Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 9 (1905)
- Issue
- 35 (1.9.1905)
- Date
- 1905-09-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 35 „bit * weit Seite 15 mittein, ob es nun solche angeht, die als Kinder oder in späteren Jahren getauft sind.4 Der Priester Semenenko antwortete am 9. September aus Montereuil: „Ich hatte keine Zeit, aus Rom in Angelegenheit Jules Vernes zu erwidern, aber ich sage es Euch (dem Priester Kaczanowski und) Pater Alexander, dass Eure Einwände, richtiger Eure Vorwürfe, diesbezüglich auf falscher Voraussetzung beruhen. Ihr glaubt, dass Jules Verne seine Abstammung verleugnet. Im Gegenteil, er sagt es Euch offen, es ist sogar seine erste Bedingung, es nicht zu verhehlen. Der zweite Vorwurf wegen Verletzung der kirchlichen Ehevorschriften macht mich ein wenig stutzig. Sie sollten mich zuerst aufmerksam machen, falls die erste Ehe der Frau N. noch zu Recht bestehe; ich hätte dann sicherlich meinen Vorschlag unterlassen und dem Verne 'geraten, sich die Sache aus dem Kopfe zu schlagen. Mir wurde gesagt, dass die erste Ehe als ungültig erklärt wurde; darauf stützte ich mich und stütze ich mich noch jetzt, so lange Sie mir nicht das Gegenteil von dem erklären. Ich bitte Sie sehr, mich genau von der Sachlage zu unterrichten, damit ich im klaren bin. Ich wollte ja nichts unternehmen; ich setzte mich nur für einen würdigen Menschen in einer würdigen Sache ein und auch von Euch habe ich nicht Unzulässiges verlangt. Was Verne anbetrifft — ich bin nicht Eurer Ansicht; er ist mir mehr wert, als Ihr ihn abschätzt — darüber will ich wicht streiten. Denket über ihn, wie Ihr wollt, oder denket meinetwegen gar nicht. Ich meinerseits halte Verne (ich gebrauche diesen Namen, den er mit Zustimmung der kaiserlichen Regierung in Frankreich trägt) für einen redlichen, würdigen Menschen, der treu einer guten Sache dient und Grosses zu leisten vermag. Deshalb bedaure ich, dass er keine gesicherte Lebensstellung hat. Das ist meine Ansicht 1" Diesen Briefen fügte der Geistliche Sinoli.kowski folgendes hinzu: „Es ist also wahr, dass Julies Verne eb Israelit, in Polen geboren und zum katholischen Glauben übergetreten war. Aus dem obigen ist ersichtlich, dass er sich den Polen nähern wollte, von diesen aber zurückgewiesen wurde. Wir verkehren oft mit ungetauften Juden, die sich auf unsere Unkosten bereichern, und für solche, die sich taufen und als Polen bekennen, haben wir nur Hohn und Schimpf, anstatt, wie es unsere Pflicht wäre, sie für die Kirche zu gewinnen. Wir hören nicht auf, ihnen vorzuwerfen, dass sie Täuflinge seien und ihnen alier Art Schimpfnamen beizulegen. Verne starb als Franzose; er soll sein Polentum ganz verschwiegen haben, da er ja von uns abgewiesen wurde. Und wie viel hätte er der polnischen Sache nützen können mit seiner Feder und seiner grossen Popularität!'4 Soweit der Artikel des „Slowo". Was sollen aber wir Juden zu den Olczewicz' aller Art sagen, die uns treulos den Rücken kehren, ohne dass wir sie, wie die Polen „ihren" Verne, abgewiesen haben? Wie viel könnten sie bei uns und für uns leisten! M. B. Briefkasten. M. F., Bojan. Besten Dank. Keine Spur. Die friedliche Verständigung ist schon durchgeführt. Papa. Bitte sich an die Palästinakommission p. A. Zeitschrift „Altneuland", Berlin, zu wenden. Gusti Bloch. Herzlichste Gratulation. Aber aufnehmen können wir die sonst sehr erfreuliche Tatsache nicht. Gruss. J. Zinn. Erschien in der ersten regulären Nummer nach dem Kongresse. Dr, S. G. Zu unserem Leidwesen unbekannt. J. K. Stecowa. Knut Hamsuns „Hunger" erschien hebräisch bei Verlag „Tuschiah", Warschau. X. Yo Fahrt Wien—Jaffa samt Ermässigung 80 K. SPENDEN für den Nationalionds: Rzeszow: (Nachtrag zu Nr. 33) „Sulamith" zur Hochzeit Toni Enker-Pinkas Weber 0,10, „Sulamith" zur Hochzeit Rabb. Herman Bau-Berta Schenker 0.10, Etti Goldreich zur Hochzeit Helene Mannheimer-Hermann Berner 0.10, Etti Goldreich zur Hochzeit Rabb. Herman Bau-Berta Schenker 0.10............ 