Mannheim
Compact Memory

Die Welt · 1904-05-20 · 21 (20.5.1904) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
8 (1904)
Issue
21 (20.5.1904)
Date
1904-05-20
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3315709-3316073-3316095--45742-3340564
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Nr. 21 „bi* # W^t" Seite 7 Erinnerungen" (Nr. 9) zum Ausdruck gelangt ist, soll der Zeitschrift in der Person ihres Herausgebers und Redakteurs, Hof- und Gerichtsadvokaten S y r k i n, die dritte Verwarnung erteilt werden unter gleichzeitiger Einstellung der Druckschrift „Woskhod" auf die Dauer von sechs Monate n." — Die inkriminierten Artikel des in Petersburg seit sechsundzwanzig Jahren bestehenden, der Verteidigung der Interessen unserer Volksgenossen in Russland gewidmeten Journals „Woskhod'* hatten Tatsachen und Erscheinungen aus dem Leben der Juden in Russland, teils bekannt gegeben, tei'ls beleuchtet. Qt jjj^ In Warschau ist Montag den 15. d. M. abends, Ch. S. Slonimski, der bekannte gelehrte Mathematiker und Astronom, der Begründer und jetzige Mitinhaber der „Haz«firah", im Alter von 95 Jahren an Influenza gestorben. Ueber das Leben und Wirken dieses greisen Nestors der hebräischen Literatur werden wir ausführlich berichten, nsaun Danksagung. Ausser Stande, allen Freunden, Gesinnungsgenossen und Bekannten für die mir anlässlich des Hinscheidens meiner teuren Gattin zum Ausdruck gebrachte Teilnahme einzeln zu danken, sage ich ihnen allen auf diesem Wege in meinem sowie im Namen meiner Kinder herzlichsten Dank. E. Torczyner. Wien im Mai 1904 4Mbüt>e. (Für diese Rubrik ist die Redaktion nioht verantwortlich.) Nationalfonds in Oesterreich. Büchsen gegen Einsendung von 1 K 40 h. Sammelbögen, Nationalfondsmarken bei Dr. Hugo Benedikt, L, Tiefer Graben 25, zu beziehen. G. G., vergesset nicht an Eure Pflicht! * * * Markensammlungen für den Nationalfonds. Anlässlich unseres Aufrufes in der „Welt" haben folgende Gg. Briefmarken für den N.-F. gesendet: Wien. Aktionskomitee. Frl. Reiter, Frl. Herrmann, Frl. Menczynska, Frl. Sternberg, Frau Ungar, Ing. Feldmann, Ing. Seelen fr ied, jur. Hass, H. Hartman n, H. Barkan, ing. Weinberg, jur. Wurmanu, Dr. Zweig, „Welt", „Zion*. Galizien. lüg, Dimant (Stanislau), Kinder des Herrn K o pp e Im an n (Krechowice), Herren Klausner u. Weinberg (Bochnia), Herr Knosef (Lemberg). Bosnien. Frl. Thau (Tuzla), Herr Seidemann (Prjedor). Mähren. Herr Gustav K o h n (Mähr.-Ostrau). Bukowina. Herr Schaje Langer (Suczawa). Deutschland. Herr Herrmann K o 11 in e r (Hanau). Türkei. Herr Schönmann (Konstantinopel). Aegypten. Herr Weiss (Kairo). Den Spendern besten Dank. Die Nationalfonds-Kommission Wien. * * ■* Briefmarken für den Nationalfonds, einzeln und in Kouverts, für Anlegung von Sammlungen. Besonders empfehlen wir: Kouvert I, 20 verschiedene ausl. Briefmarken (Transvaal, Kap d. g. Hoffnung, Peru, Mexiko, Kanada etc.)...........K —.25 Kouvert II, 30 verschiedene ausl. Briefmarken (nur überseeische)............. „ —.40 Kouvert III, 150 verschiedene seltene ausl. Marken „ 1.