Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 9 (1905)
- Issue
- 14 (7.4.1905)
- Date
- 1905-04-07
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3315709-3316128-3316147--46753-3341614- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 14 „bi$ * Welt" Seite iS von Palästina mit hebräischen Bezeichnungen erscheinen zu lassen. Die Länge der Karte wird 2 Meter, die Breile 1.40 Meter sein. David Jelin, Vorsitzender, Josef Mjuches, Sekretär. Zeitschriften-Rundschau. Das freie Wort. Frankfurter Halbmonatsschrift für Fortschritt auf allen Gebieten des geistigenLebens. Herausgegeben von Max Henni£. V, Jahrgang, Nr. 1. Erstes Aprilhert. 48 Seitens Vierteljährlich 2 Mark. Einzelheft 40 Pfennig. Neuer Frankfurter Verlag, G. m. b. H. Frankfurt a. M. — •ö&s freie Wort eröffnet seinen 5. Jahrgang mit einer Fülle der zeitgemässesten Beiträge. Russlands Debacle wird im Leitartikel als warnendes Beispiel hingestellt. Ein Hochschulprofessor behandelt das jetzt hochaktuelle Thema der »Akademischen Freiheit". Den Zusammenhang des preußischen Schulstreits mit der Gesamtentwicklung zeichnet Professor F. Staudinger. Eine höchst instruktive Stuiie über das Zentrum in Bayern gibt Arbiter. Professor Friedrich Joil greift in dem Artikel „Kaut und der Monismus" in den Streit ein, der Bich im „Freien Wort" zwischen Häckel und Ziegler als den Vertretern eines naturalistischen Monismus einerseits und Kronenbersr, als einem Vertreter Kants angesponnen hatte. Ernst Hauviller, der bekannte Schüler von Franz X. Kraus, steuert einen wertvollen Beitrag über den Ultramontanismus als Weltanschauung bei. Industrialis erhebt in einem Artikel „Der Staat als Moralpädagöge* die Forderung, der Staat solle in allen seinen Handlungen mehr wie bisher darauf bedacht sein, den Forderungen der Moral zu entsprechen; blosse Legalität reiche nicht aus, das moralische Niveau des Volkes zu heben. — Eine Anzahl kleinerer Beiträge endlich schliesst das inhaltsreiche Heft ab, das der Verlag als Probeheft gratis abgibt. Als Gratisbeilage gibt der Verlag den Abonnenten eine Bibliothek der Aufklärung, w d zwar enthält f'as vorliegende FLft den ersten Bogen der Schrift von Ernst Haeckel: ..Freie Wissenschaft und freie Lehre. Mit einer Eirleitunp von Dr. Heinrich Schmidt: Virchow und Haeckel im Kampf um die Entwicklungslehre." Jeder ferneren Nummer liegt ein Bogen bei. Verl. In Wien erscheint jetzt neu die „Wiener Akademische Zeitung""(jeden Samstag, Redaktion VI., Esterhazygasse 28.). „Die Wiederherstellung der intellektuellen Einheit des akademischen Standes" wird im Programmartikel versprochen. Wir wünschen allen Juden gute Gesundheit so lange, bis das Versprechen eingelöst wird. Die ganze Geschichte schaut stark nach einer liberalen Gründung aus, es dürfte also wieder einiges Judengeld politischer Träume wegen verpulvert werden. Die Mache ist massig. -y- Wir erhielten die erste Nummer der „Hatikwah" Monatsschrift der Belgischen Zionistenfederation. Solche Blätter grösserer zionistischer Sektionen sind deren Kraftbeweis und wir nehmen diesen neueu mit der grössten Befriedigung zur Kenntnis und statten der Federation und der Redaktion unseren herzlichen Glückwunsch ab. Das neue Blatt ist weit entfernt von der gewöhnlichen Dürftigkeit und Trockenheit gewöhnlicher Amtsblätter, ihr Inhalt ist vielmehr reich und gut. Die Tendenz ist mit der Tatsache gegeben, dass der erste Satz des Blattes das Baseler Programm ist. Der einleitende Artikel spricht von der Notwendigkeit des Blattes für die Organisation und legt seine Einteilung fest. Herr M. Merländer schrieb einen ausgezeichnet klaren und verständigen Propagandaartikel für den Zionismus, Dr. L. Herz führt eine schneidige Polemik gegen die meistgebräuchlichen Argumente unserer Gegner. Die Monatsrundschau von M. D. Horowitz legt die Ansichten von Dr. Nordau und M. Greenberg über Uganda dar. Der holländische Brief Dr. J. Hens wird von den holländischen Protestrabbinern erzählt, denen die Zionisten ebenso wie den deutschen mit lebenskräftigen Neugründungen geantwortet haben. Erfreuliche Vereinsberichte aus den belgischen Organisationen folgen. Unter Tribüne kommt zum Ausdrucke, dass auch in Belgien leider Meinungsdifferenzen zwischen Orthodoxen und Zionisten herrschen. Amtliche Mitteilungen, kleine Nachrichten, ein reiches