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Die Welt · 1904-06-10 · 24 (10.6.1904) · page 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
8 (1904)
Issue
24 (10.6.1904)
Date
1904-06-10
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 24 „bi« & Welt Seite 11 Freitag 10., M.Diamant: Neues vom jüdischen Leben. Samstag 11., FraDzösisch. Sonntag 12., Dr. Jacobsohn : Das Radium. Montag 13., Französisch. Mittwoch 15., Französisch. Donnerstag 16, A. Back: Hebräisch. Donnerstag 16., Französisch. Freitag 17., M. Einhorn: Palästina. Samstag 18., Französisch. Samstag 18., M. Kopelovitch : D. Halevy's Neuestes Buch. Sonntag 19., Dr. A. Marmorek : Stanley. Montag 20., Französisch. Mittwoch 24., Französisch. Donnerstag 23., A. Back: Hebräisch. Donnerstag 23., Französisch. Samstag 25., Französisch. Sonntag 26., M. Liber: Bar Kochba. Sonntag 26., Mlle. Popik: Le fils de 1'EtuiK Montag 27., Französisch. Dienstag 28., M. Kopelovitch : Jüdische Geschichte. Mittwoch 29., Französisch. Donnerstag 30., A. Back: Hebräisch. Donnerstag 30., Französisch. Geehrte Redaktion! Gestatten Sie, dass ich Herrn Dr. Samuel aus Essen, den Sie ob des Erscheinens seines Geschichtsbuches unter dem Titel „Nationale Geschichtsklitterung" gebührend abfertigten, einige Worte in Bezug auf eine Talmudstelle, di er zitiert, berichtigend antworte. Herr Doktor! Wenn Sie den Talmud zitieren, um dem Nationalismus zu Leibe zu rücken, so müssen Sie besser ausholen als mit dem Zitate : „Wer sich der Verwandtschaft mit den Hasmonäern rühmt, schmäht seine Abkunft". Der Sinn dieser Stelle liegt ja in einem ganz anderen als in Ihrem Sinne auf der Hand : Ein wahrer Jude, ein wahrer Nachkömmling der Makkabäer, nimmt sein Judentum nicht wie ein Ritter, der, die edlen Hände im Schosse haltend, mit Ahnenstolz von seiner Bildergallerie redet. Ein Held rühmt sich nicht mit blossen Worten, dokumentiert selbst mit einer Heldentat, dass er der Sohn seiner Heldenahnen ist. Wer sich aber der Verwandtschaft der Hasmonäer bloss mit Worten rühmt, der also selbst ein Feigling, ein Fauler und nicht lebendiges Fleisch und Blut vom Fleische und Blute der Hasmonäer ist, sondern nur deren Verwandtschaft sich mit Reden rühmt, der die Frechheit besitzt, diese Nationalhelden im Munde herum zu führen, ohne selbst ihrer würdig zu sein, der schändet wahrlich seine grosse Abkunft. Das, Herr Doktor, ist der Sinn jener Talmudstelle, die Sie lächerlicher Weise gegen den Zionismus zitieren. Adolf Altmann, cand. Rabb. Jüdischer Nationalfonds, Das goldene Buch. Das Aktionskomitee wiederholt sein dringendes Ersuchen, die hebräischen Namen der Spender für das Goldene Buch umgehend an das Sekretariat des Kongressbureaus, IX., Türkenstrasse 9j einzusenden, da sonst die Eintragung in das Goldene Buch und die Ausfertigung der Diplome unmöglich gemacht wird. Als letzter Termin für die Einsendung wird der 15. Juli festgesetzt. Nach diesem Tage werden die Diplome in den Fällen, wo die hebräischen Namen nicht angegeben wurden, nur in deutscher Sprache ausgestellt. * * * Frau J. Rubin in Koffyfontein (Südafrika) Pf. SterL 1<>5.— Verein „Bneis Zion" in St. Petersburg . . . Kronen 335.— Verein „Chowewe Zion" in Cork zur Eintragung des verewigten Oberst Go ldsmid...............Pf. Sterl. 10.— Zur Eintragung des Herrn Dr. Theodor Herzl (Sammlung der „Welt") .... Kronen 28197 Zur Eintragung des Herrn Dr. »Salomon Kren berger (Sammlung der „Welt") „ 248.13 Zur Eintragung des Herrn Rabb. Leib Horowitz in Strvj (Sammlung der „Welt")......" . /........ „ 201.75 Richtigstellung. Iq Nr. 14 soll es heissen : Zionistenverein in Tula zur Eintragung des verstorbenen Gg. Michael Kowarsky Kronen 240.