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Die Welt · 1904-03-25 · 13 (25.3.1904) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Welt
Volume
8 (1904)
Issue
13 (25.3.1904)
Date
1904-03-25
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
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Seite 10 „bie & w^it Nr. 13 Jüdischer Nalionalfonds* Das goldene Buch. Hermann S. Meyer in London..... Kronen 240— „Zwo Zionu in Kars......• . . „ 252.— Verein »Agudath Zion* in Bausk zur Eintragung des -verstorbenen Rabbiners Mordechai Eliasberg....... „ 239.35 Rebecca und Echiel Tschlenow zum Andenken an ihren verewigten einzigen Sohn Scholom, geb. am 3. Kislew 5664, gest. am4.Schwath,8.|21. Jänner 1904 „ 252.— Litman Rosenthal, Bialystok .... „ 240.— Durch die „Jüdische Rundschau" zur Eintragung des Dr. Alfred Klee in Berlin................ Mark 220.10 Zionistische Ortsgruppe in Frankfurt a. M. „ 205— „Agudas Hazionim* in Byfcen (durch Geb. Bachrach).......... Kronen 252.— Lovers of Zion, Augusta Ga., Amerika . Dollars 50.— „Zionist Association", Sheffield..... Kronen 240.— »Agudath Zion Misrachia, Lublin zur Eintragung des verstorbenen Rabbiners Pinchas Rozowski aus Swinzian . „ 252.48 „Chawazeles naschorontf, Odessa ... „ 252.— „Achdus", Petersburg zur Eintragung des Dr. J. D. B r u z k u s......... „ 252.— Cercul cultural zionist „Ticvas Israel Dr. Lippe sectia II a Jassy"..... Lei 250.— f{as der J$eifreg<ii)g. Gedenket des Schekels! Einberufung des grossen Aktionskomitees. Das grosse Aktionskomitee wurde für Montag, den 11. April, nach Wien einberufen. Die Oelbaumspende, Der Vorschlag der Palästinakommission betreffs Einführung von Oelbaumspenden (siehe „Die Welt" Nr. 11) wird dem grossen A.-C. zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Mitteilungen des innerösterr. D.-K. Die Vereine, die zum schönen Gelingen des Bernhardt- Kommerses beitrugen, sind bedankt. Gg. Max Markus ist wegen Arbeitsüberbürdung aus dem D.-K. geschieden. Anmeldungen für den I. Wiener Share-Klub sind an Moses Schmi dt, Wien, IX., Eisengasse 5 zu richten. Bureaustunden des D.-K. täglich ausser Sabbat und Sonntag von 3-4 Uhr nachmittags. Vom 5. bis 16. April ist das Kongressbureau unzugänglich und sind Briefe für das D.-K. während dieser Zeit an Dr. E.M. Zweig, Wien, VIII., Schlösselgasse 19 zu richten. Alle Gg. seien nachdrücklichst auf unsere neue Verschleissstelle .Verlag Zion", Wien II/3, Untere Augarfcenstrasse 9 verwiesen und besonders gemahnt, bloss hier ihren Bedarf an Passahwein (aus Palästina!) zu decken. Das innerösterr. D.-K. IX., Türkenst. 9. Böhmisches D.-K. Das auf dem Delegiertentage vom 13. März neuge* wählte D.-K. hat sich in seiner Sitzung vom 20. d. M. in folgender Weise konstituiert: Obmann Karl Resek, Obmann-Stellvertreter Moriz L ö w y, Kassierin Frau Sophie Robitschek, Sekretär Julius L ö w y. Ferner gehören D.-K. an die Herren: Ignaz Karpeles, Philip Leben hart, jur. Ernst G ü t i g, Alfred Kohn und Emil Jelinek, sowie der Nationalfond-Kommissär MUDr. Moritz Kohn. Voranzeigen. Wien. (Verein jüd. Mädchen „Hadassa".) Sonntag den 27. März Vortrag des Herrn Dr. J. W. Marmorek. Thema: Etwas Jurisprudenz. Beginn halb 4 Uhr. Gäste herzlich willkommen. Berichte. Berlin. Am Sonntag, den 13. d. Mts., fand in den Germaniasälen (Chausseestrasse) eine zionistische Volksversammlung statt, in der Herr Architekt Marmorek-Wien über die Bedeutung des Zionismus referierte. Der Redner bemühte sich zunächst, den Nachweis zu führen, dass die Juden nicht nur eine Religionsgemeinschaft, sondern eine durch bestimmte Rasseneigenschaften gekennzeichneteNation darstellen. Diese Tatsache müsse man anerkennen, selbst wenn sie durch Antisemiten bestätigt werde: denn die unerwünschte Uebereinstimmung der Antisemiten mit den Zionisten in diesem Punkt könne für letztere kein Grund sein, um der Wahrheit ins Gesicht zu schlagen. Nach dieser Einleituog ging der Redner zur Besprechung de3 