Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 9 (1905)
- Issue
- 36 (8.9.1905)
- Date
- 1905-09-08
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. M „bi* # w$itfi Seite 11 Es ist das gewiss eine Sache, an der sich auch der Kleinste und Schwächste, an der sich auch unsere Jüngsten beteiligen können, die keinem besondere Mühe macht. Die Briefmarken werden einfach von den Briefen abgelöst, indem man das Papier ins Wasser legt, worauf sich die Marke mühelos und ohne]zu zerreissen, herunternehmen lässt, oder sie werden herausgeschnitten. Ganzsachen, das sind Korrespondenzkarten sowie Briefumschläge mit e i n g ed r u c k t e r Marke, dürfen nicht ausgeschnitten werden, weil sie sonst an Wert verlieren. Marken und Ganzsachen dürfen nicht fleckig, eingerissen, verbogen oder durch Federstriche entwertet sein. Eingesendet können sie werden: als Muster ohne Wert, als Paket oder, falls sie voraussichtlich grossen Wert haben, rekommandiert. Die Marken selbst zu sortieren ist nicht notwendig. Die Sendungen sind zu richten an den Nationalfondskommissär Herrn H. K o 11 i n e r, Wien, I, Rotenturmstrasse 5. Besonderen Wert haben für uns Marken aus: Amerika, Bosnien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Montenegro, Transvaal, Kap der guten Hoffuung, Levante, den französischen, englischen und deutschen Kolonien. Wir fordern unsere Vertrauensmänner sowie die Vereine auf, sich dieser Sache endlich einmal energischest anzunehmen, selbst zu sammeln und dazu anzuregen. Wir fordern unsere zionistischen Blätter auf, uns die Marken ihrer grossen Korrespondenz zur Verfügung zu stellen, wie es ja mehrere, wie die „Welt", „Unsere Hoffnung11, der „Wschöd", die „Jüdische Zukunft* und andere in dankenswerter Weise bereits getan haben. WTir sprechen die Hoffnung aus, dass unsere Gesinnungsgenossen nun endlich einsehen werden, welch grossen Nutzen uns die Philatelieabteilung bringen kann, wenn — sie eben auf die angegebene Weise genügend unterstützt wird. Je hudah. * * # Briefmarken für den Nationalfonds. Folgende Gesinnungsgenossen haben für den Nationalfonds Briefmarken gespendet: Wien: I. Gewitsch für S. P., Dr. J. Spinner, Doktor Choirisch.L o n d o n : Jewish Colonial Trust. Klinkowska S. Zehn wirt. Buenos Ayres: Föderation Zionista Argentina, Frl. R. Naigeboren, S. Goldenhorn, Frl. Coatz. Sunchales: Frl. J. Naigeboren. Czortkow: Eine Gesinnungsgenossin. T a r n o w : W. Berkelhammer. S n i a t j n : Frl. A. Rosenkranz. Krakau: Fr. S. Horn. Halicz: A. Buchsbaum. Stanislau: „Racheia8. Pressburg: J. Rausnitz. Vinkovce: Frl. F. Engel. Neusandec: Frl. J. Nussbaum. Allen Spendern besten Dank und Zionsgruss! Die Philatelie-Abteilung der Nationalfondskommission. * * * Verein „Zien", Nadworna. In unserem Verlage sind erschienen : Jüdischnationales Liederbuch, enthält folgende 27 zionistische hebräisch, jargon, polnisch und deutsche Lieder und zwar: Hebräisch: /npm, /»btik aip&n üv. /mm, /rwitr,, muH w„ /nrnia Km. ,"anp t». i-waa n«m, ,nta& b*o bx, ^Jargon : /njnnttf n, ,"MiTjrw h„ mm, /'^ab^ab«, P* sanya *bpv\ svbxi*"* dkt. ,nixb?b"ft p^,, /tnKBPKB njn« öjh„ /ma-ej^K -ijh„ «bww* ^ow. ,"ixbp D'p^ac« nwb p"s. ♦"ßnjnö Dnyj^fc Polnisch: „Tarn gdzie cedry-, „Piesri zmartwychwstania". Deutsch : „Auf mein Volk", „Mein Ideal", „Die Hoffnung", „Die Zeder". Preis auf gewöhnlichem Papier 30 h auf feinem Papier 50 h franko. Wir liefern auch Noten zu den v-pp ä 20 h pro Lied. ipipb 1TT\to nacn Dr- Herzl b"\ auf feinem Papier Preis ohne Noten 30 h mit Noten 50 h franko. # * # Todesfall. Unser lieber junger Freund Hermann Roller, Oktavaner, ist in Brodok gestorben. Er war ein braver Sohn und unserer Sache ergeben. Ehre seinem Andenke»! Personalnachrichten. Gg. L. Steinmetz in Czernowitz hat sich mit Frl. Jeannette Fruchter vermählt. Wir gratulieren. fias dey fte\fre£ui)& Gedenket des Schäkels! South African Zionist Federation. Diese mustergültige und rührige Organisation, die sich über ganz Südafrika erstreckt, erfüllt, wie die uns zugekommenen