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Die Welt · 1905-02-17 · 7 (17.2.1905) · page 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
9 (1905)
Issue
7 (17.2.1905)
Date
1905-02-17
Page
– (sequence 16)
Language
German
Belongs to
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.*« pifl J Seite 16 #lbi* # W$ItM Nr. 7 wird dem Cheder noch heute vom Gros des östlichen Judentumes der kostbarste Schatz anvertraut, den es besitzt, seine Jugend! Und viele, viele derjenigen, die in den nächsten Jahrzehnten eine führende, vielleicht eine entscheidende Rolle im Judentum spielen werden, werden das Cheder passiert, seinen Unterricht genossen haben! So hat denn der Belfer auch gewissermassen den Schlüssel der zukünftigen Entwicklung in der Hand und die Rolle, die ihm zukommt, darf nicht unterschätzt werden. Es war daher ein glücklicher Gedanke der Krakauer Zionisten, die Belfer zu organisieren, und zwar in einem Bildungsverein zu organisieren, der es möglich macht, die allgemeine und jüdischeFortbildung dieser „Unterlehrer" zu fördern, und so eine schöne Perspektive auf eine künftige, auf Pädagogik und Hygiene aufgebaute Reform des Cheders eröffnet. Der Krakauer Verein „Tuschijas Osrim" zählt die Majorität der Krakauer Belfer zu seinen Mitgliedern. Draussen blieben diejenigen, die sich von ihren Melamdim mittels Drohungen und Vorspiegelungen von der Schädlichkeit des Zionistenwerkes überzeugen Hessen. Den Mitgliedern des Vereines ist die Möglichkeit geboten, ihre mangelhafte Vorbildung — es gibt darunter auch Analphabeten, — zu vervollkommnen. Allabendlich finden Kurse statt; Polnisch, Deutsch, Hebräisch und Jüdisch wird von berufenen Kräften gelehrt. Ein Jurist, der das Sekretariat übernahm, steht dem Ausschusse aufopferungsvoll zur Seite, In dem Judenviertel befindet sich das Vereinslokal. Wir wollen für einen Augenblick eintreten. Ein schlichtes geräumiges Zimmer, zwei Tische, drei Bänke, einige Stühle und Wandtafeln — und das Mobiliar ist erschöpft. Es wird gerade polnischer Sprachunterricht erteilt. Der Teilnehmer beiläufig dreissig. Lauter typische Belfergestalten. Das Haupt des Lehrers ausgenommen, sind alle Häupter bedeckt. Nach der Weisung des Lehrers wird fleissig geschrieben und gelesen. Mustergiltige Ordnung und Ruhe. Wir lassen die Leute aufrufen. Jeder Aufgerufene antwortet gelassen, laut und korrekt. Ein inniges Band der Achtung und der Liebe verknüpft sie mit ihrem Lehrer und dieser gute Dämon — eine Ironie des Zufalls — heisst Teufel. Staunend stehen wir da und beobachten eine Weile das Schauspiel; fast will es uns unglaublich scheinen, dass in die Reihen dieser jungen Leute soviel Ordnung gebracht werden könnte. Hier die Ankündigungstafel des Ausschusses : ein Abend mit zionistischem Programm. Dort das Verzeichnis der Abendkurse: Freitag abends — so klärt uns der Sekretär auf — Lektüre und Erklärung ausgewählter Artikel aus der „Welt", sonst Unterricht. Freudig erregt verlassen wir dieses — Belfercheder. Unser Herz bewegt die Hoffnung, dass auch für das Kindercheder vielleicht einmal bessere Tage kommen werden. Wir werden dann das meiste Recht haben, stolz darauf zu sein. efw. An die P. T. Gesinnungsgenossen! Infolge der Uebernahme des Referates der Presse (insbesondere „Welt") seitens des dermaligen Herausgebers dieser Wochenschrift wird der Redaktionsschluss für sämtliche Einsendungen auf Montag Mittag festgesetzt. Später einlangende Artikel und Publikationen können natürlich erst in der nächsten Nummer Raum finden. Wir bitten die Herren Mitarbeiter und Gesinnungsgenossen, von dieser Einrichtung Kenntnis zu nehmen. Die Redaktion. Briefkasten. L. K., Wien, Das ist uns unbekannt, Fragen Sie dort, wo sie es zuerst erfahren haben. j. S., Kassa. Herr Samu Bettelheim, Pozsony. Versuch. Senden Sie uns das Manuskript. Wann es (im Falle, dass wir es akzeptieren können) erscheinen