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Die Welt · 1904-04-22 · 17 (22.4.1904) · page 13

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Journal
Die Welt
Volume
8 (1904)
Issue
17 (22.4.1904)
Date
1904-04-22
Page
– (sequence 13)
Language
German
Belongs to
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Nr. 17 „biS & Welt Seite 13 Bedarf an Agitationsmitteln im Parteiinteresse bei unserer muen Verschleissstelle Verlag „Z i o nB decken. Die neuerschienene Monatsschrift „Unsere Hoffnung" wird zur Agitation unter den Mittelschülern bestens empfohler. Das I.-Oe. D.-K., IX., Türkenstrasse 9. Mit bestem Dank und vorzüglicher Hochachtung. Für das L-Oe. D.-K. Dr. Zweig, dzt. Obmann. * * * Löbliche Redaktion! Ich erlaube mir folgendes zu proponieren: Der von Frau Bertha Markus gemachte Vorschlag könnte sich sehr leicht realisieren lassen, und nicht nur in grossen Städten sondern auch in kleineren, auf folgende Art und Weise: Man veranstalte im „Lag b'Omer" in einem möglichst grossen Garten ein grosses „Lag b'Omer-Volksfest" und man wähle zu diesem Zwecke die besten Redner, die man zur Verfügung hat. Der Eintrittspreis soll möglichst klein sein, in Oesterreich zum Beispiel 20 Heller, damit man es den Minderbemittelten auch ermögliche, dieses Fest zu besuchen, das ein wahres Volksfest sein soll. Auf den Affichen soll bekanntgegeben werden, dass unter anderen auch eine Rede speziell für Kinder gehalten werden wird. So werden viele Kinder kommen und bei dieser Gelegenheit wird man sehr leicht den genannten Vorschlag verwirklichen können. Meiner Ansicht nach wird dieses Fest uns einen grossen Erfolg bringen, denn wir gewinnen durch dieses Fest grosse und vor allem kleine Anhänger für unsere Idee, welche doch heute unser Hauptziel ist Zumal in galizischen kleinen Städten, da man Versammlungen und Feste in Sälen veranstaltet, welche häufig klein sind, wird sich ein Fest im Freien empfehlen. Mit Zionsgruss R z e s z o w, 2. Ijar 5664. Meier Ellenbogen. * * * Geehrter Herr Redakteur! Gestatten Sie mir, mittels Ihres werten Blattes meinen besten Dank Herrn Gerhard P o 1 a k und den Gesinnungsgenossen in Amsterdam für den Betrag von zweihundertachtundvierzig Pfund Sterling und elf Shilling, den sie zu Gunsten der Waisen von Kischenew geschickt haben, auszudrücken. Meir-Schefeia, (hei Sichron-Jakob) den 28. März 1904. Israel ßelkind. * * * Prag, 9. April 1904. Verehrliehe Redaktion der „Welt" Mit Bezug auf die Mitteilung des böhmischen D.-K. in der „Welt" vom 8. April 1904, bitte ich höflichst behufs Aufklärung um Aufnahme folgender Zeilen : Als die vom zionistischen Delegiertentage Böhmens gefasste Resolution: „DerDelegiertentag erklärt (auf Grund der in Prag herrschenden nationalen Verhältnisse) den Bestand einer zionistischen schlagenden Verbindung in Prag für die gesamte zionistische Organisation in Böhmen für schädlich und beauftragt das D.-K. mit allen Mitteln dahin zu wirken, dass deren Gründung unterbleibt11 in der Distrikts-Komitee-Sitzung vom 27. März zur Verhandlung gelangte, habe ich Mittel und Wege behufs Verhinderung der Gründung angegeben» Ich sah, dass die übrigen Mitglieder des D.-K. nicht den Willen hatten, den ihnen vom Delegiertentag gewordenen Auftrag auszuführen und entfernte mich deshalb, weil ich nicht bei einem Beschlüsse anwesend sein konnte, der nicht dem Auftrage des Delegiertentages entspricht. Für die Aufnahme bestens dankend zeichne ich mit Zionsgruss jur. kand. E. Gütig. Im Bericht des D.-K. ausdrücklich erwähnt. D. Red * * * Wien. „Oesterreichisch - Israelitische Union". Donnerstag, den 28. April 1904, abends halb 8 Uhr, findet im Restaurant Guth, IL, Stephaniestrasse 14, die neunzehnte ordentliche Generalversammlung der „Oesterreichisch - Israelitischen Union" statt. Tagesordnung: 1. Mitteilungen des Vorstandes. 2. Rechenschaftsbericht. 3. Kassabericht. 4. Wahlen in den Vorstand. 