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Die Welt · 1904-03-25 · 13 (25.3.1904) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
8 (1904)
Issue
13 (25.3.1904)
Date
1904-03-25
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 12 „bie # W^lt" Bücher- und Zeitschriften-Rundschau Nr. 13 ^rtbätK. Dr. A. Hoffmann: Bibel-Babel-Fabel. Herausgegeben von der Pederation „Zionista Argentina\ Buenos Aires, 1903. Dr. Abraham S ars o ws ki: Die ethisch-religiöse Bedeutung der alttestamentlichen Namen nach Talmud, Targum und Midrasch. Kirchhain, N.-L., 1904, Josua Hermann Mises : p«j p Kommentar zu den Psalmen, die Bücher: Hiob, Sprüche und Koheleth (hebräisch). Verlag des Verfassers. Pressburg 1904. Universite Populaire Juive, Siege Social: 8, Eue de Yarente Paris. Compte-Rendu Annuel et Statuts. Paris 1904. A hatodik baseli congressus. Etöadta: A czionistak päpai szövetsegenek 1903. deczember htf 13 an tartott makkabäusi ünnepölyen Dr. Koritschoner Lipöt, ügyved, Papän. Veszpr^mvärmegye t. tiszti föügyesze. Kiadja a päpai czionista szövetseg. Ära 20 filier. 16. Jahresbericht des Kranken-Unterstützungsvereines „Liwias Chen" (Wien, 1903, ßethaus und Kanzlei Obere Donaustr. 89). Verlag des Vereines. Ein Interview mit Mr. Cathcart Wason veröffentlicht der „Jewish Chronicle" in einer seiner letzten Nummern. §Ein Mitarbeiter des „Jewish Chronicle" hatte eine Unterredung mit dem Parlam^ntsmitgliede Mr. Wason, der, wie wir bereits vorige Woche gemeldet haben, in Ostafrika war und sich für die Frage der Kolonisation Ostafrikas lebhaft interessiert. Nun fragte ihn der Korrespondent, wie sich die Einwohner Ostafrikas der geplanten jüdischen Kolonisation gegenüber verhalten. Mr. Wason sagte, die Einwohner seien den Juden als Juden nicht abhold, man würde sie ohne die geringste Schwierigkeit sich ansiedeln lassen. Die britischen Einwohner Ostafrikas wehren sich bloss gegen die Idee eines Judenstaates daselbst. Auf die Frage, ob die britischen Siedler auch gegen die Niederlassung fremder, d. h. nicht britischer Juden nichts einzuwenden hätten, erwiderte Mr. Wason: „Auch nicht gegen diese letzteren. Sie könnten sich auf britischem Territorium niederlassen und britische Untertanen werden. Es ist Raum genug für sie vorhanden und das Land würde jeden, der sich und seine Familie durch Kultivierung des Bodens ernähren wollte, willkommen heissen. Solche fremde Einwanderer werden sicherlich willkommener sein, als die spekulierenden Bodensyndikate, die das Land ausbeuten wollen. „Wenn nun*, fragte ihn der Korrespondent, „im Lande keine Feindseligkeit gegen die Fremden besteht, könnte vielleicht diese solchen Siedlern gegenüber entstehen, die ihre örtliche Autonomie haben?" Mr. Wason antwortete darauf: „Ich liebe nicht den Ausdruck „örtliche Autonomie". Ich würde eher sagen, dass man keine Schwierigkeiten machen würde, wenn dieser Kolonie die Rechte eines „Grafschaftsratps" eingeräumt werden sollten. Aber ich meine, da^s dif.se Frage nicht so leicht auftauchen könnte." Im übrigen zollte Mr. Wason Ostafrika als einem Kolonisationsgebiet grosses Lob und sprach die Meinung aus, dass das Land klimatisch besser als Kanada sei. Auch seitens der Massai wäre nichts zu befürchten. — Mit Bezug auf diese Unterredung berührt der „Jew. Chron." in seinem Leitartikel noch einmal die Ostafrikafrage und meint, es läge hier ein gewisses „Missverständnis" vor. Die Zionisten haben beim Worte „lokale Autonomie" nicht „imperialistisch", sondern „munizipal" gedacht Die Beseitigung des Miss Verständnisses aber werde den Ostafrikaplan stark fördern. The New Era illustrated Magazine Nr. 2 January 1904. New- York. Diese Nummer der schätzenswerten amerikanischen Zeitschrift enthält eine Reihe Rehr interessanter Aufsätze, die über jüdische Themata handeln. Wir finden dort einen Artikel von Joseph B. Abrahams über das Jewish Theological Seminary in New-York, einen Aufsatz von M. W. Montgommery über den Codex Hammurabis, u. s. w. Dr. Isidor Singer von der Jewish Encyclopedia schreibt über den geistigen Vater des modernen Zionismus Moses Hess. Ausserdem bringt die literarische Uebersicht dieser Nummer eine