— Alle Marken, garantiert echt, gestempelt, unlädiert. Verkauf bei Verlag „Zion", IL, Untere Augarten Strasse 9. Erklärung. Eine Gruppe von Gesinnungsgenossen in Kischenew legt Wert darauf, vor der Oeffentiichkeit festgestellt zu sehen, dass eine Anregung zu unserem Volksdomänenvorschlage von ihremLandsmanne, Chemiker B. Klinker ausgegangen sei. Wie wir gerne feststellen, hat Herr Klinker unseren Mitgliedern Dr. Soskin und Prof. War bürg gegenüber die Idee ausgesprochen, dass das Land des Nationaifonds mit Oliven bepflanzt werden solle. Wir haben diese Anregung, wie alle an uns herantretenden Vorschläge und Gedanken beraten und dann den Plan der Volksdomänen entworfen und veröffentlicht. Herrn Klinker als Urheber der Idee öffentlich zu nennen, schien uns aus mehrfachen Gründen nicht tunlich. Erstens ist der Gedanke der Nutzbarmachung des Nationalfonds-Landes durch Olivenpflanzungen schon vorher mehrfach ausgesprochen worden; zweitens hat uns Herr Klinker nur eine Anregung zu unserem Vorschlag gegeben, deren Ausführungsplan wir festgestellt haben; drittens, und vor allem, müssen wir als Korporation es grundsätzlich ablehnen, uns mit der Wahrung resp. Diskutterung von Prioritätsrechten zu befassen, wir müssen dies vielmehr jedem einzelnen überlassen, und stellen im übrigen unsere Zeitschrift „Altneulandk'' für ernste Anregungen und Vorschläge jederzeit mit Freude zur Verfügung. I. A. der Kommission zur Erforschung Palästinas, O. War bürg. * * * Löbliche Eedaktion! Ich bitte um Aufnahme folgender Erklärung: Wie ich erfahre, hat mein ,,Brief aus Kairo" in der Nummer vom 27. März unter den dortigen aschkenasischen Jaden allerlei Missverständnisse und vielfache Entrüstung hervorgerufen. Ich bedauere, dass meine Bemerkungen über Mädchenhandel und Kupplerwesen als auf die ganze Gemeinde gemünzt aufgefasst wurden. So sinnlose und ungerechte Verallgemeinerung lag mir selbstverständlich ferne und kann aus meinem Artikel auch nicht recht herausgelesen werden. Die ausdrückliche Konstatierung, dass die aschkenasische Gemeinde nicht aus lauter Kupplern und dergleichen Gelichter bestehe, sondern auch hochachtbare, anständige Juden in ihrer Mitte zähle, schien mir ganz überflüssig. Im übrigen habe ich in einem späteren Artikel ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Kaufmannsstand sich grosser Beliebtheit wegen seiner Solidität erfreue und der jüdisch-östliche Handwerker und Arbeiter alle Achtung verdiene. Die Juden Kairos, die über eine offene Kritik so empört sind, bestreiten nicht ihre Berechtigung und Wahrheit, sondern halten nur ihre Veröffentlichung für inopportun und gefährlich. Das ist Ansichtssache. So offensichtliche Uebelstände werden nicht besser, wenn man sie in falscher Scham zu verheimlichen trachtet und sich selbst belügend andere zu täuschen glaubt. Die Juden drücken die Augen zu und glauben, dass ihre LTmgebung auch nichts sieht. Das in Kairo ausgestreute Gerücht, dass die Ziocisten und speziell Gg. Galitzenstein meine Artikel inspiriert haben, ist vollständig unwahr. Weder der Letztere, noch sonst ein Zionist hat sie vor der Drucklegung gekannt oder gelesen. Rudolf Nassau. * * * Verband der jüdisch-akademischen Verbindungen. Der Verband der jüdisch-akademischen Verbindungen Wiens „Ivria", „Kadimah", ,Libanonia", „Maccabäa"begrüsst die beabsichtigte Gründung einer zionistischen Kouleur auf dem Prager Boden aufs freudigste und fordert alle dortigen Bb. auf, sich durch keinerlei Anfeindungen von ihrem für die stramme Vertretung jüdischer Studenteninteiessen so notwendigen Beginnen abbringen zu lassen. Wien am 14. Mai 1904.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.