—. $fas de* JSeiftegai)ä- Gedenket des Schekels! Voranzeigen. Wien. Der allgemeine jüdische Arbeiterverein hat von nun an seinen Sitz IL, Untere Augartenstrasse 1 a (Cale Moller). — Samstag am 11. Juni, präzise halb 8 Uhr abends, findet im Vereinslokale eine öffentliche Veieinsversarnmlung statt mit der Tagesordnung: 1. Bericht über den Krakauer Parteitag der jüdischen Arbeiter und Handelsangestellten. Referent: Nathan Gross, 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Wien. Sonntag den 12. d.M. veranstaltet der Mädchenverein „Moria" einen Ausflug. Zusammenkunft halb 2 Uhr nachmittags, I., Liebenbergplatz. Fahrt nach Grinzing— Krapfenwaldel. Gäste herzlich willkommen. Berichte. Von Fels zu Meer. Es haben sich folgende Ortsgruppen neu gebildet: Trondhjem (Norwegen). Unsere^ nördlichste Gruppe. An der Spitze steht J. M. D v o r s k y.' Adresse: Trondhjem, Olaf Trjggvessens Gade 9. Rom. Ortsgruppe : Circolo , Sionistico. Präsident: Enrico Scazzocchie. Adresse: Maria Calderari Nr. 47. — Sichron Jacob. Verein „Dor Tikwah". Tendenz: Pflege der hebräischen Sprache und des nationalen Gedankens. Baden bei Wien. (N. F. K. 5.82.) Sonntag, den 5. d. M. veranstaltete das i.-ö. Distriktskomitee einen Ausflug nach Baden, der mit einer Agitationsversammlung verbunden war. Am Ausfluee haben sich beteiligt Vertreter der Wiener Vereine und Verbindungen: „Bar Giora", „Leo Pinsker", „Jordania", „Unitas", „Libanonia", „VereiniguBg" und „Hadassa". Die Badener Gg. und Vertrauensmänner des D.-K. haben die Ausflügler erwartet und die Führung übernommen. Abends fand im Sitzungssaale der Badener Kultusgemeinde die Versammlung statt. Einige Herren vom Vorstande und zahlreiche Damen haben mit Aufmerksamkeit den Ausführungen des Referenten A.-K. Mitglieds Arch. O. Marmorek, der unter st. Beif. über die Aufgaben der jüd. Kultusgemeinden sprach, zugehört. Das zweite Referat über „den Zionismus und die Orthodoxie", welches vom Herrn Dr. David Roth bl um in ausgezeichneter Weise gehalten wurde und vermutlich auch seine Wirkung haben wird, ergänzte Herr Rabb. Reines. Nachdem noch Herr J. Ge witsch einige Worte an die Badener gerichtet hatte, ergriff Herr Kultusvorsteher Moritz Leitner das Wort und versprach, von den Ausführungen der Herren Referenten besonders befriedigt, und mit ihnen übereinstimmend dahin zu wirken, dass sich in Bälde in Baden ein zionistischer Verein gründe. Mit einer gemütlichen Zusammenkunft in der Restauration Rausnitz wurde von den Badener Gg. Abschied genommen. Led. Krems. Für Sonntag den 29. Mai hatte die „Oesterr. Israel. Union" eine Wanderversammlung nach den hiesigen Rappelsälen einberufen. Aus Wien waren einige Gg. gekommen, um eventuellen Angriffen gegen den Zionismus die Stirne zu bieten. Doch Herr Sekretär Fleischer von der „Union" Hess dem Zionismus alle Gerechtigkeit widerfahren, wenn er auch die Rechtpschutzarbeit seines Vereines für gleich nötig halte. Gg. Dr. Zweig, Obmann des D.-K., führte aus, dass die Zionisten für die Abnahme des Rechtsschutzes der „Union" dankbar sein müssten, wenn diese ihre Tätigkeit bescheidener einschätzen und ihren Mitgliedern nicht Erfolge vortäuschen würde, wo es sich bloss um durch die Mannespflicht der Ehre gebotene, doch von vorneherein aussichtslose Kämpfe handle. Auch seien die Zionisten durch die deutsch-liberale Vergangenheit der „Union" misstrauisch gestimmt, welche bis in die Gegenwart fortwirke und erst bei den letzten Wiener Kultuswahlen die „Union" ihre Neutralität zugunsten der Assimi- Jantenpartei vergessen Hess. Sekretär Fleischer erklärte, die „Union* habe ihr Deutschtum überwunden, was früher begreiflich war, hiesse heute Verbrechen; doch dürfe man über der Zukunftsarbeit des Zionismus nicht die Gegenwartsarbeit vergessen. Gg. Gross aus Wien replizierte darauf, auch auf die Gegenwartsarbeit erstrecke sich das umfassende Zionsprogramm und schilderte unter lautem Beifall der Versammlung die zionistischen Erfolge gerade auf diesem Gebiete. Sekretär Fl ei s c h e r und der Vor-

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