Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 9 (1905)
- Issue
- 3 (20.1.1905)
- Date
- 1905-01-20
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 3 „bi* 25s W$lt" Seite 9 Montag, 23. Jänner. Dr. Josef Jerusalem: Oesterreichi- La- ■* f^aY^0981111^8?^^1^^ 1 . * Jpiensja^ $£tjänner. -Aä^i^a^ A/b^i6 a h a m,:;. ".Die Jaden und 'der AtkoholisniusY \ « " Mittwoch, 25. Jänner. Professor Dr. J.Po Hak: Bau und Verrichtung der Sinneswerkzeuge. Donnerstag, 26. Jänner. Ernst Müller: Aus jüdischer Geschichte. 1. Freitag, 27. Jänner. Bibelerklärung. Samstag, 28. Jänner. Konzert. Küs der ]$e&eg(it)£« > Gedeaket des Schekelsli -B'r-flwv . ' <!.■*;■■ 1/ , i= Das gefertigte Distriktskomitee hat in Erfahrung gebracht, dass ein Herr Robert Guttmann aus Prag sich als Vertrauensmann der zionistischen Partei ausgibt und Sammlungen angeblich für zionistische Zwecke vornimmt. Das Distriktskomitee teilt mit, dass Herr Guttmann von niemandem berechtigt wurde und mit der zionistischen Partei in keiner Verbindung steht Das zionistische Distriktskomitee für Böhmen* Voranzeigen. Wien. Der Verein zionistischer Hochschüler „Theodor Herzl" veranstaltet Samstag den 21. d., V28 Uhr abends, im Kongressbureau (IX., Türkenstrasse 9) anlässlich des 20. Todestages Perez Smolenzkys einen Smolenskyabend. Bei dieser Gelegenheit wird ein Chamischa-Assarbuffet vom zionistischen Mädcheovereine „Morian" in gewohnt liebenswürdiger JWeise beigestellt. Ausführliches Programm am Festabend. Entree frei. Sf §Wi«n. „Theodor Herzl«. Sonntag den 22. d., 7 Uhr abends findet im Vereinslokale (IL, Förstergssse 8) die Fortsetzung der Diskussion über „Gegenwartsfragen im Zionismus" statt. Referent: Herr Waschitz vom L.-K. Gäste willkommen. Wien. Literarischer Geselligkeitsverein jüdischer Mädchen „Moria". Sonntag den 22. d. M. wird ein Vortrag des Herrn Dr. Paul Weisengrün stattfinden. Thema vorbehalten. Beginn präzise 37a Uhr nachm. im Kongresssaale, IX., Türkenstrasse 9. Gäste herzlich willkommen. Wien. Einzelverein Wien-Döbling. Die Mitglieder dieses Vereines treffen sich — zwanglos — jeden Dienstag ab 8 Uhr abends im Cafe Döbiing, XIX. Hauptstrasse 39. Gäste willkommen. Berichte» Wien. Am 15. d. M. fand im Kongressbureau eine Versammlung der Obmänner sämtlicher jüdisch - nationaler Vereine und Verbindungen Wiens statt, in der unter dem Vorsitze der Herren jur. Fritz Löhner und ing. Jakob Rohrlich nach langer, eingehender Debatte die Gründung einer die gesamte jüdisch-nationale Studentenschaft Wiens umfassenden Organisation mit Stimmeneinhelligkeit beschlossen wurde. Es traten derselben bei die folgenden Verbindungen und Vereine: „Bar Giora", „Bar Kochba", „Erez Israel", „Ivria", „Jordania*, „Kadimah", „Lesehalle", „Leo Pinsker", „Makkabäa", „Theodor Herzl", „Unitas". Zum Obmann der Organisation wurde jur. Fritz Löhner, Ob mann Stellvertreter jur. Schlesinger, Schriftführer jur. Gottfried gewählt. Zur Vertretung der Interessen der jüdischen Studentenschaft an den Wiener Hochschulen wurde ein Hochschulausschuss von obigen drei Herren, jur. Hanns Fischl und ing. Jakob Rohrlich gebildet. Die Organisation plant die Gründung eines Diskussionsklubs, eines Atletik- Sportklubs, die Zentralisierung der jüdischen Studenten- Unterstützungsvereine und — in fernerer Zeit — die Erbauung eines jüdischen Studentenheims. Wien. Einzslverein „Fünfhaus" des „Zion". Mittwoch den 11. d. M. fand in Neumanns Lokalitäten, XIV. Bezirk, Schwendergaase 1, die siebente ordentliche Generalversammlung des Einzelvereines „Fünfhaus" des „Zion" statt. Präsident Herr Dr. Kren berger erstattete Bericht über die Wirksamkeit des Vereines im abgelaufenen Jahre, den Kassenbericht erstattete der Revisor Herr S. Bernhard. Sodann referierte Herr J. Kraus, Redakteur des »Jüdischen Volksblattes*, über Wiener Kultusleben. Seine treffenden Ausführungen erzielten teils Heiterkeit, teils stürmische Entrüstung. An der hierauf folgenden kurzen Debatte beteiligten sich die Herren Freund, Ant. Stern, Dr. Zweig und Dr. Krenberger. Ausserdem noch Herr N. Grossmann, der einen Antrag auf ewige Ehrung des Herrn Dr. Herzl stellte. Wien. Jüdischnationaler Arbeiterverein. 