Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 8 (1904)
- Issue
- 53 (30.12.1904)
- Date
- 1904-12-30
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 10 „bie w^it11 Nr. 53 solchen Fällen, wo die Kultusgemeinde die Kosten auf sich nehmen würde, eine besondere vorgängige Bewilligung des Landesseliulratos zur Teilung der Klasse, macht also schon den Beginn des Unterrichtes von Fall zu Fall von einer besonderen Bewilligung abhängig. Auch gegen diese geplante Abänderung, welche sich gleichfalls als eine Verschlechterung des israelitischen Religionsunterrichtes darstellt, hat der Vorstand Einsprache erhöbe]!. (Am 25. ds. erhielt die neue Schulgesetznovclle die kaiserliche Sanktion.) fribäne. (Flr diese Rubrik ist die R*daktioi nicht verantwortlich.) Marken für den Nationalfonds. Folgende Gesinnungsgenossen haben für den N.-F. Briefmarken eingesendet : Wien: Frh E. Österreicher, S. M. Hönigsberg, jur. H. Fischl, A. Kreiterblüth, „Unitas", Maler Thau, Frau Ravicz, Frl. Eitelberg, Frl. Klarnett, Frl. Buliczka, Doktor Kreisler, Dr. H. Roth, A. Urmand, Ambros Bei, Brüder Weitzmann, Zionistische Mittelschüler Wiens durch Ben Abraham, Karl HofTmann durch Verlag „ZionK, Rieser, W» Schlesinger, stud. Stark, Frl. Rosa Hochbaum, Architekt O. Marmorek, Frl. Ida Bass, Unbekannter durch Verlag „Zion", Pepi, Frl. H. Schulmann, Frl. A. Brill, Frl. B. Feuer durch Verlag „Zion", „Unsere Hoffnung", Monatsschrift für die reifere jüdische Jugend. Stryj: Natan Schönfeld, Landesberg. Pilsen: Reschmann, Schön. Lemberg: A, Enreich. Manchester: M. Silbermann. New York: W. J. Korm. Dessau: Frh H. Hartbrod. Teschen. N. N., Karl Gerscha. Hamburg: J, S.Heidelberg: C. Schapiro. D.-Tuzla: H. Wiska durch „Bar Giora*. B r a i 1 a : Schächter. Allen Spendern besten Dank und Zionsgruss. Die Philatelieabteilung der N.-F.-Kommission. *' * * Zur Nachahmung! Prag. Jüdischer Frauen verein, 7. Dezember im Hotel de TEurope Chanukafeier für schulpflichtige Kinder. Mehr als 300 Kinder. Herr Rabbiner Dr. Aladar Deutsch hielt die Festrede. Nach der Festjause wurde die von Frau Berta Markus-Florenz angeregte Kinderaktion eingeleitet. Die Vorsitzende des Vereines, Frau Sophie Roubitschek, hielt an die Kinder eine Ansprache, in der sie dieselben zum Sparen für den Nationaltonds (jede Woche zwei Heller) aufmunterte. Sodann wurden die Sparbüchsen sowie Zuckerwerk verteilt. Am Purimkinderfeste sollen die Sparbüchsen, hoffentlich recht voll abgegeben werden. Nationalfondssammlung K 4.80. In den ersten Tagen des Jänner spricht Herr Dr. Bergmann-Pardubitz im Jüdischen Frauenvereine über das Thema: „Mit oder ohne Charter?" dem mit Interesse entgegengesehen wird, ebenso einem Vortrage des Rabbiner Dr. Goldberger-Marienbad. Der genannte Verein gedenkt auch am kommenden Purimkinderfeste einen Basar mit weiblichen Handarbeiten zugunsten des jüdischen Nationalfonds zu veranstalten. Die Ausschussmitglieder stellten bereits recht schöne Stickereien gratis zur Verfügung; doch genügt das noch lange nicht. Es ergeht daher von dieser Stelle aus die höfliche Bitte an die geehrten Gesinnungsgenossinnen, diesen Basar, von dem wir recht viel zur Vermehrung unseres Nationalfonds erhoffen, ebenfalls mit freundlichen Spenden zu beschicken. Die kleinste, billigste Arbeit sowie grössere werden mit innigem Danke entgegengenommen. Abgabsstelle bei Frau Sophie Roubitschek, Prag, Stephansgasse 43. W. *• Jüdische