Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 9 (1905)
- Issue
- 34 (25.8.1905)
- Date
- 1905-08-25
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Redaktion und Administration: WIEN IX., TQrkmstrasst Nr. 9. Tölephon 14.199. Erscheint jeden Freitag. Zuschriften sind nicht an einzelne Personen, sondern an die Redaktion oder Administration: Wien, IX., Türkenstrasse 9, zu richten. Unfrankierte Briefe werden nicht angenommen und unverlangte Manuskripte weder zurückgesendet noch aufbewahrt. Prtist dtr Anzeigen : laut aufliegend.«»» Taurif. Der Inseratenteil wird Dienstag abendt ge»ehloit<o£ EinzaSn« Hum&erB 80 Kulte*. Ro7lincnPOlOlla Oesterreich-Ünaarn: ganzjährig Kr. 12.—, halbjährig Kr. 6.—, vierteljährig Kr. 3.—. Für das Ausland: 0G£Uyd|JI ClöC. Deutschland ganzjährig Mk. 13.70, halbjährig Mk, 6.85, vierteljährig Mk. 3.45, England ganzjährig Shg. 14.—, halbjährig Shg. 7.-r, vierteljährig Shg. 3.10, Russland gaDzjährig R. 7.—, halbjährig R, 3.50, vierteljährig R. 1.75, Schweiz, Frankreich, Italien, Türkei, Rumänien, Bulgarien, Serbien, Griechenland, Aegypten ganzjährig Free. 17.- , halbjährig Frcs. 8.50, vierteljährig Frcs. 4+25, Amerika crarzjährig Doli. 3,40, halbjährig Doli 1.70, vierteljährig Doli, .8.', Nr. 34. Wien, 25. August 1905. — 24. Ab 5665. 9. Jahrgang, AUFRUF. it der Wahl zum Präsidenten des engeren und des grossen Aktionskomitees ist mir eine ausserordentlich hohe Ehre erwiesen worden, die ich wohl zu würdigen weiss. Ich fühle i aber zugleich die schwere Bürde und die grosse Verantwortlichkeit, die mir damit auferlegt worden ist. Es ist nichts Geringes, die Arbeit aufzunehmen und fortzuführen, die unser Herzl uns als heiliges Vermächtnis hinterlassen hat Acht Jahre hindurch war es mir vergönnt, ihm und dem Zionismus als treuer Mitarbeiter zu dienen. In dieser Zeit hatte ich Gelegenheit, die Grösse dieses grössten und edelsten Juden unserer Zeit zu bewundern und die Wucht der Last, die er getragen, zu ermessen. Wenn ich gleichwohl dem Rufe willig gefolgt bin, so geschah es, weil ich es für eine selbstverständliche Pflicht halte, unserer grossen Sache mit vollem Herzen und ganzem Können zu dienen, und weil ich auf die Mitwirkung und Hilfe aller guten Zionisten zähle Als Vorsitzender des grossen und des engeren Aktionskomitees, mit denen gemeinsam ich nunmehr die Geschäfte unserer Bewegung zu leiten habe, möchte ich in wenigen Sätzen den Weg bezeichnen, den wir nach meiner Ansicht jetzt gehen müssen, Das Grundgesetz unserer Bewegung bleibt das Baseler Programm, wie es uns der erste Kongress gegeben hat Unser Ziel ist einzig und allein die Schaffung einer öffentlichrechtlich gesicherten Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina. Von ihm dürfen wir weder nach rechts noch nach links auch nur um Haaresbreite abweichen. Wir dürfen weder abenteuerliche Landsucher werden noch in Palästina philanthropische Kleinkolonisation treiben. Unsere Bewegung ist eine politische, Dieser Gedanke darf nie in den Hintergrund treten, . Y> ir müssen wie bisher die Politik des Zionismus als die wichtigste Aufgabe unserer Leitung ansehen. Wir wollen Palästina in jeder Hinsicht erforschen, damit wir die notwendigen realen Unterlagen für die Zukunft schaffen und zur rechten Zeit mit den erforderlichen Kenntnissen ausgerüstet sind. Wir wollen aber schon jetzt alle jüdischen Privatunternehmungen, welche der Entwicklung des Landes zweckdienlich sind, mit allen uns zu Gebote stehenden Mitteln unterstützen, Wir wollen auch die anderen Punkte des Baseler Programmes, die Zusammenfassung aller Juden und die Hebung des Volksbewusstseins, nicht vernachlässigen- Vor allem aber wollen wir unsere Organisation so stärken und ausbauen, dass sie kräftig und festgefügt genug ist, um zu dauern, bis sie in ein Staatswesen hineinmünden kann. Wir