8. Jänner Generalversammlung. Ausschuss : Bock, Hasterlick, Reissmann, Pollak, Klauber, Kopfstein, Fried, Bunzl, Mechor, R^iss, Schneider. Rechenschaftsbericht Saldo von K 50.29. Die Bibliothek von 250 Bänden eröffnet. Wien. (Verein jüdisch-jugendlicher Arbeiter.) Am 8. d. M. fand im Lokale der Jüdischen Toynbeehalle eine Vortragsakademie statt, welche einen animierten Verlauf nahm. Bei Eröffnung erinnerte Kollege Max Schacherl, dass gerade die vom A.-C. festgesetzte Trauerz^it um unseren uüVergesslichen Herzl um sei, worauf unser Gg. Emil öbernik einige Szenen aus Herzls „Neues Ghetto" rezitierte. Mediziner Maschow hielt einen ungemein beifällig aufgenommenen Jargon Vortrag, während Herr Oftkar Rosenfeld im Vereine mit Herrn Weltner den musikalischen Teil des Programmesbesorgten. Herr Quartner rezitierte meisterhaft Gedichte von Morris Rosen Md. Nebst zahlreichem Publikum erfreuten uns ausser den Mitgliedern der jüdischen Studenten vereine „Die Makkabäer", „fvria" und „Theodor Herzl", auch Vorstandsmitglieder der Toynbeehalle mit ihrem Besuche. In seinem Schlussworte dankte Kollege Max Schacherl der Leitung der Jüdischen Toynbeehalle für die freun dliche Ueberlassung des Lokales und forderte die Anwesenden zu eifriger Agitation auf. N.-F. ges. Makkabäerfeiern der Verbindung „Ivria". Oderfurt. Die Makkabäerfeier am 25. Dezember erfreute sich eines zahlreichen Besuches. Als Festredner sprach jur. Schöahof. Die Tendenzrede hielt cand. ing. Zweigental. Um die gelungene Aufführung von Herzls „Flüchtling" machten sich verdient die Damen Frl. Milly Baron und Frl. Grete Lerchenfeld. Frl. Mania Buchsbaum sang die Arie aus der „Jüdin* von Halevy und „Und wenn es doch nicht sollte sein" von Dr. Berthoid Hahn. Die Klavierbegleitung besorgte Frl. Mitza Baron. Für den Nationalfonds wurden 15 K gesammelt. Dombrau. Die Makkabäerfeier fand am 26. Dezember unter zahlreicher Beteiligung der Juden aus der Umgebung statt. Die Reden fanden lebhaften Beifall und ist der agitatorische Erfolg dieser ersten Makkabäerfeier im Karwiner Gebiet ein durchaus befriedigender. Friedek. Die am 29. Dezember veranstaltete Makkabäerfeier verlief in würdiger Weise. Die Festrede hielt stud. jur. Ernst Wechsberg. Als Tendenzredner sprach cand. ing. Zweigental. Herr Oberkantor Weiss sang zionistische Lieder, Herr Weinberger rezitierte, Herr Rosenberg trug, von Frl. Olga Weiss begleitet, einige Violinstücke vor. Prossnitz. Samstag den 7. d. M. fand hier ein vom, Einzelverein „Zion" veranstalteter Diskussionsabend statt an dem Herr Dr. Kadisch das Referat übernahm. Er sprach über „Die Nationalitätenfrage und die Juden Oesterreichs Grosser Beifall. Diskussion. Göding. Am 8. d. M. veranstaltete die jüdisch-akademische Ferialverbindung „Gamala" in Göding eine Makkabäerfeier. Die Makkabäerede hielt Dr. Egon Zweig, Vorträge Herr Moor (Gesang) und Bundesbruder Wechsler (Violine). Sammlung für den Nationalfonds. Zum Schlüsse Tanzkränzchen, Tarnobrzeg. Vererein „Zion". Die Zahl der Mitglieder 120. Die Intelligenz tritt bei. Makkabäerfest nach vielen Jahren bedeutungsvolle Manifestation. Der Verein dankt den Herren Hermann Engelberg einerseits und Dr. Josef Dallet, Simon Burstin etc. andrerseits, ersterem für den schönen musikalischen Teil, letzterem für die gelungene Festrede und Choraufführung. N.-F. gesammelt. Dem Andenken Rambams wurde eine Festbeleuchtung und Vortrag gewidmet. — Unter der Leitung M. Burstins hat sich ein hebräischer Kurs aus zwei Abteilungen gebildet, wo über 40 Kinder d^r Mitglieder unentgeltlich nach der Methode »tpn *&b* unterrichtet werden. A. B. F. - Lemberg. „Theodor Herzltf-Abend des Vereines der zionistischen Handelsangestellten „Achwah" am 14. d. M. im grossen Saale des Vereinps „Jad Charuzim". Der Vereinspräses Herz eröffnete mit einer temperamentvollen Ansprache. Glanzpunkt Rede Gg. Stand, der als enthusiastischer Verehrer des grossen Toten den richtigen Ton fand, um die Versammelten in die feierlichste und gehobenste Stimmung zu versetzen. Klavierproduktionen der Pianistin Fräulein Eweline Rosenbusch. Ein kleines Mädchen, Fräulein Polturak, deklamierte mehrere hebräische Gedichte und fand ebenso Beifall wie der Gymnasiast Menasches durch den Vortrag einiger Violinpiecen. Gg. techn. Flamm deklamierte,