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Die Welt · 1904-01-01 · 29 (1904) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
8 (1904)
Issue
29 (1904)
Date
1904-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Nr. 29 lfbi* $ weit" Seite 5 Ströme von Tränen gesehen, die geflossen sind ans den guten, alten, treuen Augen, wer hat nicht pochen gesehen den Pulsschlag einer nach Hunderttausenden zählenden Gemeinde, an dem Tage, da wir den Schatz in die Erde legten ^J?-JKS ^21 tflBlttf *#n* Deshalb sei euch allen, teure Glaubensbrüder und euch zumal, ihr jüngeren Glaubensbrüder, Herzls Andenken heilig und gesegnet. Denn er zog in den Krieg '[-[ und wenn auch nicht im Namen der Beligion<; wer so für sein Volk kämpft, kämpft für Gott und steht beständig, wie unser Wochenabschnitt, wie unser grosser Führer es betonte vjg1} vor Gott bis an sein Ende. Und tief erregt und erschüttert lesen wir die letzten Worte dieses Grossen in Israel: Lasst mich bei meinem Vater schlafen, bis mein Volk mich ins heilige Land gebracht. Und können wir ihn nicht gleich dorthin bringen, lasst uns von seinem Fluge fortgetragen werden, ins heilige Land der Begeisterung für unsere grosse Sache und lasst uns alle ins Herz uns schreiben das grosse Wort ^KWÖl 'HÜ D^pJ DJTTll: Wir wollen rein sein vor Gott und vor Israel. rD"Db p"HS£ Das Andenken dieses Frommen und Gerechten, es wird für ewige Zeit in der unendlichen Geschichte gesegnet sein und bleiben! Amen! An die Trauerrede schlosssich das „El mole rachmim" und die nachfolgenden Ansprachen der zionistischen Delegierten aus den verschiedenen Ländern. Oskar Marmorek: Nicht um Herzl zu feiern, sind wir hier versammelt, nur um unserem tiefsten Schmerze Ausdruck zu verleihen, sind wir gekommen, um vor allem zu weinen, weinen^ weinen. Wie unendlich viel haben wir verloren, wie unselig ist der Stern, der über uns leuchtet. Jahrhunderte lang in Knechtschaft, in tausend Splitter zerschellt war unser Volk, bis Theodor Herzl kam, dessen kühner Geist sich dagegen autbäumte, dass es so bleiben müsse für alle ewige Zeit, weil es bisher so lange, allzulange gewesen ist; bis er in unerhörtem Mute an eine Aenderung der Verhältnisse zu denken wagte, sogar die Vermessenheit besass, es nicht bloss beim Gedanken bewenden zu lassen, sondern auch die tollkühne Entschlossenheit, an die Ausführung des Gedankens der Selbstbefreiung zu schreiten. Er erhob nicht nur die Fahne der Makkabäer, sondern er ergriff zugleich mit eigener Hand die Hacke des Pioniers zur Wegbahuung, zur Wegräumung aller Jahrhunderte alten Vorurteile und jenes bequemen Schutzwalles, welchen vorsichtiger Egoismus und ängstlich beschränkte Fürsorge um das Judentum aufgeführt hat, um dasselbe vor jeder Regung eines Eigenwillens zu bewahren. Er beachtete nicht den Staub, den er damit aufwirbelte, den Kot, der dabei aufspritzte, er beachtete nicht die Hindernisse, die ihm berghoch entgegenstanden und diejenigen, die ihm noch künstlich in den Weg gelegt wurden, er missachtete den billigen Hohn und den Spott und Trotz, der sich ihm entgegenstellte und ging nur gradenwegs den von ihm ausgedachten Weg weiter. Unter ihm blieb all das Gemeine. Wenn es auch leider viele in unserem Volke gib«, denen die Ahnung von der Grösse dieses grössten Juden seit Jahrhunderten noch nicht aufgedämmert ist; das Volk, das naive und unverdorbene, das bisher hoffnungs- und führerlos in Dumpfheit seines Weges gegangen war, es erkannte die grosse