Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 10 (1906)
- Issue
- 9 (2.3.1906)
- Date
- 1906-03-02
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 9 DIE^ELT 19 Streit um die Bildungsstätten zum Ausdruck komtnev Die Auto nomiebestrebungen gehen nun dahin, dass jede einzelne Nation für eine Korporation erklärt wird, damit künftigem Reibungsstoff vorgebeugt werde. Ein Hindernis für die jüdische Autonomie bilden ausser den Polen nur die reichen und mächtigen erstklassigen Juden. Zum Schluss seiner Ausführungen betonte der Referent den Wert der nationalen Autonomie, die vor aliem ein Mittel zur Erziehung sei. Ein Volk, das etwas erreichen will, muss Mut haben, auch der Mehrheit entgegenzutreten. Es gelte die Furcht vor der Mehrheit auszurotten. Die Juden müssten sich abgewöhnen, sich darauf zu berufen, dass sie die Minorität sind. Die nationale Autonomie solle den Juden zu einem vollen Menschen machen An der sich an das interessante Referat anschliessenden Debatte beteiligten sich die fierren Dr. Mühsam, Landes, Ringwald, die das wirtschaftliche Moment betonten, und Herr Scheyer, dessen Grimm sich besonders gegen das Jüdisch-deutsche richtete. Dr. Heinrich Loewe betonte, dass der einzige reale, mit Tatsachen rechnende Territorralisinus diese Autonomiebewegung sei, die zu unterstützen im Interesse des Zionismus läge. In ausführlicher Rede wies er die Var.würfe gegen die jüdisch-deutsche Sprache zurück.., Nach einer kurzen Ansprache von Dr. Hans Gideon Heymann hielt Dr. Birnbaum die Schlussrede, die mit lebhaftem Beifall von der Versammlung entgegenommen wurde. Oesterreich WUnT* „(Akademischer Sportklub der jüdischen Studenten44 in Wien-). - Der neugegründete »Akademische Sportklub der jüdischen Studenten44 in Wien fordert diejenigen Kommilitonen, welche bereits Sport betrieben haben oder sich ihm widmen wollen, zum Beitritte auf. Anmeldungen, .Anfragen etc. sind schriftlich zu richten an den Präsidenten can'd. jur. Hanns Fi sc hl, Wien VII, Schlösselgasse 11, Th. 17. Teplitz-Schöuau. Am 25. Februar abends verstarb hier plötzlich unser Gesinnungsgenosse Dr. med. Josef Weil Mitten in Ausübung seines Berufes, vom Lager einer Kranken weg hat ihn der Tod geholt. Er war eine markante Persönlichkeit, gleich geschätzt und verehrt als Mensch wie als Arzt, gleich geachtet in der Kultusgemeinde wie in der Stadt. Von weit her kamen die Leidenden zu ihm und manches Leben hat er gerettet. Und er war ein guter Jude. Nichts Jüdisches war ihm fremd, und als warmer und treuer Freund unserer Sache stand er in unseren Reihen. Der Schmerz in der Bevölkerung ist ein ausserordentlicher, und tausende Menschen strömten zu seinem Grab. Wir Zionisten bewahrem ihm ein herzliches, treues Andenken. JUEDISCHER VERLAG Ges. m. b. H. BERLIN-CHARLOTTEN BURG, Herderstrasse 34 Verlag B Sortiments-Buchhandlung B Kommission. MOSES ein literarisch-künstlerisches Sammelwerk In Prachtband Mk. 7.—. Soeben erschien: JUNG-ISRAEL in Prachtband mit über 50 Illustrationen, schönstes Geschenk für die Jugend /V\k. 4.-. I. L PEREZ Ausgewählte Erzählungen und Skizzen, illustriert von 1RA JANN Mk. 7 —. BORIS SCHATZ: BASRELIEFS UND BÜSTEN sind zu beziehen durch den Jüdischer Verlag. Illustrierte Prospekte gratis. Vor Kurzem erschien in unserem Verlage: PROTOKOLL des VII. (und des ausserordentlichen) Zionisten-Kongresses Preis: Mark I.— — Kronen 1.20 (nebst Porto) Versandt gegen Nachnahme oder Voreinsendung des Betrages (nebst Portogebühr). Wir empfehlen, insbesondere bei grösseren Aufträgen, baldige Bestellungen, die der Reihe nach ausgeführt werden.