Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 10 (1906)
- Issue
- 26 (29.6.1906)
- Date
- 1906-06-29
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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22 die^elt No. 26 Amerika Die zionistischen Vereine Connecticuts hatten am 3. Juni eine Zusammenkunft in New Britain. Die Vereine von Hartford, Bridgeport, Stamford und New Häven hatten Delegierte entsandt. Die Zusammenkunft, die den ganzen Tag in Anspruch nahm, wurde mit einer Ansprache des Mr. Louis Lipsky, Vorsitzenden des Organisationskomitees der amerikanischen Federation, eröffnet. Verschiedene Fragen der Organisation wurden erledigt und Resolutionen angenommen, die das Vertrauen zur gegenwärtigen Leitung ausdrückten. In" St. Louis macht die zionistische Bewegung erfreuliche Fortschritte. Während der Monate Februar, März und April d. J. wurden für Eintragungen in das Goldene Buch $ 525.—, für den Nationalfonds $ 35.— gesammelt. Für $ 170.— wurden Aktien des Jewish Colonial Trust angeschafft, weitere $ 100.— wurden als Raten für den Kauf von Shares eingezahlt. Für den Bezalel wurden $ 75.— gesammelt, und die Schekelsammlung ergab die Summe von $ 150.—. Am 3. Juni hielt die Young Men's and Ladies Zionist Gate von St. Louis eine außerordentlich gut besuchte Massenversammlung ab. Aus dem dort erstatteten Jahresbericht geht hervor, daß die Vereinigung ihr Werk sehr ernst anfaßt und sich insbesondere um die geistige Hebung und Bildung ihrer Mitglieder bemüht. Der Verein B'nai Zion in Holyoke, Mass. hat eine B'nai-Zion- Hall eröffnet, in der jüdische Zeitungen aufliegen, Vorträge über jüdische Themata gehalten werden etc. Die Einrichtung hat sich bisher außerordentlich bewährt. Auch hat der Verein eine Talmud- Thoraschule eingerichtet und steht im Begriffe, einen Kindergarten zu eröffnen. In der verflossenen Woche wurden zionistische Versammlungen abgehalten in Providence, R. I., in Fort Worth, Tex., in Bridgeport, in New-York, in Boston, Hartford, Paterson und Brooklyn. Briefkasten der Redaktion M. S . . . . berg, Bukarest. Hennoch D.....feld, Lopatyn: Zentralbureau des Jüdischen Nationalfonds, Wien Ix, Türkenstr. 9. Das erste Moorbad der Welt. =--Franzensbad besitzt die stärksten Stahlquellen, leichtverdauliche Eisensäuerlinge, alkalische Glaubersalzwässer, Lithionsäuerlinge. Vier große städtische Badeanstalten mit natürlichen, kohlensäurereichen Stahl-, Mineral-, Sol- und Strombädern, den heilkräftigen Moorbädern, Dampf- und Heißluftbädern, elektrischen Wannen- und Lichtbädern, medico-mechanisches Institut, Inhalatorium. Bewährt bei: Blutarmut, Bleichsucht, Skrofulöse, Rheumatismus, Gicht, Katarrhen der Atmungsorgane, Harnorgane und Verdauungsorgane, habitueller Stuhrverstopfung, Nervenkrankheiten, Neurasthenie, Hysterie, Frauenkrankheiten, Exsudate-Herzkrankheiten, Insuffizienz des Herzens (Herzschwäche), chronischen Herzmuskel- und Herzklappenentzündungen, Neurosen des Herzens, Fettherz. Hervorragendstes Herzheilbad Österreichs. - Saison vom 15. April bis 30. September. - Versand des kräftigen Lithionsäuerlings „Nataliequelle", der Franzens-, Salz- und Wiesenquelle, der Stahlquelle, Herkules-, Stefanie- und Dr. Cartellieriquelle. Indikationen bekannt. Jede Auskunft erteilt — Prospekte gratis. — die Kurverwaltung. .y7l&K^tö?