Feuilleton und Rezensionen vervollständigen den reichen Inhalt des Blattes. Der Nationalfonds und die Selbstbesteuerung kommen theoretisch und mit praktischen Ausweisen zu Worte — das wahre Kriterium eines gut zionistischen Blaltes. —y. Die Märznummer von „Ost und West" bringt eine Reihe sehr interessanter Publikationen und Illustrationen. Von besonderem Interesse für die zionistischen Leser des Blattes ist diesmal d^r Artikel Professor Warburgs, über die zionistische Ostafrika-Expedition. Professor Warburg, der natürlich zur Zeit der Abfassung des Artikels noch nicht die Details des Berichtes kannte, formuliert nach einer Beschreibung des Weges der Expedition und nach einigen wichtigen Bemerkungen über die Transportver^ hältnisse sein Urteil über die in Frage kommende Kolonisation folgendermasseii: 1. Allgemeine Bedingungen politischer und wirt?chaftspolitiseher Natur: gut. 2. Transportverhältnisse: massig, aber besserungsfähig. 3. Klimatische Bedingungen, a) für den Kolonisten : gut, b) für Viehzucht: gut, c) für den Ackerbau: zweifelhaft. 4. Bodenverhältnisse a) für Viehzucht: gut, b) für Ackerbau : massig o ier schiecht. 5. Bodenschätze: gering oder nicht vorhanden. Warburgs Artikel schliesst mit den Worten: „Eine rationelle Kolonisation dieses Gebietes mus8 demnach von der Viehzucht ausgehen, Ackerbau und Gartet^ Wirtschaft kommen f.irs erste nur als Nebenbetrieb in Betracht», sowie in Form von Versuchen. Für eine Montanindustrie fehlt es bisher an j<>der Grundlage. Ausbeutbare Naturprodukte wird es aüsser etwas Holz und sehr wenig Elfenbein kaum geben, für Kautschukpflanzen liegt das Gebiet zu hoch über dam Meere. Solange die Viehzucht die Basis der Kolonisation bildet, wird sich ein reger Handel nicht entwickeln können, denn die Bevölk rung wird gering an Zahl und Konsumkraft sein, auch bedürfnislos und wird sich meist von den Landepproduktrjn nähren» Reichtümer werden die Kolonisten auch nicht leicht erwerben kö nen, hingegen werden sie ein freies, gesundes und unabhängiges Leben führen, etwa wie die Buren in Südafrika." Aus dem Inhalte dieser Nummer führen wir noch an:DieLebensanschauungdesIdealismus. Von B. Wolff. Geburtstag. Von Otto Abeles. S c h i r Haschirim. Von Hugo Zuck^rmann. Die Purimfeier in historischer Beleuchtung. Von Dr. Max Steif. Heimkehr. Von Herrn. Sternbach. Einen interessanten Aufsatz über Marie Cohen (Hamburg) wollen wir besonders erwähnen. Er bringt uns tatsächlich Neues und führt uns eine jüdische Künstlerin vor, von der wir noch viel Schönes zu erwarten haben. Ausserdem sind noch lesenswerte Beiträge von Bernhard Münz, Dr. W. Liebmann, Thekla Skorra, Schalom Asch und Ed. Weiss in diesem Hefte enthalten. —r. Dem „Hazofe" wird aus Jaffa geschrieben, dass die „Alliance" in Jerusalem einen Kindergarten eröffoet habe, nachdem bereits mehrere Kindergärten von dortigen nationalgesinnten Juden gegründet wurden. Während aber in diesen die Kinder nur h ebräi«ch sprechen, führte die „Allianc*" ein, die Hälfte d^s Tages häbräisch und die andere Hafte französisch mit den Kindern zu sprechen; sie scheint zu fürchten, dass die Kinder nirht zur Assimilation fähig sein würden und so müssen die 3—4jährigen Besucher eines Kindergartens zwei Sprachen zugleich reden! H e b r ä u s. Briefkasten. P. T. Vereine „Emunan", „Hasmonäa", „Bar Giora*. Dem Presskomitee d^s L.-K. übergeben. T. S. „An Zion\ Dankend abgelehnt. 0. F., Karte. 1. Bisher leider unmöglich. Sobald es geht. 2. Artikel für Mai erwartet. Gruss. W. A. Idelsohn, R. ,The Maccabean", New York 320 ßrodway. P. Walk, ßr. Die Nummer 35 von 1903 ist nicht ersehenen. Einzelverein Fünfhaus. Dem Presskomitee des L -K. übergeben. E. K., Gliniany. Sie tun am besten, solche Beträge an die Administration der Zeilschrift „Altneuland" zu senden. L. G., Wien. Manuskript erhalten. SPENDEN für den Nationalfonds: Coupons Nr. 2 der Jüd. Kolonialbank wollen nicht eingesendet werden. Erst die nächste Generalversammlung wird über die Dividende pro 1904 Beschluss fassen und damit den eventuellen Wert des Coupons Nr. 2 deklarieren. Sammlung: bei Brith-Milah im Hause Arthur Fülip in Roman-Resicza.................. 20.—* Monasterzyska: Sammlung Duhl und Kümmel bei Hochzeit Silbermann-JacoDowicz : braut K 0.50, Frl. Robin söhn 0.40, Fr. Robinson 0.40, die Fräuleins: Nadler,