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Die Welt · 1905-05-26 · 21 (26.5.1905) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
9 (1905)
Issue
21 (26.5.1905)
Date
1905-05-26
Page
– (sequence 2)
Language
German
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f Seite 2 ■0£&ulnii:iichtig er imse%x (-Tpjpiuu)g-sgeno|«|[i ü \varrjß^Ki^^icicha]g do|^.-Cv ,.E i 4#.t i k^m f; g (H&JB v&<Bi ViH *. tl as,~g ross ^n A.-CV; b $ t r <*f f e $ ^QE&ia i feit a. :Ü)as ^nistiscli^ nach.1 eingclien^ii) Shidhuu :te vofl^^ii^^Borichtes der'naeli <)sta|*2ka öitHMKloteriivoii^f^ion^'ÄM^ in (.Ter Lage %u sein; der zionistischen 0reifen tiori-^äie Ausführung dt& Ostafrikaprojektes zu empfohlen. Gleichzeitig schlägt das Aktionskomitee dem Kongresse vor, der britischen Regierung reinen tiefgefühlten Dank auszusprechen für das durch ihr hochherziges Anerbieten dem jüdischen Volke erwiesene Wohlwollen.*"' " Der Beschluß wurde allseits liiit gfossem Beifall aufgenommeri! ' ' ' ■' ■. ". Damit war einer der wichtigsten Punktu der Tagesordnung erledigt. Da die A'ersaninüung den Be^clieid J)r. Nord a us res]), die .Rückkehr der drei Delegierten abwartmi wollte, elie man die Punkte >) und f der Tagesordnung in Beratung zog, so besehloss man, mich den Berichten über den Stand der Bewegung das Nationalfondsstatut und die vorgeschlagenen Statutenänderungen des dewish Colon iah Trust zu beraten. Aus den Berichten über den Stand der Bewegung war der erfreuliche Fortschritt derselben zu konstatieren. Seihst in Russland, wo durch den Krieg, die gegenwärtige politische Lage1 und die durch das Ostafrikaprojekt hervorgerufenen Zwistigkeiten ein Rückschritt befürchtet worden war. zeigte sich nichts dergleichen. Das Xationalfondsstatut, das zur Sicherung unseres Nationalvermögens in.it'der grossten Vorsicht und in besonderer Berücksichtigung aller erdenklichen Garantien abgefasst werden musste. ist nuir endgültig redigiert und der Legalisierung zugeführt worden. Ks wurde dies in ähnlicher Weise und mit verstärkten (Jarantien wie beim Jewish. Colonial Trust erreicht. Es ist erfreulich; dass diese Angelegenheit, die seit einigen Jahren eine Anzahl hervorragender Juristen aller Länder beschäftigte, in einer auch den weitestgehenden Ansprüchen genügenden AVeise zu Fnde geführt werden konnte. Von nicht geringerer Bedeutung ist es, dass die längst gewünschten, und bereits vom dritten Kongresse vorgesehenen Aenderungen des Statutes der Ivolonialbank (J. (\ T.) endlich in die richtige Fassung gebracht wurden. Fs waren sehr eingehende und durch zahlreiche fachlich-juristiselH1 Frklärungen erweiterte Debatten, die -dieser Fassung voran.-gingen. Am "Mittwoch begaben sich die Mitglieder des grossen A.-(\, einer bereits in der Eröffnungssitzung vorgebrachten Anregung Mt. Mosers folgend, in corpore zum Grabe unserem verewigten Führers, wo sie längere Zeit in stiller Andacht verweilten. Fnterdessen war die Deputation aus Karlsbad zurückgekehrt und erstattete ihren Bericht. Dr. Xordau war durch die Deputation von dem Wunsche des grossen A.-(\ verständigt, worden. Kr hatte wiederholt, zuletzt in seinem Unof an das grosse A.-C. die Führerschaft unter Angabe gewichtiger (iründe abgelehnt. Auch der Deputation gegenüber erklärte er. dass er (liest' (iriinde für richtig halten niüsste. Ks bedurfte besondere)', eindringlicher Vorträge aller drei Herren, ehe er anderen Erwägungen zugänglich wurde. Nicht ohne tiefen Kindruck auf ihn blieb es, dass Dr. K a t z e n e 1 s o b n einer 1'nterredting erwähnte, die er wenige Wochen vor Dr. Herzls Tode mit unserem Führer gehabt hatte. In dieser Fnterredung bezeichnete Doktor II erzl ausdrücklich Dr. X ordau als seinen Nachfolger. Xordau. so meinte Dr. ILcr/l. werde nicht nur aus Ergebenheit für unsere Sache, sondern auch aus Freundschaft für ihn das begonnene Werk fortsetzen. Schliesslich einigten „bl* # Weit" Nr 21 ' \ .. sdcliXdie Herren mit Xordau, igS^^rä(di|c:^'S ..AKiin^chcs des grossen A^^ und de^.gro|§<^ Mühe, d<jj£-$icli (Tic drei Delegierten ttrr&z$gcn r^ten|;Miese niebbt ohne endgültige Antwort zieMn Ksfeen /"^lte^lahin, das g^se A• r*('zu- e rsuehen, de in;K;Ön:|res^|z ur^Kihrung de^Kfee- \veguhg eih: 1)reimännerkoll&giuii^JförscKfl^e'n zu \^|leii. ''Bas Ivohcgimn. solle aus Dft X or.