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Die Welt · 1905-06-23 · 25 (23.6.1905) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
9 (1905)
Issue
25 (23.6.1905)
Date
1905-06-23
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 14 fl&*t & weit11 Nr. 25 Die vom L.-K. vorgeschlagene Geschäftsordn ung wurde nach Streichung de? £ -10, der die Verhandschlagung der Delegierten durch den Vorsitzenden zwecks Wahrung der WürcU» des Parteitages anordnete, en bloc angenommen. Der Rechenschaftsbericht des L.-K. lag im „Zion" N~r. 3 gedruckt vor. Er bringt zunächst eine Darstellung des beständigen Konfliktes mit den nach grösserer Autonomie strelHilden D.-Ks. Trotz dieser Reibungen sei die Vereinszahl seit dem letzton Parteitage zu Wien (28./20. Juni 11)03) in fast allen Distrikten, zumal in den östlichen, gewachsen, so in Innerösterreich von 27 auf 29, Böhmen von 13 auf 19, Westgalizien von 8 auf 32, Ostgalizien von 27 auf 40, Südgalizien von 20 auf 30 und Bukowina von 15 auf 31. Xur Schlesien weist einen Rückgang von 21 auf 20 auf, so dass die Gesamtzahl der österreichischen Vereine von 131 auf 201, also um 70 stieg. Mangels an Mitteln habe das L.-K. wohl viele Pläne nicht erfüllen können, doch berichten seine einzelnen Kommissionen, was sie unter den gegebenen Verhältnissen zu leisten vermochten. So berichtet die X.-F.-Kommission, wie sie durch zielbewusste Arbeit, insbesondere durch Einführung von Sammelbüchsen und -Bogen und Briefmarkenverschleiss, ihre Einnahmen von 3217 K im Jahre 1903/4 auf 13 1G8 K im Jahre 1904/5 emportrieb. Dieser Bericht des L.-K. wurde durch dessen Schriftführer Gg. JSTat. Gross mündlich mehrfach ergänzt, so z. B., dass das L.-K. jährlich 800 Auswanderern halbe Fahrpreisermäßigung verschaffe und so jährlich an 60 000 Kronen armen Juden erspare. Der Bericht begegnete fast allseits einer scharfen Kritik. Es wurde gerügt, dass das L.-K. zu wenig agitatorisch wirke, was allerdings für die Provinz gar nicht seine Aufgabe sei, dass es aber den hierzu bestimmten D.-Ks. die notwendigsten Mittel entziehe. Die Wortführer des böhmischen D.-K., Jul. Loewv und Dozent Mahler, beantragten sogar ein Misstranensvotum, welches allerdings in namentlicher Abstimmung bei mehrfachen Enthaltungen mit 28 gegen 18 Stimmen abgelehnt wurde. Vor Schluss des Parteitages erklärten übrigens die M.isstrauensvotanten, sie hätten nur das System der Organisation, nicht die Mitglieder des L.-K. blossstellen wollen . . . Den Kassabericht erstattete Herr Ge witsch als Kassier des L.-K. Die Sehekeleingänge betrugen darnach im Kongressjahre 1903 6874, 1904 641+ und 1905 bisnun schon 7002 K und dürften auf 8000 K noch steigen. An Ö^finnungsgenoffen! i^^+**^+****~%+*ß**0%***0***^m**^%***%n*w%m**ß% Es ist Euch bekannt, dass wir „Die Welt" als Tagblatt während des VII. Kongresses in Basel erscheinen lassen werden. Das A.-C. hat sieh zu den grossen, materiellen Opfern, die eine Herausgabe der „Welt" als Tagblatt, und zwar in wesentlich erhöhter Auflage, mit sich bringt, nur darum entschlossen, weil es in dem kommenden Kongresse einen der wichtigsten und für die Zukunft unserer Bewegung folgenreichsten sieht. Gesinnungsgenossen! Wir halten es für unnötig, nochmals des Näheren zu begründen, dass es sich hierbei um eine gute Gelegenheit zur Agitation in allen jüdischen Kreisen handelt, die mit Ernst und Ueberlegung ausgenützt werden muss! Wir wollen dabei auch nicht erst erwähnen, dass mit einer kräftigen Agitation für diese täglich erscheinende Separatausgabe des zionistischen Zentralorganes auch eine Pflicht Euch selbst gegenüber erfüllt wird. Eine kräftige Propaganda für Euer Zentraloreran wird Euch die Arbeit erleichtern, wird selbst in zionistischen Organisationen die Behandlung vieler wichtiger Fragen erst recht in Fluss bringen und grossen Kreisen die Möglichkeit verschaffen, sich über die wichtigsten Geschehnisse in unserer Bewegung aus guter Quelle zu informieren. Namentlich die Ergebnisse des kommenden Kongresses sollen möglichst rasch und authentisch der allgemeinen Kenntnisnahme vermittelt werden; denn gerade bei den wichtigen Verhandlungsgegenständen des VIL Kongresses wäre eine ungenaue oder sonst nicht vollkommen entsprechende Berichterstattung von den nachteiligsten Folgen für unsere weitere Arbeit. Wir erkennen mit Dank an, dass einzelne zionistische Organisationen, von der Wichtigkeit der Werbearbeit überzeugt, bereits tatkräftig und zielbewusst mit der Agitation begonnen haben. Alle aber müssen heran, wenn für unsere Bewegung gute Resultate erzielt werden sollen. Bei dem geringen Bezugspreise des Spezialabonnements für diese Separatausgabe 2K 50h erwarten wir, dass alle unsere Gesinnungsgenossen, die nicht Abonnenten sind, diese Separatausgabe abonnieren. Unsere Abonnenten, die mit der Pränumerations-Einzahlung im Rückstände sind, bitten wir dringendst um prompte Erneuerung des Abonnements. Anspruch auf die kostenlose Zusendung der Separatausgake haben nur solche Abonnenten, die mit der Einzahlung der Pränumerationsgebühr nicht im Rückstände sind. Die Abonnements für die Separatausgabe müssen spätestens bis 10. Juli aufgegeben werden. Mit Zionsgruss! Redaktion und Administration „Sie Welt'*.

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