Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 9 (1905)
- Issue
- 15 (14.4.1905)
- Date
- 1905-04-14
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3315709-3316128-3316148--46769-3341631- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 10 „bi* # W^t" Nr. 15 Die zionistische Sektion „Estera* in Vaslui » 250.— Die zionistische Sektion „Macabeii Doktor Th. Herzl* trägt Herrn J. H. Ellmann ein............... . . . u „ 250.— Herr Kalmon Gabrielow m Uzda trägt die Stadt Uzda ein ............-Kronen 252.— „Agudas Hazeirim Kadimah" in Britschani „ 252 — Mädchenklub in Teplitz trägt Frau Professor Dr. Kurrein in Tepiitz ein....... n 240.-- Brynmawr u. Abertillery Zionist Society, trägt den verewigten Dr. Theodor Herzl ein..................Pfd. St. 10.- Ing. Otto Neumann seh, Wien, durch allgemeine Sammlung...........Kronen 313.40 „Bnei Ziontf in Charkow trägt Dr. Jakob Kohan Bernstein ein.......... „ 240.— „Agudath Bnei Zion" in Rossowe .... „ 239.40 Das Personal der Aktiengesellschaft Stiller und Bielschowsky in Lodz...... „ 250.50 Meni Kilberg in AnaniefT......... „ 251.80 $ribäi>e. (Flr diese Rubrik ist die Rtckktioi nicht verantwortlich.) Hilfsverein der deutschen Juden. Die letzten Wochen waren für die weitere Ausbreitung des Hilfsvereines sehr fruchtbar. So hat sich in Mannheim ein Zweigverein konstituiert, dessen engerem geschäftsführenden Komitee unter anderen folgende Herren angehören : Julius Ettlinger, Emil Hirsch, Sally Reiss, Julius Bensheimer, J. Darmstädter, J. Hartog, Dr. J.Moses, Dr. A. Staadecker, Stadtrabbiner Dr. M. Steckelmacher. Das Komitee hat mit der Propaganda eifrig begonnen und es dürfte i in kurzer Zeit auch in den anderen grösseren Gemeinden Badens Zweigvereine ins Leben treten. Am 26. Februar sprach Herr Siegmund Bergel aus Berlin in Bremen vor einer grossen Versammlung von Damen und Herren aus Bremen und Umgegend über „Die Not der osteuropäischen Juden und das Hilfswerk der deutschen Juden ut Der ausgezeichnete Vortrag hatte zur Folge, dass sich sofort unter dem Vorsitze des Herrn Rabbiners Dr. R o s e n ak ein Lokalkomitee konstituierte, dem eine stattliche Anzahl von Damen und Herren als Mitglieder beitraten. Den Vorstand des Komitees bilden die Herren Rabbiner Dr. Rosenak, N. Abraham, Dr. J. Pinette und Julius Aschendoiff. In Magdeburg fand am 16. März im Prunksaale des Cafe „Hohenzollern" eine öffentliche, gut besuchte Propagandaversammlung* statt, in der die Herren Generalkonsul Engen Landau und Siegmund Bergel aus Berlin über „Die Aufgaben und die Leistungen des Hilfsvereines der deutschen Judentf ausführliche Referate erstatteten. Die Versammlung folgte den interessanten Ausführungen der Redner mit lebhaftem Interesse und es wurde die Begründung eines Lokalkomitees beschlossen bestehend aus den Herren : Gotthold Simon, Sperling, Heinemann, Rechtsanwalt Bacher, Dr. Falkenstein und andere mehr. Fast alle Anwesenden traten dem Vereine als zahlende Mitglieder bei. Aus Holland. Amsterdam, im März 15)05. Es ist eine erfreuliche Erscheinung, dass das Interesse für die Bestrebungen der „Alliance Israölite Universelle" fast überall zunimmt. Nicht allein in Deutschland erkennt man wiederum ihre überaus erfolgreiche Tätigkeit an, auch anderwärts, besonders in den Niederlanden gewinnt die Alliance,hier unter dem Namen „Algemeen Israelietisch Verbond" bekannt, neuen Boden. Auf der letzten Generalversammlung aller holländischen Komitees im vergangenen Sommer wurde beschlossen, an die Rabbiner das Gesuch zu richten, für die Alliance in Wort und Schrift wirken zu wollen. Die holländischen Rabbnier paben dieser Anregung Folge und so haben denn in letzter Zeit bereits grosse Versammlungen in Rotterdam und Leeuwarden mit bedeutendem Erfolg stattgefunden. Das Komitee in Amsterdam hatte den Rabbiner von Köln, Dr, Frank