- Budapest-Wien. Für die Seereise von Konstantinopel nach Jaffa und retour ist ein großer Separatdanipfer geschartert worden, welcher speziell für diese Reise eingerichtet wird und alles enthält, was für eine größere Gesellschaftsreise nötig ist. Die Verpflegung steht während der Reise unter streng ritueller Aufsicht und ist dafür gesorgt, daß die Teilnehmer eine schmackhafte, gesunde und abwechslungsreiche Kost bekommen. Dem Charakter der Reise entsprechend, wurde jeder Klassenunterschied aufgehoben: Der Teilnahmspreis beträgt per Person: ab Wien retour Wien ....... 547.- - Kronen „ Budapest retour Budapest .... 530.— „ „ Bukarest retour Bukarest ..... 495.— „ Konstantinopel retour Konstantinopel 468.— In diesen Preisen sind enthalten: die Reise hin und retour, Logis und Verköstigung bis retour Konstantinopel, Aus- und Einschiffungen, Wagen für die Ausflüge, Entreegelder. Für Ehepaare sind in den Hotels separate Zimmer und auf dem Schiffe separate (abinen reserviert. Anmeldungen für diese Reise werden bis 20. September .ingenommen und sind an den Zionistischen Zentralverein, Vien, IX. Türkenstraße 9, zu richten. Ebendahin sind gleichzeitig als sicherstellende Anzahlung 150.— \ronen per Person einzusenden, worauf ein Anmeldungsschein abefolgt wird. Mit Rücksicht auf die bereits große Zahl der Teilehmer empfiehlt es sich, die Anmeldung je eher zu machen. Nähere Auskunft erteilt der Zionistische Zentralverein Wien, IX. Türkenstraße 9. Mitteilungen des innerösterreichischen Distriktskomitees Das innerösterreichische Distriktskomitee teilt mit, daß auch :ieses Jahr in allen Räumen des Kongreßbureaus (IX., Türkenstraße 9) ii den hohen Feiertagen ein Gottesdienst stattfindet, weshalb die '. T. Gesinnungsgenossen und ihre Damen eingeladen werden, echtzeitig die gewünschten Plätze zu belegen. Anmeldungen etc. sind zu richten an Herrn Teitelbaum im Congreßbureau, der auch nähere Auskünfte erteilt. Das innerösterreichische Distriktskotnitee: Der Präsident: Der Schriftführer: Dr. J. Margulies. Adolf Böhm. Ungarn Landeskonferenz der ungarischen Zionisten Preß bürg. Die ungarische zionistische Föderation hielt am 9. und 20. v. Mts. im Schließstättengebäude ihre IV. Landeskonferenz ab, an der sich 20 Budapester und 45 Provinzdelegierte eteiligten. Im Verlaufe der Beratungen wurden mehrere Resoluionen angenommen, die Statuten festgesetzt und beschlossen, die Zentrale der ungarischen Zionisten von Preßburg nach Budapest zu erlegen. Dr. Alexander Gruber begrüßte die Delegierten. Zum Präsident wurde Dr. Gruber gewählt, zu Vizepräsidenten die Herren Ingenieur Armin Beregi, Prof. Armin Bokor, Dr. Leopold Ostern und Samuel Kosner (Miava). Itn Rechenschaftsbericht gedenkt der Präsident der Föderation Max Bettelheim (Preßburg) in pietätvoller Weise zunächst der in Rußland ermordeten Juden und der Toten der zionistischen Partei. Nach Skizzierung des Verlaufes des VII. Baseler Kongresses ging er auf die Schilderung der ungarischen Verhältnisse über und konstatierte mit Freuden, daß der Zionismus an Andrang stets gewinne. Die ungarische Organisation zähle heute an 3000 Schekelzahler. Die Ursache der Vermehrung der Mitglieder sei nicht nur in den russischen Judenverfolgungen, sondern auch in der ungarischen Politik zu suchen. Die Juden glaubten im verflossenen politischen Kampfe die Ideale Ludwig Kossuths verwirklicht zu sehen, haben aber nur der Volkspartei zum Siege verholfen. Nachdem der Jahresbericht zur Kenntnis genommen worden war, führte Rabbiner Dr. Armin Abrahamson (Nagy-Tapolcsäny) in längerer Rede aus, daß die Juden nicht Parteipolitik, sondern jüdische Nationalpolitik zu treiben haben, und bezeichnete es als