wird, hängt von der Zahl der bereits früher eingesendeten Manuskripte ab. „Die Zionisten" A. D., Krakau. Dankend abgelehnt. Stud. med. H., „Brief an Elsa". Dankend abgelehnt. B. H., „Mutterliebe". Dankend abgelehnt. Vielleicht anderes, weniger Krasses. L. Sch., Zagreb. Nach unserem Abkommen mit dem österreichischen Landeskomitee wird der Bericht dem Presskomitee desselben übergeben und in seinen „Mitteilungen" demnächst erscheinen. Dank und Gruss. An die P. T. Einsender. Unverlangte Manuskripte werden nicht retourniert. Die Redaktion ersucht daher, keine Retourmarke beizulegen. Sie wird nicht verwendet SPENDEN für den Natloaallonds: David Moses und Frau in Zarszyn zur Hochzeit Chane Chaim-Moses Kanarek, Josefov.......... 0.60 Nathan Mick, Radautz, zur Hochzeit Benedikt 1.—, ein Gg., der Dr, Benedikt beim Zusammenstellen der Nationalfondslisten behilflich war 0.60....... 1.'60 S. Melzer, Rohatyn, zur Installierung des Rabbiners Nathan Lewin in Rzeszow............. 1.20 Mitglieder des zionistischen Arbeitskomitees, Tarnow. „Bar Kocbba«................. 0.70 Czernowitzer zionistische Mittelschüler, Sammlung M. Schindler: Kahan K 2.—, Weiss, Kohn, Fischer ä 0.60, Zumer, Schindler, Frl. Lauf er, Dulberg ä 0.50, Diamant 0. 40, Meisner 0.30, M. Wurmbrand, Baitinester, J. . " Wurmbrand, Moser ä 0.20, Rosentover, Kinsbrunner, Katz, Hilferding, Diamant, Reiter, Buchbinder, Schärf, |g jg) Eisenberg, Mieles, Haber ä 0.10, Sammlung Buchbinder 2.80. Dr. Herz 1.................11.20 Sammlung A. Häusler, Kossow, zur Jahrzeit seiner in Erez Israel ruhenden Mutter Rifka......... 1.— Hermann Kerzner zur Hochzeit F. Gold-Frl. H. Broch, Stanislau.....................!•—- Samuel Safier, Tarnow, zur Verlobung Soffermann, Drohobycz-Frl. Bonat, Tarnow........... 0.60 J. F. in N. D.................... 47.14 L. Luft und Frau in Lemberg zur Hochzeit Salzberger- Brandl...................... 0.50 M. Schwarzbach, Skala, zur Hochzeit Nagler, Grzymalow- Frl. Menczl, Pasieczna. „Haschachar"..... 0.60 Bianca und Zawu Hüttner, Zazulince......... L— „Tikwah", Suczawa, zur Hochzeit Benedikt...... 1.— „Bnoth Zion", Kuty, zum Geburtstag Hilda Stein, Frau Schattner, Frl. Terner, Margulies, Windreich, Horowitz und Gelernter ä 0.40, Frl. Locker 0,30, Bykel 0.50, Gelernter 0.20. ab Porto........t 3 30 Sammlung A. J. Amoday bei Verlobung Frl. Mizzi Brener-Leon Fuchs, Agram............ 14.93 Dr. Arnold und Anton Kolb, Triest, zur Hochzeit Emil Fried......................#. 1-— Nationalfondskommission, Böhmen: Jüdischer Volksverein „Zion" K 25.—, Jüdischer Frauenverein Prag : Verzichtleistung von Dr. Bergmann auf Reiseentschädigung 20.—, Sammlung Frau Löwy 1.—, Sammlung Frau -:, Guttmann bei Hochzeit Brock-Ehrmaan, Wodnan 10.60, Dr. Benedikt 25.—, Frau Roubitschek 31.60 56.60 Tarnow N e i g e r................ 1.80 „Zion", Kossow: L. Kandel, B. Goldstein, S. A. Häusler, @^ti.^ S. Horowitz, O. Gärtner, L. Gärtner, N. Schönhorn, <^ D. Vogel, W. Krumholz, L. Gottesfeld, L, Gärtner, A. Drucker, D. Engler, H. Tannenzapf, E. Finster, S. Locker, S. Kaufmann, E* Sehneeberg, J. Hillmann h 0.20, J. Schauber, M. Schauber, J. Häusler, M. Riegler, B. Riegler ä 0.16, A. Eltiss, E. Tannenzapf, L. Grebler ä 0.12, L. Gottfried, F. Eltiss, A. Kreisel, A. Grebler ä 0,08. Benedikt................ 5.28 E. Wechsler zum Geburtstag ............. 2— Akad. „Erez Israel*, Wien.............. 2.46 Tarnow: Jac. Neumark zur Hochzeit Bienenstock-Noer 1. —, Prozess gewonnen 1.—, J. H. Holzapfel 0.12. Neig er..................... 2.12 Isak Leuchter, Tarnow, ä 0.60 zu den Hochzeiten Bienenstock-Noer, Tarnow und Gottreich - Geller- Gorlice...................... 1.20 A. und Gh. Felberbaum, Tarnopol.......... 10.— Zionistenverein Kopenhagen von Versteigerung einer Flasche Bier und eines Kronenstückes ....... 10.13

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