Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 9 (1905)
- Issue
- 13 (31.3.1905)
- Date
- 1905-03-31
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 13 „bis * weit11 Seite 11 Ferner sind Karten zu haben: durch alle Vereinsmitglieder, im Cafe de France und an der Tageskasse des Deutschen Volkstheaters. * * * Zionistische Vereinigung für Deutschland (Zentralbureau). Berlin, 23. März 1905. Das Zentralbureau der Zionistischen Vereinigung für Deutschland befindet sich vom 1, April d. J. ab W. 66. Mauerstrasse 2. III. Teiephonamt I. 5181 (durch Pielmann & Schüssl er). Jüdische Mädchen und Frauen! Wir fordern euch auf, am soeben errichteten Kurse für Zionismus und seine Geschichte teilzunehmen. Die Referenten werden in anschaulicher Weise binnen zirka 8 Wochen die am Kurse teilnehmenden Damen mit unserer Bewegung in allen ihren Schattierungen, mit ihrem Werden und ihrer Entwicklung, ihrer Geschichte und Literatur bekannt machen. Im Herbste folgt dann der erste Teil der Kurse: „Jüdische Geschichte14, der des nahenden Sommers wegen verlegt wird. Am Kurse können nur Damen teilnehmen. Di* Teilnehmerinnen zahlen einen einmaligen sehr geringen Regiebeitrag. Die Kurse finden im Kongressburpau, IX., Türkenstrasse 9 3. Stiege, statt, und zwar vorläufig jeden Donnerstag V»8 Uhr abends. Es ist hohe Zeit, dass auch wir Jüdinnen unsere Bewegung näher kennen lernen und uns so für unsere Pflichten in Haus und Familie vorbereiten. Wir erwarten bestimmt, dass zahlreiche Jüdinnen die Bedeutung dieser Kurse nicht verkennen werden. Mit Zionsgruss Das Komitee. Anmeldungen sind zu richten an Dr. Joachim G r ü b 1, Wien, XX., Klosterneuburgerstrasse 1. * * * Verein jüdischer jugendlicher Arbeiter Wien, IX., Türkenstrasse 9. Einladung zu der am Sonntag den 9, April 1905 im Festsaale der Restauration Edelhofer, IL, Roten Sterngasse 7a, stattfindenden Vortragsakademie mit gewähltem Programm. 1. Vorlesung des Schriftstellers Herrn Felix Saiten (aus eigenen Werken). Hierauf Gesangs- und Musiksvorträge bewährter Kunstkräfte. Das eventuelle Reinerträgnis dient zur Vergrösserung der Vereinsbibliothek. Beginn präzise 3 Uhr nachmittags. Regiebeitrag 50 Heller. Die Vereinsleituiig, Karten sind zu haben : Im Cafe" zur Börse, I.; Wipplingerstrasse 35; im Cafe Central, IL, Taborstrasse 25; im Cafe" Herz, IL, Untere Augartenstrasse la; in der Restauration Edelhofer; im Cafe Wassner, XX., Klosterneuburgerstr. 16, sowie an der Kasse. * * * Jüdische Toynbee-Halle. Wien, XX., Karajangasse 20. Vortragsordnung: Sonntag, 2. April. Dr. H. Kohn: Moral und Recht. Montag, 3. April. Dr. J. Jerusalem: Geschichte der Arbeit. Dienstag, 4. April. Dr. J. Samuely: Beethoven. Mittwoch, 5. ApriL Professor Dr. J. Pollak: Körper und Seele. Donnerstag, 6. ApriL Professor Dr. S. E h r m a n n : Die Kunst im Völkerleben. Freitag, 7. ApriL Bibelerklärung. Samstag, 8. ApriL Konzert. MitdiesemKonzertewirddas diesjährige W i n t e r-(V o r t r a g s-)S emestergeschlossen, Die Kurse, dieimFebruarbegonnenhaben, dauern weiter fort. f^us der )$eifceguf)g. * Gedenket des Schekeis! Voranzeigen. Wien. („P o al e Ziona.) Samstag den 1. April findet im Restaurant Hirschbein, IL, Schiffamtsgasse 20, ein Vortrag des Herrn A. Freud über das Thema: „Poale Zion und der Kongress" statt. Diskussion. Gäste willkommen! Beginn 7,8 Uhr, Sehluss 3/,10 Uhr abends. Wien. Verein jüdischer jugendlicher Arbeiter Wien IX., fürkenstrasse 9.) Vereinsabend jeden Sonntag halb 6 Uhr. Sonntag den 2. April um 5 Uhr Vortrag des Herrn W. Elchanan: Die Stellung des jüdischen Proletariats im Zionismus und in der Sozialdemokratie. Wien. Der1 