^ /öS? a a(3Kv^wKS^K/(^K^W A A w**&**&KZ$3^ Die Marienbader Rudolfsquelle! „Natürliches Gichtwasser". Im Heilschatze der Marienbader Mineralquellen nimmt die „Rudolfsquelle" einen hervorragenden und in den letzten Jahren immer mehr anerkannten hohen Rang ein. Diese Würdigung der R u d o 1 f s q u e Ii e wird aber eine gewiß noch allgemeinere werden und in die weitesten Kreise dringen, seitdem durch die neue Fassung der Quelle und sorgfältige Art der Füllung dieses Mineralwasser jetztvollkommenklarundganz unzersetzt in tadellosem Zustande zur Versendung gelangt. Die Rudolfsquelle ist ein alkalisch erdiges Mineralwasser, welches durch glückliche Vereinigung des großen Gehaltes an kohlensauren Erden mit bedeutendem Eisengehalte und großem Reichtum an Kohlensäure in der ersten Reihe aller bekannten Mineralquellen dieser Art steht. So ergibt der Vergleich mit der Georg-Viktorquelle und der Helenenquelle in Wildungen nach dem Gehalte der Hauptbestandteile, daß sie die erstere an Menge der Karbonate des Natriums, Kalziums und Magnesiums ganz wesentlich übertrifft, an doppelkohlensaurem Natron aber beide überragt. Faßt man die wichtigsten Heilanzeigen für Trinkgebrauch der Rudolfsquelle -zusammen, so sind dieselben nach den Erfahrungen hervorragender ärztlicher Autoritäten folgende: /. Gicht, sowohl die primäre Gelenkgicht, als die durch die Gicht verursachten Veränderungen in den Nieren. Die Marienbader Rudolfsquelle bewährt sich als ein vortreffliches Gichtwasser, sowohl um bei der ererbten, wie durch unzweckmäßige Lebensweise erworbenen Anlage zur Gicht in ihren prodomalen Erscheinungen gleich prophylaktisch einzugreifen, als um gegen die mannigfachen Beschwerden und Symptome der vollentwickelten Gicht zu wirken. 2. Harnsäure-Steine. Gegen harnsaure Nieren- und Blasensteine erweist sich die Rudolfsquelle sehr wirksam, um bei bestehender harnsaurer Diathese und bei den ersten im Harne sich kundgebender Symptomen dahin zu zielen, daß das Ausfallen der steinbildenden Stoffe aus dem Harne verhütet und eine günstigere Harnbeschaffung erzielt werde. Ferner bei schon bestehendem harnsauren Sand und Gries, um diese ausgefallenen Stoffe möglichst rasch zu entfernen und der Neubildung von Konkrementen entgegenzuwirken. Endlich ist der Trinkgebrauch der Rudolfsquelle bei schon ausgebildeten Blasensteinen von großem Nutzen, als Vorbereitung für die Steinoperation, sowie zum Anschlüsse an diese durch längere Zeit nach der Vollführung des operativen. Eingriffes. 3. Chronische Nierenentzündung und chronischer Blasenkatarrh. Der letztere besonders bei jungen Leuten nach länger bestehender Gonorrhöe, bei Wohllebern und Trinkern, sowie bei alten Männern mit Hypertrophie der Prostata. 4. Bei Kindern torpide Skrofulöse und Rhachitis. Unseren reisenden Gesinnungsgenossen bringen wir zur Kenntnis, daß 99 DIE WELT £6 in folgenden Städten zum regelmäßig aufgelegt wird: Einzelverkaufe Berlin: Bern: Brünn: Czernowitz Dresden: Karlsbad: Köln: Krakau: Leipzig: Lemberg: London: Marienbad: Paris: Jüdischer Verlag, Charlottenburg, Herderstr.3/4 Bei sämtlichen Bahnhofsverkaufsstellen der Firma Georg Stilke Bahnhofsbuchhandlung A, Franke Zeitungs- und Inseratenbureau Wilczek, Ferdinandsgasse 28; Saul Blumenthal, Rathausstraße 12 Bahnhofsbuchhandlg. Paul Trenkler, Hauptbhf. Alfred Kohn, Papiergeschäft, Kaiser-Franz- Josefsstraße Emile Sandler, Papiergeschäft, Kirchenplatz Leopold Weil, Papiergeschäft, Kaiser-Franz- Josephstraße Bahnhofsbuchhandlg. J. G. Schmitz, Hauptbhf. Wolf Rosenblum, Grodgasse 42 Max Frömberg Hauptbahnhof C. A. Dittreich, Bayrischer Bahnhof Karl Buchstab, Zeitungsbureau, Karl-Ludwigstr. R. Mazin & Cie. 65 old Motague street Hans Fink, Papierhandlung, Kaiserstraße M. Chereschewsky, 21 rue Custine Pilsen: Przemysl: Prag: Warschau: Wien: Gustav Lüftschitz, Zeitungsbureau Gustav Liska, Zeitungsbureau M. Krug, Zeitungsbureau Emilie Taussig, Wenzelsplatz 42 Buchhandlung Hazefirah, Nalewki 24 A. Zuckermann, Nalewki 7 Jüdischer Nationalfonds, IX. Türkenstraße 9 J. Bettenhausen, Westbahnhof „ Staatsbahnhof Karl Schmelzer, Nordbahnhof „ Nordwestbahnhof Zeitungsbureau Hermann Goldschmidt I. Wollzeile 15 Tabak-Trafik I. Adlergasse 7 „ I, Freyung 4 „ II. Stefaniestraße 2 „ II. Schiffamtsgasse 8 IL Praterstraße 42 „ VIII. Albertgasse 13 „ IX. Liechtensteinstraße 8 IX. „ 19 Redaktion: Berthold Feiwel, A. Coralnik. — Verantwortlicher Redakteur: Julius Berger. — Druck von M. DuMont Schauberg, Köln