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Die Welt · 1906-04-27 · 17 (27.4.1906) · page 1

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Journal
Die Welt
Volume
10 (1906)
Issue
17 (27.4.1906)
Date
1906-04-27
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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ZENTRALORGAN DER ZIONISTISCHEN BEWEGUNG KÖLN (Deutschland), UBIERRING 23 — ERSCHEINT JEDEN FREITAG — REDAKTION: BERTHOLD FEIWEL, A. CORALNIK X. JAHRO. KÖLN, 27. April 1906 p-ilrf? ibnn"« NO. 17. SCHEKELTAGE (27., 28., 29. Mai 1906.) )as Aktionskomitee der zionistischen Organisation hat die Anordnung getroffen, daß die Tage Sonntag, Montag, Dienstag, 27., 28., 29. Mai (Hagbalahtage) für die Zionisten der ganzen Welt als iten sollen. Schekeltage An diesen Tagen haben alle Zionisten ihren Schekel zu entrichten und mit Einsetzung ihrer besten Kräfte für zu sorgen, daß die Sammlung der Schekel sich zu einer großartigen Kundgebung der Disziplin in unserer ganisation, zu einer machtvollen Manifestation des zionistischen Gedankens gestalte. Das Aktionskomitee hat an die Landsmannschaften die nachstehende Instruktion für die Schekeltage gehen lassen und erwartet, daß jedes Qlied der Organisation seinen Stolz und seine ganze Energie darein setzen ird, die Schekeltage, die eine Kraftprobe unserer Bewegung darstellen, zu Ehrentagen des Zionismus zu machen. % * INSTRUKTION FÜR DIE SCHEKELTAGE Die Festsetzung von Schekeltagen, die bisher schon vereinzelt bei einigen Landsmannschaften in Übung aren, als eine allgemein-verbindliche Einrichtung für die Gesamtorganisation hat den Zweck: 1. Die Zahlung des Schekels zu einer Dokumentierung unserer Stärke, zu einer Probe der Leistungsfähigkeit unserer Organisation zu gestalten; 2. nicht nur den Gesinnungsgenossen, sondern auch der jüdischen und nichtjüdischen Öffentlichkeit den Umfang, den Gehalt und die Bedeutung unserer Bewegung vor Augen zu führen; 3. in die Schekeleinziehung System zu bringen und dadurch den finanziellen Apparat der Organisation auf eine gesunde Grundlage zu stellen. Auf diese drei Grundprinzipien müssen die Föderationen bei der Vorbereitung und Durchführung der :hekeltage ihr besonderes Augenmerk richten. Die Föderationen haben an ihre Vereine die Weisung ergehen zu lassen, an den Schekeltagen überall Vermrnlungen und Veranstaltungen zugunsten des Schekels zu unternehmen. Jeder Zionist muß sich in diesen igen in den Dienst des Schekels stellen und es sich ängelegen sein lassen, in den weitesten Kreisen für den •hekel und damit für den Zionismus zu werben. Die besonderen Maßnahmen, die die Föderationen treffen \ ollen, um dem Schekeltag zu einem vollen Gelingen zu helfen, müssen natürlich den Verhältnissen jedes Landes angepaßt sein. Neben Versammlungen werden sich in vielen Ländern Umzüge, festliche Manifestationen etc. is Propagandamittel sehr bewähren. Wo es angängig ist, muß durch Vorträge in den Synagogen auf die edeutung der Tage aufmerksam gemacht werden. Vor allem aber muß die Agitation von Haus zu Haus, von Mund zu Mund betrieben werden, in erster Linie sind dabei die Jugend, die Studenten, Frauen und Mädchen Heranzuziehen, damit wirklich alle Kreise von der Agitation erfüllt werden. Wo sich die Gelegenheit ergibt, muß das öffentliche Interesse durch die Presse, durch Flugblätter etc. geweckt werden. Überall muß den Juden zum Bewußtsein gebracht werden, was in diesen Tagen vorgeht, welche Bedeutung der Schekel und der Zionismus hat.

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