Basler Programms über und gelangte zu dem Resultate, dass nur auf politisch-diplomatischem Wege die Judenfrage endgiltig zu lösen sei. Die rein humanitären Bestrebungen, die unendlich grosse Geldsummen verschlangen hätten, haben nach der Ansicht des Redners immer nur einzelnen Juden bessere Verhältnisse schaffen können; die grosse Masse der Juden blieb von jeglicher Wohltätigkeit unberührt. Es sei dies auch ganz natürlich, da man eioem ganzen Volk nicht durch Almosen helfen könne. Hier seien die ersten Forderungen Selbstermann uüg, Begeisterung und Opfermut. In der Diskussion sprachen von gegnerischer Seite die Herren Redakteur Klausner und Kaufmann Rosenzweig, von zionistischer Seite Herr W o If f s ohn-Köln, Direktor der jüdischen Kolonialbank, und Herr Dr. Gronemann. Die Versammlung war trotz der äusserst ungünstigen Zeit (12 bis 3 Uhr nachm.) sehr besucht. X. Y. Z. Breslau. Die Breslau er Zionistische Vereinigung m u s s t e die gute Gelegenheit für einen grösseren Agitationsvortrag zu ihrem g r ö s s t e n Leidwesen unbenutzt vorübergehen lassen und lud daher ihr Vorstand Herrn Architekten Oscar Marmorek zu einem Festbankett ein, welches Montag den 7. März er. unter Teilnahme eines intimen Kreises von ca. 4U Personen im kleinen Saale der Lessingloge stattfand. Herr Zahnarzt Schachtel begrüsste unseren verehrten Gast, indem er seiner Freude darüber Ausdruck gab, dass dieser unserer Einladung in dankenswerter Weise Folge geleistet habe. Mit wenigen Worten kommt er auf das f r ü here Verhalten der Breslauer Ortsgruppe zu sprechen, über welches seinerzeit so ganz entstellte Ansichten herrschten und versichert nochmals namens der Vereinigung, dass diese nach wie vor auf dem Boden des Baseler Programmes stehe, vollstes Vertrauen zur Parteileitung in Wien hatte und weiter hat. Im weiteren Verlaufe nimmt dann unser verehrter Gast das Wort, um uns zu unserer Genugtuung zu versichern, dass die Meinung in Wien über Breslau nie eine schlechte war; eine gesundie Opposition werde stets geduldet, allerdings müsse sich diese im Rahmen unseres Programmes bewegen. Interessant für uns waren die Details über die Charkower Konferenz, welche letztere jeder politischen Usance hohnlachend ms Gesicht schlägt. Eire Disziplin müsse herrschen und diese zu wahren werde'das A.-C. stets aufs Energischeste bestrebt sein. Herr Dr. Sandler widmet sein Glas, nachdem er den damaligen Gang der Dinge noch näher beleuchtet, unserem hochverehrten Führer Herrn Dr. Theodor Herzl und unserem verehrten Gast, dem Vizepräsidenten des engeren Aktionskomitees. Bis in die frühe Morgenstunde hielten uns noch angenehme Unterhaltung (u. a. auch Klavier vortrage von. Frau Schachtel un4 Rezitationen von Frl. Flatau) zusammen, und dürfen wir auch hoffen, dass unser Gast mit den besten Eindrücken von uns geschieden ist. Nationalfonds 25 Mark. Esssn. Unsere Idee findet bei den breiten Schichten den besten Anklang. Samstag, den 12. d. M , fanden sich über Einladung der Ortsgruppe 400 Personen ein, um den Ausführungen des Herrn Dr. Adolf Friedemann zu folgen, der aus Wiesbaden zu dieser Versammlung erschienen war. In längerem, oft von Beifall unterbrochenem Vortrage schilderte er die Ziele des Zionismus, und wies insbesondere auf die Pflicht der deutschen Juden hin, sich der Bewegung tatkräftig anzuschliessen. Die Opposition gab nur Herrn Dr. Friedemann von neuem Gelegenheit, die Zuhörerschaft für die zionistischen Pläne zu begeistern. Zahlreiche Anmeldungen aus den besten Kreisen der Essener Gemeinde erfolgten. Aussichten für die Zukunft sehr günstig. Besonderer Dank gebührt Herrn Dr. Bodenheimer, der erschienen war und die Versammlung in gewohnter Weise würdig leitete.. Ruhrort. Am 17. März sprach hier auf Veranlassung der Duisburger Zionistischen Vereinigung Dr. Walter Friedemann aus Essen über das Thema: »Der Zionismus und die Judenfrage" unter lebhaftem Beifall.

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