Einzelverein des „Zion" „Leopoldstadt- Praterstrasse", veranstaltet Mittwoch, 5. April, im Cafe" Sport, II. Schüttelstrasse 73, einen Agitationsabend mit dem Tnema: »Der Zionismus und seine Gegner". Referent : Dr. E. M. Zweig. Beginn 8 Uhr abends. Die zionistischen Vereine werden gebeten, sich möglichst vollzählig zu beteiligen. Wien. (Jüdisch-nationaler Arbeiterverein, XV., Sechshauserstrasse 12) Im Vereinslokale finden wöchentlich Vorträge statt, welche sich eines grossen Zuspruches von Seiten der Mitgliedschaft erfreuen. Die Vereinsleitung ersucht zur Erleichterung ihrer Arbeit p. t. Gesinnungsgenossen, welche die Freundlichkeit hätten, in dieser jungen Organisation einen Vortrag zu halten, ihre Namen baldigst bekanntzugeben, um ein Programm entwerfen zu können. Meran. Das Komitee der S m o 1 e n sk y-Gedenkfeier versendet tolgende Einladung : P. T. Sie werden hiermit höflichst eingeladen, an der aus Anlass der 20. Wiederkehr des Todestages des um das Judentum und die neuhebräische Literatur hochverdienten Dichters Perez Smolensky von Verehrern desselben veranstalteten Gedenkfeier teilzunehmen, die am Grabe des Dichters auf dem hiesigen israelitischen Friedhofe am Sonntag den 2. April dieses Jahres (26. Weadar 5665), mittags 12 Uhr, abgehalten werden wird, wobei die neuerrichtete Grabeinfriedung ihrer Bestimmung übergeben und Herr Rabbiner Dr. T ä n z er die Gedächtnisrede halten wird. Berichte. Wien. Der zionistische Frauen- und Mädchen verein „Fünfhaus" veranstaltete am 14. d. M. in den Verbandssälen VI., Königseggasse 10 eine Akademie mit Tanzkränzchen. Das Fest nahm einen glänzenden Verlauf. Herr Direktor Theodor Plowitz war eifrigst bemüht, das Programm der Akademie interessant zu gestalten, was ihm auch völiig gelang. Das Publikum nahm die gebotenen Leistungen sehr beifällig auf und unterhielt sich prächtig. .Nach Sehluss der Akademie gab sich die zahlreich erschienene Jugend bis zum Morgengrauen dem Tanze hin. Der rührige Ausschuss des Vereines darf mit dem Erfolge des Festes nach jeder Richtung hin zufrieden sein. Das schöne Erträgnis fliesst zionistischen Zwecken zu. Hamburg. Vor kurzer Zeit hielt Herr Moritz I. Wolf in der hiesigen Ortsgruppe einen Vortrag über „Jüdische Mischehen". Der Redner wies in seinen gediegenen, sachkundigen Ausführungen darauf hin, welche Gefahr für den Bestand des Judentums die Zunahme der Mischehen bedeute, und gelangte zu einer entschiedenen prinzipiellen Ablehnung der Mischehe. Bezeichnend sind folgende, dem Redner von den Hamburger Behörden zur Verfügung gestellte und bisher unbekannte Zahlen : Von 1881 bis 190$, also in 23 Jahren, sind im Hamburgischen Staate geschlossen worden: 2278 rein jüdische Ehen, 352 christlich-jüdische Mischehen (Mann christlich, Frau jüdisch), 446 jüdischchristliche Mischehen. Mithin bilden die Mischehen fast 267, der Gesamtzahl an Ehen unter den Juden oder jede siebente jüdische Braut und jeder fünfte jüdische Bräutigam heiratete einen christlichen Ehegatten. Im Jahrzehnt 1881 bis 1890 war die Zahl der Mischehen durchschnittlich pro Jahr 28, im Jahrzehnt 1891 bis 1900 pro Jahr 36,7. Das Jahr 1901 brachte die enorme Zahl von 73 Mischehen neben überhaupt nur 98 rein jüdischen Ehen. 1902 betiug die Zahl 33 neben 76 rein jüdischen Ehen, 1903 betrug die Zahl 45 neben 110 rein jüdischen Ehen. Die gut besuchte Versammlung spendete dem Redner für seinen vorzüglichen Vortrag lebhaften Beifall. Lüttich. Vor einem Jahre ist es unseren Genossen gelungen, einen zionistischen Studenten verein „Kadimah16 an der Universität unter grossen Mühen zu gründen. Der Ver-