Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 10 (1906)
- Issue
- 28 (13.7.1906)
- Date
- 1906-07-13
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 28 DIE 2KB: LT* 23 kommen. Täglich von zwei bis drei Uhr ist ein großer Teil der Bbr. Bbr. im Cafe" Reichshof, Sonnenstraße, zu finden und sind auch hierher die Gesinnungsgenossen bestens eingeladen. Lokal: Restaurant Zentralbahnhof, Arnulfstraße 30. Caf6 und Brief abläge: Cafe" Reichshof, Sonnenstraße. Bericht des Zentralbureaus der Zionistischen Vereinigung für Deutschland für das Jahr 1905—1906 Vi. Bericht der Literaturko mmission Die Zusammensetzung der Kommission ist mancherlei Wechsel unterworfen gewesen. Sie bestand im vorletzten Berichtsjahre aus dem Unterzeichneten als Vorsitzenden, ferner den Herren Dr. Moses' und Julius Simon-Mannheim und Sondheimer-Frankfurt. Die Herren Dr. Moses und Sondheimer schieden während des letzten Jahres infolge Mangels an Zeit aus der Kommission aus, eine Ergänzung der Kommission gelang bisher nicht. Trotzdem ist eine nicht unerhebliche Arbeit geleistet worden. Behandelt wurden folgende Angelegenheiten: 1. Herausgabe einer aufklärenden Palästinabroschüre. Der Plan wurde vorläufig vertagt. 2. Am Jüd. Volkskalender 1905/06 wurde in der Art mitgearbeitet, daß die vier Obengenannten als Redaktionskommission fungierten. 3. Die Broschüre des Unterzeichneten: „Was will der Zionismus" wurde umgearbeitet und in 2. Auflage herausgegeben. 4. Die Herausgabe eines Vortragsheftes wurde beschlossen, das wichtige Fragen der Bewegung in kurzen Referaten stets von mindestens zwei verschiedenen Seiten beleuchten und so die Grundlage für anregende Debatten in den Ortsgruppen schaffen soll. 5. Das Flugblatt Nr. 6 wurde entworfen und veröffentlicht. 6. Eine Instruktion für die Abhaltung von öffentlichen Versammlungen und deren Ausnützung durch die Ortsgruppen wurde entworfen. Sie liegt z. Zt. dem Zentralkomitee zur Begutachtung vor. Maßgebend für dies Unternehmen war die Beobachtung, daß die Ortsgruppen vielfach keineswegs verstehen, aus den mühsamen und oft mit erheblichen Kosten veranstalteten Vorträgen irgend welchen Nutzen in finanzieller und agitatorischer Richtung zu ziehen. 7. Eine Reihe von Entwürfen zu Flugblättern, Broschüren usw. wurde geprüft, mußte aber infolge von Mängeln abgelehnt werden. 8. Die hauptsächlichste Arbeit der Kommission, an der sich aber außer dem Unterzeichneten bedauerlicherweise nur Herr Simon beteiligte, bestand in der Vorbereitung eines zionistischen Aß C- Buchs, über welches das Weitere an anderer Stelle in der „Jüdischen Rundschau" veröffentlicht wird. Dasselbe ist soweit gefördert, daß wir hoffen können, in etwa Jahresfrist die Drucklegung vollendet zu haben. Im wesentlichen wird der Erfolg dieses überaus wichtigen Agitationsmittels von der Unterstützung abhängen, die uns von Seiten der Gesinnungsgenossen zuteil werden wird. Wir richten daher an alle Zionisten die dringende Bitte, sich uns zur Mitarbeit zur Verfügung zu stellen. Dr. Friedeinann. Österreich Für das studentische Herzldenkmal eingegangene Beträge Kr. h. Verbindung „Veritas", Brünn.............10 — Verein „Jüdische Kultur", Wien........... 10 — Verbindung „Makkabäa" „ ...........10 — Sammelbogen Nr. 74, Moses Stadler (Kadimah), Gentman, Dalberg, Reich, Diamant, Bernhard, Grab ä Kr. 1.—, C. L., Thekla Blech, Dr. Weisengrün ä Kr. 2.—, Dr. Pikarski Kr. 10.—, N. Hochwald 40 h., L. T. 26 h., Weinberger 20 h., Kleinmann 60 h. _ Summe 23 46 Rede- und Lesehalle, Brünn............ . . 