0.40 Dr. Alfred Low, Prerau anlässlich seiner Verlobung mit Frl. Ida Goldberger, Jägerndorf...........10.— Familie S. Lukaczer, Zukow 2.—, Aschkenasy, Koropiec 3—, Irma Rosenzweig Czortkow 1.—........ 6.— Waschkoutz: Sammlung Frl. S. Silber, E. Singer und M. Gaster: D. Silber. F. Radich ä K 0.40, die Fräuleins : P. Silber, S. Silber, L. Silber, B. Silber, E. Singer, T. Singer, S. Singer, M. Singer, J. Hartenstein ä 0.20, Fr. K. Hartenstein, Fr. Ewa Singer ä 0.10, ab Porto . d.08 Suczawa: Sammlung Matis Berger beim Veteranen fest Verein „T h. Her zl*.............. 1.93 Rzeszow: Sammlung Frl. Teitelbaum und Aron Wang bei Hochzeit Wang, ab Porto............19.88 Hochzeit Munk-Winzer, Bielitz. Zionistische Mittelschüler.................12.— Oest. Nowosielitza: Sammlung Birnberg und Ebner am Tischa be Ab: M. Birnholz, Birnberg, Langmann, ~Roll, E. Ebner, S. Gottesmann, Grünberg, Schächter, Horowitz, Kaufmann, Marian, Adlersberg, S. L. Birnholz, S. Birnholz, Z. Birnholz, Arok, Heitner, S. G. Mark, Ziment, Braudes, Förster, Berger, Ginsberg, Kern, Datz k K 1.—, Ch. Gottesmann 0.80, Retter 0.70, Ochshoia 0 60, Winkler, M. Barbasch, Hellenberg, Fleininger, J. Gottesmann, Jos. Braudes, Schamschen ä 0.50, Heitner 0.60, Rottberg 0.30, Schachpartie 0.10. Dr. Leib Presser......... . 31.90 „Bnei Zion", Jablonitza: Bar-Mizwahfeier des M. Schärf gesammelt durch H. Königsberg: Frau Regina, Pepi und Rosa Schärf je K 2.—, Frl. Lotti und Pepi Schärf, M. Schärf (Bar-Mizwah), Isaak Schärf jun. und Motzak Schärf je 1.—, Geschwister Jeanette und Berta Schärf je 0 50, A. Kleinmann, H. Königsberg, A. Schnapp, S. Rosenbaum, B. Hitzig, Sch. L. Mayer, I. Scheer, H. Schärf, L. und J. Tuchmann und Gh. Schärf je 0.20; zus. K 14.20, Mos. Schärf jun. Kartengewinn 5.40, H. Königsberg gewonnene Wette bei Emanuel Dawid, Frau Toni Dawid anläßlich des Todestages ihrer Mutter, K. Surkes und A. Schärf ä 1.— 4#_. Gesammelt durch I. Grünberg: I. S. Schärf u. J. Surkes je 0.40, M. J. Schnapp, N. Waschkowitzer, F. Marmarosch, Marxen, Bursikiewicz (beide Christen), I. Schuster, I. Grünberg und N. N. je 0.20, J. Welzer und F. Krienes je 0.10 2.60. Auf Hochzeit Chaim Sojfer mit Frl. B. Steinbrecher gesammelt durch Isr. S. Schärf: J. Surkes, M. Steinbrecher und N. Krurnholz ä 0.40, I. S, Schärf und I. Sojfer ä 0.20, Sch. Gottlieb, M. J. Birnberg und Gh. Sojfer h 0.30 2.50, E. Dawid 0.70, ab Porto . ...........29.10 Zionistische Studenten, Czortkow. Nacht.......20.— Alexander Marmorstein, Linz zur Hochzeit Klein-Hochstädter, Salzburg.................. Dr. J. Rosemantu Nacht............... 2.— Engelberg, Dembica: Zum Geburtstage des Kaisers 0.20, zur Trauerandacht Dr. Herzl 0.20, Weiters 0.20 (zu wenig) 0.60 Sammlung F. Rechcs u. M. Orbach, Mosciska bei Hochzeit Jakob und Mina Wachner, Rudnik....... 4.— Podwoloczyska: Wurzel, Friedmann, Günsberg, Müller ä 0.38, Schwadron 0.10, Bilewicz 0.12........ 1.74 Zur Brith Milab bei Josef Scharf, Kolomea: Familie Oberweger und Rosenblatt k 0.60, ßudzaaow: Sammlung Gelbtuch 9.—, dto Oberweger und Klar 4 54, Heller 0.50, Sammelbüchse S. Hirschkorn, Wierzbowce 4.—. ,,Bar Kochba-, Wien...........19,24 Podhajce : Sammlung Elsa Frankel b. Hochz. Seher-Bosen 3.08 Sammlung M. Gottlieb beim Konzert Frl. Rosenbaum u. Margulies: Fr. Toni Schattner, Frl. H. Stein, M. Gottlieb ä K 0.50, Ch. Steinholz, I. Rosenblum, J. Schattner, Fr. Regine Steinholz, Frl. B. Margulies, D. Gelernter ä 0.20, ab Porto 0.12, bleibt........... 2.58 J. Safir. Tarnow anstatt Blumen für Frl. Rosa Luft ... 1.50 Nationalfondskommission „Achwah", Podwoloczyska Sammlung S. Färber bei Hochzeit Färber-Fleischfarb, Zbaraz : A. Farber K 1.—, M Färber 1.—, S. Färber 1.—, L. Färber 0.50, Ch. Färber 0.20, A. Steiger 0.50, F. F6rber 0.30, A. Meersand 0.40, S. Meersand 0.40, M. Rotkopf 0.60, I. Jaryczower 0.20, D. Strassler 0.40, W. Fleischfarb 0.40, G. Feint ach 0.20, M, Gott 0.20, A. Köppel 0.20. Sammlung bei Hochzeit Feder-Bernsohn