Toynbee-Halle. Wien, XX., Karajangasse 20. Vortragsordnung: Sonntag, 1. Jänner: S. Abraham: „Die Juden und der Alkoholismus." Montag, 2. Jänner: Dr. A. Hausmann: „Der moderne Landkrieg IL* Dienstag, 3. Jänner: S. Bergmann: „Kulturhistorische Streifzüge durch zwei Erdteile." Mittwoch, 4. Jänner: Diskussion. Donnerstag, 5. Jänner: Dr. I. Samuely: „Japan, Land und Leute, II." Freitag, 6. Jänner: Bibelerklärung. Samstag, 7. Jänner: Konzert. * * * Wien. Donnerstag den 5. Jänner 1905, präzise lj28 Uhr abends, findet im Festsaale des Ingenieur- und Architektenvereines, L, Eschenbachgasse 9, ein Vortrag des Herrn Dr. M. Grunwald statt. Thema: „Simon von Trient". Eintritt frei ohne Karten. Aufruf des Vereines dthik nwsn zur Gründung einer jüdischen Volksküche in Antwerpen. Brüder und Schwestern! Eine tiefe zum Himmel schreiende Not gibt uns den Mut, das Eecht und die Pflicht, mit einer dringenden innigen Bitte an euch heranzutreten. In der hiesigen Stadt, als einem bedeutenden Hafenplatz, trat seit jeher das Elend der Auswanderer sichtlich zutage und hat in den Herzen unserer Glaubensgenossen noch stets das Verlangen nach energischer Abhilfe ausgelöst, dem immer die gute Tat beglückend und segenbringend folgte. Seit dem Ausbruch des russisch-japanischen Krieges ist aber die Zahl der Auswanderer hierselbst derart gestiegen, dass unser Verein „Hachnosath Aurchim" den gesteigerten Anforderungen in seiner bisherigen Organisation nicht mehr genügen konnte. Es wurde eine Generalversammlung einberufen, der diese Verhältnisse dargelegt wurden. Der aus der Versammlang heraus neuerwählte Vorstand wurde vornehmlich mit dem Auftrage betraut, die Verpflegung der hiesigen Auswanderer durch Errichtung einer Volksküche zu regeln. Brüder und Schwestern, es gilt die bitterste physische Not derjenigen zu lindern, die durch ein trauriges Schicksal die wichtigsten Bedingungen einer gesicherten Existenz eingebüsst haben. Ihr Vaterland reicht nicht weiter als die Sohle ihres Fusses, die Scholle der Heimat ist für viele auf immer unerreichbar, ihre ganze Vergangenheit ist abgeschnitten und ihre Zukunft ist trauriges, nächtliches Dunkel, das nur der unerschütterliche Glaube an Gottes Vorsehung und das Vertrauen auf Humanität und Bruderliebe ihrer Mitmenschen und Glaubensgenossen als einzige Sterne erhellen. Dieses Vertrauen spricht zu uns in der Sprache der Tränen und der Verzweiflung ^ud jedes jüdische Herz versteht diese Sprache. Brüder und Schwestern, es ist eine heilige Sache, zu der wir euch aufrufen, und keine Erwägung kann stark genug sein, um ein Zurückstehen in dieser Sache zu rechtfertigen. Alle, die ihr edles Herz dazu antreibt, mögen kommen und uns die Armen speisen helfen. Für unsere hiesigen jüdischen Mitbürger wird die Unterstützung unserer Sache aber eine besondere Ehrenpflicht sein, weil die Volksküche auch dahin ausgebaut werden soll, dass hiesige Familien bei Not- und Krankheitsfällen sich derselben in diskreter Weise bedienen können. Der Schriftführer: Der Vorsitzende: C h. Lamm. Direktor I. Nobel. Jüdischer Nafionalfonds* Das goldene Buch. „Chovevi Zion Society" in Bulawayo trägt die Herren Rev. M. J. Cohen, Hon. Chaplin, und Louis A. Rubinstein, Hon. Secr. ein ..............Pf. Sterl. 25.— „Daughters of Zion" of Wichita, Kans. . . . » „ 10.— Dr. Leopold Kahn, Wien.........Kronen 257,— „OhaweZion'in Woroneschzur Eintragung Dr. Herzls.............. „ 253.80 V