gebeten, in der am O.März stattfindenden Versammlung eine Rede zu halten. Dr, Frank, ein geborener Holländer, der seit 30 Jahren als Mitglied des Zentralkomitees sehr rege und segensreich wirkt, folgte dem an ihn ergangenen Rufe. Die Versammlung fand in dem grossen Saal des ebouw voor den Handwerkerstandin Gegenwart von etwa*50() Zuhörern und Zuhörerinnen statt. Berichterstatter jüdischer wie nichtjüdischer Blätter waren anwesend und brachten in kürzerer oder grösserer Ausführung Berichte über den Verlauf der Versammlung. All» hoben hervor, dass die hervorragendsten Elemente der Amsterdamer Judenschaft anwesend waren. Der Vorsteher des Kirchenrates der Amsterdamer Gemeinde, Herr Advokat M. E. Asscher, umgeben von allen Mitgliedern des Komitees, das aus Aschkenasim und Sefardim besteht, eröffnete die Versammlung mit entsprechenden einleitenden Worten. Hierauf hielt Dr. Frank einen anderthalbstündigen Vortrag, in welchem er auf das grosse Werk der Alliance, an dem die Judenheit der ganzen Erde Anteil hat, in grossen Zügen hinwies. Die unterdrückten und verfolgten Glaubensgenossen aller Länder pflegen von ihr moralischen Beistand und materielle Hilfe zu erwarten. Ganz besonders wurden die^Leistungen der Alliance auf dem Gebiete der Erziehung und des Unterrichts hervorgehoben; mit Hinblick auf das bevorstehende Purimfest, dessen Geschichte sich auf persischem Boden abspielte, wurde auf die vielen Schulen für Knaben und Mädehen hingewiesen, welche von der Alliance in den letzten Jahren in Persien ins Leben gerufen wurden. Die Königin Esther war die erste, die das grosse Zauberwort für die Erhaltung der Juden in Zeiten der Not und Verfolgung ausgesprochen hat; sie rief ihrem Onkel Mordechai zu: „Geh' hin und sammle alle Juden!- die erste Ermahnung zur Gründung einer Alliance Israelite Universelle. Zahlreiche Beitrittserklärungen, welche zum Teile noch am Abend selbst erfolgten, legen Zeugnis ab von der verständnisvollen Zustimmung, die der Redner in der Versammlung und in weiteren Kreisen gefunden. Jüdische Mädchen und Frauen! Wir fordern euch auf, am soeben errichteten Kurse für Zionismus und seine Geschichte teilzunehmen. Die Referenten werften in anschaulicher Weise binnen zirka acht Wochen die am Kurse teilnehmenden Damen mit unserer Bewegung in allen ihren Schattierungen, mit ihrem Werden und ihrer Entwicklung, ihrer Geschichte und Literatur bekannt machen. Im Herbste folgt dann der erste Teil der Kurse: „Jüdische Geschichte", der des nahenden Sommere wegen verlegt wird. Am Kurse können nur Damen teilnehmen. Die Teilnehmerinnen zahlen einen einmaligen sehr geringen Regiebeitrag. Die Kurse finden im Kongressbureau, IX., Türkenstrasse 9, 3. Stiege, statt, und zwar vorläufig jeden Donnerstag \/a 8 Uhr abends. Es ist hohe Zeit, dass auch wir Jüdinnen unsere Bewegung näher kennen lernen und uns so für unsere Pflichten in Haus und Familie vorbereiten. Wir erwarten.bestimmt, dass zahlreiche Jüdinnen die Bedeutung dieser Kurse nicht verkennen werden. Mit Zionsgruss Das Komitee. Anmeldungen sind zu richten an FrL Gisela Feld, Wien, IL, Grosse Schiffgasse 11. :je * sjc Erster Wiener Jüdischer Turnverein. Von diesem Vereine ergeht die nachfolgende Einladung: Euer Wohlgeboren! Der Erste Wiener Jüdische Turnverein veranstaltet Sonntag den 16. April d. J. zugunsten seines Turnhallenbaufonds eine Nachmittagsvorstellung im Deutschen Volkstheater. Zur Aufführung gelangt mit den ersten Kräften dieser Bühne das Lustspiel UNSER KÄTCHEN von Theodor Herzl. f Indem wir Euer Wohlgeboren zum Besuche dieser Vorstellung höflichst einladen, bitten wir zugleich, durch Verbreitung dieser Einladung im Bekanntenkreise dem gemeinnützigen Zwecke neue Freunde zuführen zu wollen. Der Turnrat. Zentralstelle für den Kartenverkauf: Siegfried Beer, I., Zelinkagasse Nr. 3.— Telephon 17.155.