10 — Gesamtsumme: 63 46 Mit bestem Danke und herzlichen Zionsgrüßen Studentenkomitee zur Errichtung eines Herzldenkmals in Moza bei Jerusalem. Galizien Kalusz. Trotz mancher Gegnerschaft gelang es den Bemühungen unserer Gesinnungsgenossen, in erster Reihe dem lobenswerten Eifer des Gsg. Jakob Silberdraht, hier, neben den zwei schon längst existierenden zionistischen Vereinen einen dritten zu gründen, der den Namen jüdische Lesehalle führt. Samstag den 23. Juni fand die erste Generavlersammlung statt, in der folgende Gesgn. in den Ausschuß gewählt wurden: Dr. B. Feldman, Präsident; jur. Hermann Mandel, Vizepräsident: Ausschuß: Naftali Kümmel, Max Spatz, Jakob Silberdraht, Josef Glattstein. Wien, 8. Juli 1906. Zum Todestage Dr. Theodor Herzls. Das zionistische Distriktskomitee veranstaltet Donnerstag, 12. Juli, 1;28Uhr abends im Tempel, I Seitenstettengasse, einen Gedächtnisgottesdienst zum Andenken an Dr. Herzl. — Am Sonntag, 15. Juli, findet eine Trauerfeier am Grabe Dr. Herzls am Döblinger Friedhof statt, zu der sich die Teilnehmer um 9 Uhr vormittags beim Friedhofseingang versammeln. NOTIZEN S c h o 1 e m A1 e i c h e m hat an die Jüdische Kolonialbank folgendes Schreiben gerichtet: London, E. Aldgate Hotel 5. 20. Juni 1906. The Jewish Colonial Trust, London, E. C. Sehr geehrte Herren! Bezugnehmend auf Ihr Geehrtes vom 19. d., betreffs des zu meiner Verfügung bei Ihnen hinterlegten Geldes, beehre ich mich, Ihnen mitzuteilen, daß ich längst verweigert habe, Unterstützungen dieser Art anzunehmen, da ich noch jung und arbeitsfähig bin. Ich habe seinerzeit durch „Die Welt" meinen innigsten Dank ausgesprochen mit dem Ersuchen, den edlen Spendern das Geld zurückzusenden. Wie ich aber aus Ihrem geehrten Schreiben ersehe, ist das Geld den Spendern nicht zurückgesandt worden; ich bitte also, es so schnell als möglich zugunsten meiner verunglückten Brüder nach Bjelostok absenden zu wollen. Den edlen Spendern spreche ich auf diesem Wege nochmals herzlichen Dank aus. Hochachtungsvoll gez. Salomon Rabinowitz (Scholem Aleicheni). Broschüren Hugo Schaohtel: Register zum VII. Kongreßprotokoll. Verlag: „Die Welt", Köln. 8 Seiten Oktav, 20 Pfg. Beschlüsse und Resolutionen der Zionistenkongresse I—VII. Verlag des Zionistischen Zentralvereins, Wien. 40 Seiten Oktav, 50 Pfg. Unser verehrter Gesinnungsgenosse hat nunmehr auch das Register zum VII. Kongreßprotokoll erscheinen lassen, das jedem Leser des Protokolls ebenso unentbehrlich sein wird, wie die Register zu den Protokollen der sechs früheren Kongresse. Vom gleichen Verfasser erschien beim Zionistischen Zentralverein in Wien eine Zusammenstellung sämtlicher Beschlüsse und Resolutionen aller Kongresse. Das Büchelchen ist sehr fleißig und geschickt redigiert und wird jedem Zionisten zur Orientierung in dem Wirrwarr der Anträge und Beschlüsse der Protokolle äußerst willkommen sein. Erleichterungen für Auswanderer ab Hamburg. Nachdem in Rußland in gesundheitlicher Beziehung seit längerem wieder normale Verhältnisse eintreten, hat die amerikanische Regierung die bisher für russische Auswanderer vorgeschrieben gewesene dreitägige Beobachtungszeit im Hamburger Hafen wieder aufgehoben. Russische Auswanderer brauchen daher von jetzt ab weder früher in Hamburg einzutreffen noch länger sich dort aufzuhalten als die Angehörigen irgend einer anderen Nation. Auch in ihrer Bewegungsfreiheit in Hamburg sind sie in keiner Weise mehr beschränkt. Sie können das große Auswandererhotel in Hamburg, die Auswandererinnen der Hamburg-Amerika Linie, nach Belieben verlassen, um zu Einkäufen, zu Besorgungen oder zu Besuch in die Stadt zu gehen, kurz, sie können wie alle übrigen Auswanderer während ihres Aufenthaltes in Hamburg tun, was ihnen beliebt. Die Aufnahmen von Bjelostok, die wir in dieser Nummer bringen, wurden uns vom „Hilfsverein der deutschen Juden" freundlichst zur Verfügung gestellt. Briefkasten der Redaktion Reichskonferenz, Krakau: Herzlichen Dank für liebenswürdige Begrüßung. Zionsgruß W. Rheno-Silesia, Bonn: Besten Dank und Zionsgruß W. Dr. E. M. in T.-Sch.: Besten Dank für Brief. Wie Sie sehen, sind ihre Mitteilungen berücksichtigt. Roth, Zborow: Hatikwah, Antwerpen, Rue Simons 54. Redaktion: Berthold Feiwel, A. Coralnik. — Verantwortlicher Redakteur: Julius Berger. — Druck von M. DuMont Schauberg, Köln.