Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 9 (1905)
- Issue
- 39 (29.9.1905)
- Date
- 1905-09-29
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Redaktion und Administration: WIEN IX., Tiirktnstrass« Nr. 9. T&lephon 14.1W. Erscheint jeden Freitag. Zusehriften sind nicht an einzelne Personen, sondern an die Redaktion oder Administration: Wien, IX., Türkenstrasse 9, zu richten. Unfrankierte Briefe werden nicht angenommen und unverlangte Manuskripte weder zurückgesendet noch aufbewahrt. Preise dar Anzeigen : l*ut AUfliagond«KA Tarift Der Inseratenteil wird Dienstag abends geschlosaea Einzelne Nunnern 80 Heller. RoTlincnrQfiCO" Oesterreich-Ungarn: ganzjährig Kr. 12.—, halbjährig Kr. 6.—, vierteljährig Kr. 3.—. Für das Ausland: OD£UIJO|JI OldG. Deutschland ganzjährig Mk* 13.70, halbjährig Mk. 6.85, vierteljährig Mk. 3,45, England ganzjährig Shg. 14.—, halbjährig Shg. 7.—-, vierteljährig Shg. 3.10, Russland ganzjährig R. 7.—, halbjährig R, 3.50, vierteljährig R. 1.75, Schweiz, Frankreich, Italien, Türkei, Rumänien, Bulgarien, Serbien, Griechealand, Aegypten ganzjährig Frcs. 17.—s halbjährig Frcs, 8.50, vierteljährig Frcs. 4.25, Amerika ganzjährig Doli. 3.40, halbjährig Doli. 1.70, vierteljährig Doli. —.85, Nr. 39. Wien, 29. September 1905. — 29. Elul 5665. 9. Jahrgang. Da mit Ende dieses Monats eine sehr grosse Anzahl von Abonnements abläuft, wird um rechtzeitige Erneuerung ersucht, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintrete. Wiederholt machen wir aufmerksam, dass Geldbeträge aus Russland (bis zu Rubel 100.—) am besten mit Postanweisung feingesendet werden können. A**A**^***»^W*V^^^«^V%*M**>^*M^W*M^^^^*^>*W»V****' Allen unseren Freunden, Lesern und Mitarbeitern unseren herzlichsten Glückwunsch zum Jahreswechsel.! lsron mita nwb ^»i Die Redaktion, Beschlüsse des Vil. Kongresses. Jede Landeszentrale ist verpflichtet, ein Nationalfondsbureau einzusetzen, welches die Aufgabe hat, in jedem Orte des Landes, wo Juden wohnen, Nationalfondskommissionen, beziehungsweise Kommissäre zu bestellen, welche für den Nationalfonds die erforderliche Arbeit zu leisten haben. 2. Jeder zionistische Verein ist verpflichtet, mindestens 5% der Einnahmen anMitgliedsheiträgen demNationalfonds abzuführen. 3. Es ist Pficht eines jeden Zionisten, sich zugunsten des Nationalfonds selbst zu besteuern; selbst die Dürftigsten sollen so im Laufe eines Jahres wenigstens 1 Krone, 40 Kopeken, respektive den entsprechenden Wert in ihrer Landes münze dem National fonds zuwenden. 4. Alle jüdischen Zeitungen werden aufgefordert, aufklärende Artikel über den Nationalfonds zu bringen, ihre Leser zu Sammlungen für den Nationalfonds an zueifern, selbst Spenden entgegenzunehmen und sie auszuweisen. 5. Die zionistischen Organe haben dafür zu sorgen, dass Kultusvorstände und Rabbiner bei allen rituellen Anlässen Zuwendungen für den Nationalfond s veranlassen. 6. Es ist Pflicht eines jeden bemittelten Zionisten, in seinem Testamente den National fonds zu bedenken. Ein Nationalgehot. Es ist müssig, einander mit Wogen von Worten über Möglichkeiten und Unmöglichkeiten unserer Ziele zu überschütten. Kein einziges Gebilde des Zionismus kann die schöpferische Hand lebensstark verlassen, wenn sein Rückgrat bloss aus bedrucktem und beschriebenem Papier gebildet wird. Jedenfalls ist Zeit genug, dass der Kongross der politischen Architekten Entwürfe bespricht und beschließt, wenn das Fundament des Gebäudes gefunden und gesichert ist. Das Fundament unseres zukünftigen Gebäudes ist der Boden, der Boden Palästinas, wo wir uns nach tollen und endlosen Lebensstürmen fest verankern zu können hoffen. Der Boden Palästinas ist der ruhende Pol in der Meinungen Flucht geblieben; dem einen ist er das nächste Ziel, der unfruchtbaren Theorie des anderen erst das Ende eines Umweges. Aber hinzugelangen wünschen alle, arbeiten alle. Arbeiten aber schlecht. Die Hitze des Zionismus wirkt an einer falschen Stelle. Sie müsste im Schmelzofen wirken, aus dem das Gold herausströmt, das Gold, das unser Wesen so lange vergiftet hat, in unserer Hand jedoch zum grössten Seger; der Menschheit würde, indem wir es in Erde und Eisen verwandeln. In die Erde unseres Heimatlandes und in Werkzeuge zur Landarbeit, der edelsten des Mensehen. Wohlan denn. Prüfe jeder sich und seine Ueberzeugung in ihrem Werte! Ist es genügend, wenn die Gedanken Partei nehmen, liegt Nutzen in einer leeren