<Ta u, Dr. r- L) u r g und 1). AV o I f f s^Vli n bestehen. DVtV:jg^Osse £Ä£C. liähih dieseii V()rschlaga;Ä^e fast •?:'älle an de reii^^pg|bt|i$se dieser Tagimg, e i n st i mm i g an und. wird nfä^)$imi K()ngresse unterbreiten. iXun erst konnte in die 'Beratung der übrigen Punkte der Tagesordnung eingegangen werden........Zur Zeit : des Schlusses'unseres Blattes, wird die ()rgants)itjonsfrage diskutiert, zu der eine, grosse Anzahl von Vor<cldägeh vorliegt. ' —r- (Schluss des Berichtes in nächster .Nummer.) Offener Brief an Herrn Greenberg*) Mein. Herr! Gestatten Sie mir, auf Ihren „Offenen Brief"'an das A.-C, der an uns alle gerichtet war, zu erwidern. Ich schreibe in meinem eigenen Narmen, kann. Sie jedoch versichern, dass se h r viele diesen meinen Brief unterschreiben würden. Für Sie, mein Herr, ist -erst jetzt der Moment 'gekommen, die Ugandafrag:e näher zu betrachten, weil die „Expedition" das Land bereits erforscht hat. Ich frage Sie: Machen es andere Parteien und Bewegungen ebenfalls so, dass sie einen, Vorschlag vorher praktisch erforschen, bevor derselbe theoretisch angenommen wurde? Sie wissen wohl ebenso w ie wir alle, dass das Theoretische irgend meiner Erage dem Praktischen vorangehen "muss. Weshalb also, Herr Greenberg, meinen Sie, dass es e r st jetzt nicht „nicht zu verfrüht" sei, das Ugandaprojekt zu betrachten? W i.s würde Ihre Expedition dann tun, wenn wir alle, aide nach einer gründlichen Erörterung zum Schlüsse kämen, dass wir als Zionisten mit dem Ugandaprojekte uns nicht befassen dürfen? Wozu dann die Expedition, die S i e so viel Mühe gekostet? Weshalb sind Sie nicht mit Ihrem „Offenen Brief" vor dem sechsten K o n g r e s s aufgetreten? * * * Sie sehen, dass bei uns ein wahrer Bruderkrieg ausgebrochen, dass die vorher einheitliche Organisation einer Spaltung verfallen ist, und nur, um uns zu trösten, erzählen Sie uns. dass es in jeder Bewegung „entgegengesetzte Strömungen" gebe. Wozu, mein Herr, dieses Maskieren unter der Redewendung „in jeder"? Blättern Sie in der Weltgeschichte und zeigen Sie uns auch nur eine einzige Bewegung, in welcher es entgegengesetzte Strömungen gibt? V e r s c h i e d e n c Ansichten, verschiedene Strömungen kommen selbst in jedem Vereine voir — „entgegengesetzte" Strömungen können jedoch in einer Bewegung nicht vorhanden sein. Wenn ein Strom in der entgegengesetzten Richtung eines anderen fliesst, so gehören diese Ströme nicht einem und demselben Eluss an. Jede Partei, jede Bewegung hat nur e i n Ziel, dem sie zuströmt, alle kleineren und grösseren Ströme haben in e i n e r Partei nur eine R i c h t u n g. Bis zum 6. Kongresse hatten wir auch in unserer Bewegung verschiedene Strömungen, die jedoch alle eine Richtung hatten: Palästina zu eine m i ü d i s c h en La n d e. *) Herr Dr. Wortsmann hat uns diesen Artikel bald nach dem Erscheinen des offenen Briefes Greenbergs gesendet. Da wir verschiedene aggressive Stellen dieses Briefes, die persönliche Angriffe darstellten, nicht bringen konnten, so haben wir nach längerem Briefwechsel mit Herrn Dr. Wortsmann von ihm schliesslich die Zustimmung erlangt, die anstössigen Stellen zu eliminieren. Leider ist die Anlage des Briefes eine solche, dass wir nicht alles entfernen konnten, wenn wir nicht den Zusammenhang zerstören wollten. Die Redaktion.

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