Leuchte in Israel und wendete ihm all seine Liebe, seine Begeisterung, seine Hoffnung, all sein Herz zu und darumsteht es jetzt fassungslos da und kann es kaum glauben, dass dieser Mann, seine Hoffnung, dahingerafft ward in der Blüte] seiner Jahre, in der Vollkraft seines Schaffens, dass Herzl, der in einem Zeitpunkt, da andere kaum Gedanken fassen können, schon Taten ausgeführt hat, die ewig verzeichnet sein werden im Buch der Geschichte, nicht mehr der Führer des aktiven Judentums sein soll. Sie weinen um einen Vater und können sich nicht trösten, aber sie haben ein Recht dazu, denn nicht sobald wird seinesgleichen für unser Volk wieder auferstehen. Mit ihm weinen alle, die das Glück hatten, ihm näher zu stehen im Leben, denn er hatte den Vorzug, dass er durch die Macht seiner Peisönlichkeit, die Grösse seiner Gedanken, die Kühnheit seiner Idee, die Willenskraft, Arbeitslust und Unermüdlichkeit jeden unter seinen Bann brachte. Und wir, seine engsten Mitarbeiter, jene, die das unvergessliche Glück hatten, durch eine Reihe von Jahren neben ihm tätig zu sein, neben diesem König Kärrner sein zu dürfen an seiner grossen Lebensarbeit, wir Mitglieder des A.-C. sind vor Allen niedergebeugt, niedergeschmettert durch den eirzigen Schmerz, den er uns im Leben zufügte. Wir beweinen in ihm den treuen Freund, den guten Kameraden, den edlen, einzigen Menschen, der uns mit dem ganzen Charme, mit der ganzen Macht seiner Persönlichkeit für alle Zeit gefesselt hat. Wir weinen aber auch in dieser Stunde um alle jene, die nicht um ihn weinen, die sich nicht bewusst sind, wer dahingeschieden ist, die nicht befreit sind von dem Zwiespalt, der unser aller Herz entzweischnitt, bis er kam, der uns den Weg zeigte, wie die Juden noch vor der physischen Befreiung die moralische erlangen und jene innere Harmonie finden können, die uns Juden des XIX. Jahrhunderfcs gefeht hat und die ihn auszeichnete alle Augenblicke seines Daseins. Die aber da glauben, dass er nur ein Meteor war am Himmel, dass mit seinem Tode jede Spur seiner Tätigkeit auf Erden aufhören werde, die irren sich. Seine Ideen und seine Wirksamkeit werden unvergänglich sein. Wenn auch seine Flamme erloschen ist, hat er tausende und abertausende Flämmchen entflammt, die weiter brennen werden. Um die ungeheure Bresche auszufüllen, die der Tod Herzls in unsere Reihen gerissen, müssen wir alle uns zusammenschliessen und immer bedacht sein: Wie würde es Herzl tun, wie würde eres beurteilen? Kein Monument in Wort oder Stein wollen wir ihm setzen, nur ein Monument gibt es für unseren Herzl, seine Leiche dorthin zu bringen, wo er zu ruhen wünschte, in das Land unserer Väter. Nachum Sokolow : D'jnrn — Dwwn mSnpe *pn& yötw rnan nms Sip? n:n Sipn ans wöv n n ■» p lyotw nn nwa natpn na an« crjnrn vibn min* n cnapn jo nwn ,own *dSk nn rus um c-jnrn }o mwx ]mhn njro ,idihj^ rn-cvrn ja ,o*3impn prn ^pDyeöi rmj?ön ^neo ,Sm rinn: Sy mhmn D*myn?nSun mana bzz nrt? n« mei hpk .upT.i ns on« m;irn njmn — nrhnsr. ,n*:ir.:n u;t -.im* juöTin üt:t\[ ,r\*nh%n?.Tnnn nn ns% map) ,m3 an va map: nv }vnsn p jn rupin nnSy ,jmnf? ,"nnw„ bv d^i rnjröp bv YV n&npi r;?\bp a^nan d*j#vi anaan p ,.vri3na Sjn ,nnjcjö nvysr nnby nnn paw Sr.a bv nwbpnxi njn ^a dj jan ,jan aipa ,nvav£-av .m nn\na wizn j?t *pivi npö nvi xb *nti£V? ian by nr:a ubn nnw „twS ma .rn vSva Saai ltreua — mn jan nm» ♦VD?n rwwb rrWn rraa ■pa.Ti ,nat&neön nyinn nraa mm anat> maaif? 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