5. Anträge und Interpellationen. Erster Wiener jüdischer Turnverein. Wien. Sonntag, 17. April, fand im Deutschen Volkstheater die Nachmittagsvorstellung statt, die der I. Wiener Jüdische Turnverein zu Gunsten des Turnbauhalienfondes veranstaltet hatte. Gegeben wurden Schnitzlers „Lebendige Stunden". Die Freunde der jüdischen Turnsache füllten das Haus vollständig, sodass dem rührigen Komitee, um das sich besonders der Präsident des Vereinesund Herr Siegfried Beer bemüht hatten, gewiss ein hübscher Reinertrag bleiben dürfte. Nach der Vorstellung versammelten sich viele Turner und Turnerinnen und Freunde des Vereines im Cafe Ron ach er, wo das Komitee eine kleine Unterhaltung improvisierte. Frl. Kohn als Sängerin und die Herren ßodiansky und Rothschild machten sich um die Unterhaltung verdient. Mit einem flotten Tänzchen schloss die sehr gemütliche Zusammenkunft. * * * Aus der Wiener jüdischen Toynbee-Halle. XX., Karajangasse 20. Die Unterrichtskurse beginnen Sonntag, l. Mai, um 8 Uhr vormittags, im Lokale der Toynbee-Halle\ Bisher sind folgende Kurse angemeldet: Englisch, Französisch, Deutscher Elementarkurs, Deutsche Literaturgeschichte, Buchhaltung, Stenographie, Schnittzeichnen.Schulpflichtige Kinder werden nicht als Hörer eingetragen. Die Einschreibungen werden Donnerstag, 21., Montag, 25. und Donnerstag, 28. April, 7 Uhr abends, und bei Beginn der Kurse vorgenommen. Etwaige Anfragen sind an Dr. Siegm. W ern er, IX. Bez., Nussdorferstrasse Nr. IG, zu richten. Unter den diesjährigen Sommerkursen befindet sich auch ein solcher für Buchhaltung (doppelte amerikanische), gegeben von dem Vorstandsmitgliede Herrn Hermann Berliner, der in einem ersten Fabriksgeschäfte die Stellung eines Oberbuchhalters bekleidet. Dieser Kurs findet jeden Sonntag Vormittag von 8 bis halb 10 Uhr statt, beginnend mit dem 1. Mai. Musikalisches aus der Toynbeehaüe. Am 26. v. M. hat der letzte Konzertabend stattgefunden, der dank der freundlichen Mitwirkung von Frau Hofrat T a u s s i g (Gesang), der achtjährigen Konzerlpianistin Klara Haskil und des Cellisten Julius Gold b er g sich zu einem äusserst genussreichen gestaltete. FrL Valerie VValla und Herr Marcel Eile besorgte j in dankenswerter Weise die Klavierbegleitung. im Laufe des März fanden 13 Vortragsabende statt. Es wirkten freundlichst mit: die Pianistinnen und Pianisten Else Nassau, Caroline Peczenik, Dora Popper, Sophie Weiss, Weingarten, Regine Stern, Dr. Rosa Taussig, Stella Nussbeck, Grete Samuely und Herr Felix Goldbaum, die Geigerinnen und Geiger: Adele Cola, Melanie Fürst, Fritzi Taussig, Erna Samuely, Wittels, Martin Nassau, Heinrich Svedrofsky, Fritz Bardach und Friedrich Schmidt, der Cellist Herr Herbert Plenk, die Sängerinnen und Sänger: Lilly Dorn, Hermine Strakosch, Irma Blau, Ricca Breitenstein, Bertha Rothenstein, Gisela und Bertha Ellenbogen, Martha Royz und Heinrich PekeL Rezitationen hielten ab die Damen: Irma Innländer und Anna Weinstein und die Klavierbegleitung übernahmen gütigst die Damen: Clara Frey, Valerie Seclaczek, Manja Svedroftka und die Herren: Blau und Dr. Rudolf Brauchbar. Anlässlich des Saisonschlusses sprechen wir all den Damen und Herren, durch deren gütige Mitwirkung die abgelaufene Saison sich so glänzend gestaltet hatte, unseren herzlichsten, verbindlichsten Dank ab. Insbesondere noch den Damen: Dr. Irma Thieben, Martha Royz, Klara Frey, Dr. Ernestine Rabl, Dr. Rosa Taussig, Caroline Heim, Martha Nassau, Manja Svedrofska, Regine Stern und den Herren Felix Goldbaum und Kantor Isidor Löwit, die uns in unserer Tätigkeit so wesentlich unterstützten. Die Concertpianistin Frl. Dora Popper hat sich durch die Veranstaltung von vier musikalischen Abenden (historischen Zyklus) grosse Verdienste um unser Konzertprogramm erworben, und last not least verdanken wir der bestbekannten Gesangsmeisterin, Frl. Elsa Freund, eine Reihe glänzender Abende, sowohl durch ihre persönliche Mitwirkung als auch durch die ihres wertvollen Schülermateriales. Besten Dank sagen wir den gesch. Firmen Leopold und Josef CJuittner für das Geschenk von drei schönen Violinständern, Josef Saphir für die unentgeltliche Benützung des Klavieres und Bernhard Kohn für die wiederholte Gratisbeistellung rivt\* Blüthn er-Konzertflügels.

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