charakteristisch, daß im Parlamente, wo so viele Juden sitzen, in Angelegenheit der russischen Judenmassakers ein Csizmadia das Wort erheben mußte. — Es sprachen ferner Samuel Rosner, Moriz Bisseliches, Alexander Horväth u. a. Die Nachmittagskonferenz eröffnete Ingenieur Armin Beregi mit einem Referate über die Agitation. Der Vortragende bezeichnete die jüdische Statistik als das allerwifksamste Mittel, um neue Anhänger zu werben. In diesem Sinne unterbreitete er auch eine Resolution, die einstimmig angenommen wurde. Den nächsten Beschlußantrag unterbreitete Hugo Schey, laut welchem wohlhabende Kaufleute und Handwerker veranlaßt werden mögen, sich in Palästina ansässig zu machen. Sowohl dieser wie auch der Antrag Moriz Künstlers, wonach die ungarische Föderation ihren bemittelteren Mitgliedern zur Pflicht machen möge, je eine Aktie der „Jevvish Colonial Trust Limited" (Jüdische Kolonialbank) zu erwerben, wurde angenommen. Der zweite Tag der Konferenz begann mit dem Vortrage des Rabbiners Dr. Abrahamson über die Organisation, in dessen Rahmen er auch den Statutenentwurf verlas. Die Statuten wurden angenommen, desgleichen der Antrag des Referenten, daß die Organisation den Gesellschaftsreisen nach Palästina ihre Aufmerksamkeit zuwenden möge. Nachdem auch die Anträge David Kohns und des Ingenieurs Moriz Bisseliches'angenommen worden waren, meldete der Präsident der Föderation, Max Bettelheim, seinen Rücktritt an. Sodann schritt die Konferenz an die Wahl des neuen Bureaus. Zum Präsidenten der Landesorganisation wurde Dr.Ferd.Grub er gewählt. In das Exekutivkomitee wurden gewählt: Dr. Alexander Gruber, Dr. Ludwig Dömjen, Oberingenieur Max Straßer, David Kohn, Sorna Wertheimer, Samuel Bettelheim. Mitglieder des Laudeskomitees wurden: Bernhard Weiß (Pozsony), Heinrich Grünhut (Debreczeni, Samuel Rußnyäk (Vassa), Max Eskeleß (Beßtercze), Rabbiner Annin Abrahamson (Särbogärd), Josef Steiner (Kapuvär), Moritz Graul.) (Nagytapolcsäny), Wilhelm Kohn (Budapest), Moritz Blau jun. (Abaujßäntö), Emil Neuman (Nyitra). Am 31. August ist in Banjuluka der Advokat Herr Dr. Max Frank, Vorsteher der dortigen jüdischen Kultusgemeinde, gestorben. Herr Dr. Frank war eine sympathische Persönlichkeit, ein guter Jude, der als Vorsteher sich viele Verdienste um die Banjuhikaer Gemeinde erwarb. Wir verlieren in ihm einen treuen Anhänger. Herr Dr. Frank war der erste zionistische Kultusvorsteher in Banjuluka. In einer größeren österreichischen Gemeinde wird ein jüdischer Friedhofsgärtner gesucht, der etwas Vermögen haben müßte. Jahreseinkommen 6—7000 Mark. Anfragen sind zu richten an das Zionistische Distriktskomitee für Böhmen, Prag, Elisabethstraße 0. Der unten angeführte Verein bittet die Gesinnungsgenossen um Überlassung der Nummern 31, 35, 41, 42, 48 und 51 des X. Jahrgangs, Nummer 2 und 12 des XI. Jahrgangs der „Jüdischen Rundschau". Der Verein ist gerne bereit, den Betrag zu bezahlen bezw. dem Nationalfonds einzusenden. Bar-Kochba, Verein der jüdischen Hochschüler, Prag, Elisabethstraße 6. Berichti g u n g. In dem Artikel des Herrn Kaplansky (in No. 34 der „Welt") „Des Bundes Glück und Ende" hat sich ein sinnstörender Druck- .y.iler eingeschlichen. Es soll nämlich dort (S. 7 1. Spalte Zeile 33) nicht . . . entsendet der „Bund" keine Vertreter" . . . sondern . . . seine Vertreter" heißen. Briefkasten der Redaktion Ungarländische Landeskonferenz, Budapest. Herzlichen Dank, gutes Gelingen, Zionsgruß, W. Emunah, Bielitz. Besten Dank, Zionsgruß, W. Viele Einsender: „Alt-Neuland" Juli- und Augtistheft ist noch nicht erschienen. Unser Redakteur Berthold Feiwel hat eine Uiiaubsreise angetreten und kehrt erst zu Ende des Monats zurück.