Berichte zeigen, mit Ernst und Eifer alle Pflichten einer zionistischen Vertretung. Ein Verzeichnis der verschiedenen Vereinigungen, die der Organisation unterstehen, eine Liste der eingelaufenen selbst für afrikanische Verhältnisse hoher Spenden und die lange Reihe der Eintragungen ins goldene Buch beweisen, wie eifrig und erfolgreich unsere dortigen Gesinnungsgenossen tätig sind. Auch die armen Stammesgenossen, meistens Einwanderer, geniessen jede mögliche Unterstützung, wie die Tätigkeit der Rechtsschutzabteilung anlässlich jüngst vorgekommener FÄlle, wo sich Einwanderer gegen das sehr strenge Spirituosengesetz vergangen hatten, zeigt. Nachfolgendend ein Auszug der Sitzungsberichte. Ausserordentliche Sitzung vom 19. Juli. Vorsitz : S. G o 1 d r e i c h. Anwesend die Herren : D. Starfield, A. Sprinz, I. H. G o 1 d r e i c h, B. I. Chaimovitz, H. Graumann, I. Kark, A. M. Abrahams, S. Shapiro, Dr. Horwitz, der Setoetär S. Metz und Sekretär L. M. Hart. I. Kap 1 an wegen Krankheit verhindert. Einlauf: Eine Einladung zur jüdischen Delegierten- Vereinigung Natals und Transvaals, zwei Delegierte gegen eine jährliche Beitragsleistung von 30 Pfd. St. zu entsenden. Nach einer lebhaften Debatte werden Graumann und Salomon zu Delegierten der Federation gewählt. 2. Bericht und Debatte über Rechtsschutz für des Vergehens gegen das Spirituosengesetz angeklagte Einwanderer. Nach einer langen Debatte an der sich die Herren Goldreich, Dr. Horwitz, Starfield, Sprinz, I. H. Goldreich und Shapiro beteiligten, werden die Herren Goldreich, Starfield, und Shapiro beauftragt, den Fall zu untersuchen. 3. Ein Komitee, bestehend aus den Herren Abraham, Dr. Horwitz und dem Vorsitzenden, wird eingesetzt, um verschiedene Aenderungen der Statuten vorzuberaten. 4. Es wird beschlossen, eine Ehrenrolle einzurichten. 5. Die Geschäftssitzung wird für den dritten Mittwoch jedes Monats festgesetzt. 6. Vorläufiger Kassabericht (Mr. Starneid). 7. Dem Sekretär Herrn Metz wird für seinen ausserordentlichen Dienst ein Ehrenhonorar von 10. Pfd. St. bewilligt. 8. Beschluss bezüglich des Gottesdienstes an den bevorstehenden Feiertagen. Geschäftssitzung vom 26. Juli. Vorsitz: S. Goldreich, Anwesend die Herren Starfield, I. Kark, B. J. Chaimovitz, 1. H, Gold reich, A. M. Abrahams, 1. Caplan, S.Shapiro, A. Spr in z, Dr. H or witz, S.Metz, L. M. Hart und B. Danziger. I. Das Protokoll der letzten Sitzung wird genehmigt. 2. Neuerliche Beratung bezüglich der Delegierten entsendung zum D. K. von Transvaal und Natal. An der Debatte beteiligten sich die Herren Goldreich, Caplan, Shapiro, Starfield und Abraham«. Unterbrechung der Diskussion auf eine Stunde zur Teilnahme an dem Trauergottesdienst an Dr. Herzls Jahrzeit. Nach Wiedereröffnung der Sitzung wird auf Antrag B. Danzigers beschlossen, die Angelegenheit bis zur nächsten Sitzung zu vertagen. 3. Bericht des Rechtsschutzkomitees über den in der letzten Sitzung erwähnten Fall. 4. Kassen angelegen - heiten. Kischenewfonds) 5. Dr. Herzls Jahrzeit. Es wird ein Zirkular an alle Vereine versendet mit der Aufforderung, Gedächtnisgottesdienste abzuhalten. 6. Kongress. Absendung einer Glückwunschdepesche beschlossen. Ferner wird beschlossen, für Südafrika zwei Mitglieder für das grosse A.-C. wie früher zu fordern. 7. Verlesung der Kasseneingänge und Spenden. 8. Verlesung der Eintragungen ins goldene Buch(20.) 9. Festsetzung einer Telegrammadresse. lO.BerichtüberShareklubs. 11. Bericht über Nationalfondsangelegenheiten. 12. Beschluss, einen zionistischen Tempelchor zu gründen. 13. Eine beantragte Ermässigung des Schekels wird bis nach dem Kongress vertagt. Mit einer Dankeskundgebung an den Vorsitzenden wird die Sitzung geschlossen. Jüdischer Abituriententag für Böhmen. Am 28. August fand in Teplitz der jüdische Abituriententag für Böhmen statt. Die Verhandlungen, die den Zweck hatten, dem jüdischen Studenten die Stellung, Berufswahl im Leben und die Pflichten des jüdischen Studenten an der Hochschule vorzuhalten, damit der an die Hoch-