Kritik des neuesten Dramas von Z a n g w i 11 „Mereiy Mary Ann" („Bloss Marie Anna" ) Man bekommt einen sehr lebhaften Eindruck von diesem frischen und anmutigen Werke Zangwills. Auch die äusserliche Ausstattung der Zeitschrift ist sehr angenehm und befriedigend. Personalnachrichten. Die Tochter unseres Gg. Ahron Marcus-Krakau, FrL Adele Marcus, hat sich mit Herrn Abraham E h r e n b r o d - Chlebiczyn, verlobt. — Gg. Oskar Po Hak aus Weigelsdorf l.at sich mit Fräulein Marie L ö w i t aus Wien verlobt. — Gg. Josef B a r t e 1, Lemberg wurde Mittwoch an der Wiener Universität zum Dr. Med. promoviert. — Unser Gg. Josef Heinrich Mayer wurde Dienstag an der Universität Wien zum Dr. jur. promoviert. * * * Zur Nachricht. Gg. J. G o 1 d b e r g—Wilna hat uns ein mit Emblemen und Bildern stilvoll ausgestattetes Telegramm-Blai;C|uett des National-Fonds eingeschickt. Solche Blanquette siod bei ihm zu beziehen. * * * Soeben erschien eine neue Ansichtskarte, enthaltend den Text des bekannten Nationalliedes „Hatikwoh" in hebräischer, deutscher und böhmischer Sprache. 10 Stück kosten eine Krone, 100 Stück sechs Kronen (inkl. Postzusendung). Die Ausführung ist elegant (Blaudruck auf weissem Karton). Gegen Voreinsendung des Betrages in Briefmarken sind die Karten zu beziehen durch B. Grünhut, Wien, VII. Siebensterngasse 23. * * * An unsere P. T. Vertrauensmänner! Wir verständigen Sie hiemit, dass die Administration von der Veröffentlichung eines Prospektes aus technischen Hindernissen absehen musste. Auf unsere Notizen in den Nummern 11 und 12 der „Welt" verweisend, bitten wir die Herren Kollegen, überall Abonnenten für „Unsere Hoffnung" zu werben und dafür Sorge zu tragen, dass sie in keinem jüdischen Hause fehle, dessen Khider studieren. Die erste Nummer erscheint zum Passahfeste. Wir bitten nochmals urh Adressen, an die wir Proben Ummern mit Erfolg schicken können. Die ersteNummer erscheint i n 5000 Exemplaren. Abonnementspreis für Oesterreich- Ungarn : ganzjährig K 4.50, halbjährig K 2*30. vierteljährig K 1#15. Abonnementpreis für Ausland: ganzjährig Frcs. 6*—, halbjährig Frcs. 3'—. Man abonniert in der Administration Wien III/2. Untere Viaduktgasse 25. Hochachtungsvoll: Die Administration „Unsere Hoffnung".. '* , * * Die allgemeine israelitische Volksküche Aschkenas und Sephard inJerusalem veröffentlicht folgenden Aufruf: Euer Wohlgeboren! Betrübten Herzens nähern wir uns mit der ganz ergebenen Bitte um Unterstützung der „Israelit. Volksküche" in Jerusalem. Diese Anstalt wurde vor 10 Jahren vom hiesigen Oberrabbiner ins Leben gerufen, um einem langgefühlten Uebelstande abzuhelfen. Die Notwendigkeit ist überall fühlbar. Weit wichtiger aber ist eine solche in der heil. Stadt, wo die Armut allgemein ist und ganz andere Zustände vorherrschen, wie allenthalben bekannt ist. Dies hat also die Oberrabbiner der aschkenasischen und sephardischen Gemeinden bewogen, eine Volksküche zu errichten, um der drückenden Hungersnot zu steuern. Die Leistungen der Volksküche in der heil. Stadt sind unermesslich, Tausende hat sie buchstäblich vom Hungertode gerettet. Diese Anstalt kennt keinen Unterschied der Gemeinde-Angehörigkeit und lasst ihren Segen allen Armen zuteil werden. Der Zuspruch ist gross, und kein Hungriger kann von uns abgewiesen werden. Allein zu unserem Bedauern ftiessen die Gaben nur sehr spärlich ein, und wir sind in erhebliche Schulden geraten, unter deren Last die Anstalt zusammenzubrechen droht. Wir richten deshalb an Euer Wohlgeboren die inständigste Bitte, dieser Anstalt mit Ihrem Beitrag sowohl zu Hilfe zu kommen, als auch wenn möglich, in bekannten Kreisen zu einem Beitrag für ^«pzn n cöü ün zugunsten der Armen eifrig anzuregen. Und der Allgütige, der in Zion thronet, wird Ihnen diese Wohlthat, welche in sieh rOHK ,rWB) mpö sitBvt rpnm ^mia nosan ,w fasst> auch vielfach lohnen und der Segen d»r Tiscbgenossen in dieser Anstalt wird Ihnen und Ihren Angehörigen in reichem Masse zuteil werden. Hochachtungsvoll Der Vorstand der allgemeinen „Israelit. Volksküche" in Jerusalem. Leib Herschel, Dayan. Ascher Elieser Levy.

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