Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 8 (1904)
- Issue
- 10 (4.3.1904)
- Date
- 1904-03-04
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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U:M ffl--A-<- i, y Redaktion und Administration: WIEN IX., Türkenstrasse Nr. 9. Telephon 14.199. Erscheint jeden Freitag. Zuschriften sind nicht an einzelne Personen, sondern an die Redaktion oder Administration : Wien, IX., Türkenstrasse 9, zu richien. Unfrankierte Briefe werden nicht angenommen und Manuskripte nicht zurückgesendet. Sprechstunden der Redaktion täglich von 10—1/2I2 Uhr. Preise der Anzeigen : laut aufliegendem Tarif. Der Ir geraten teil wird Dienstag abends geschlossen Einzelne Nummern 30 Heller. R07imenr050ä" Oesterreich-Ungarn: ganzjährig Kr. 12.—, halbjährig Kr. 6.—, vierteljährig Kr. 3.— . Für das Ausland: UC£liyo|jl Deutschland ganzjährig Mk. 13.70, halbjährig Mk. 6.85, vierteljährig Mk. 3.45, England ganzjährig Shg. 14.—, halbjährig Shg. 7.—, vierteljährig Shg. 3.10, Russland ganzjährig R. 7.—, halbjährig R, 3.50, vierteljährig R. 1.75, Schweiz, Frankreich, Italien, Türkei, Rumänien, Bulgarien, Serbien, Griechenland, Aegypten ganzjährig Frcs. 17.—, halbjährig Fi es. 8.50, vierteljährig Frcs. 4.25, Amerika gan7jährig Doli. 3.40, halbjährig Doli. 1.70, vierteljährig Doli.—.85. Nr. 10. Wien, 4. März 1904 — 17. Adar 5664. 8. Jahrgang. [ Emile Laurent. Mit tiefer Betrübnis erhalte ich soeben die Nachricht, dass einer der acht Teilnehmer der zionistischen El - Arish - Expedition gestorben ist. Mein Bruder Alexander Marmorek hatte ihn für diese Expedition empfohlen. In vieljähriger Nebeneinanderarbeit im Institut Pasteur in Paris hatte er das tiefe Wissen und die wissenschaftliche Bedeutung Laurents kennen gelernt, aber auch dessen hohe Gesinnung und infolgedessen seine Sympathie für alle Unterdrückten und Leidenden, und daher auch für die Juden. Laurent war inzwischen vom Institut Pasteur weg als Professor der Botanik an die landwirtschaftliche Hochschule in Gembloux bei Brüssel berufen worden und hatte bereits allgemein wissenschaftliche Anerkennung gefunden, die sich in der Ernennung zum Mitgliedeverschiedener wissenschaftlicher 'Gesellschaften ausdrückte, und auch in seiner wiederholten Heranziehung zu praktisch - agronomischen Missionen durch die belgische Regierung bekundete. Auf eine telegraph ische Berufung kam er zu Dr. H^erzl nach Paris, und eine kurze Auseinandersetzung des Zweckes der zionistischen Mission nach der Sinai-Halbinsel genügte, um ihn für die Sache wärmstens zu interessieren. Ohne Zögern stellte er seine Dienste zur Verfügung. .»., Auf der Ueberfahrt von TrLest nach Alexandrien schloss er sich mir besonders nahe an, zunächst wohl aus dem Grunde, weil die andreren Teilnehmer der Expedition englisch sprachen, welche Sprache er nicht EmileJ-aurent während der El-Arish-Erpedition. beherrschte. Dabei hatte ich Gelegenheit, den Mann achten und lieben zu lernen, und wir wurden Freunde. Ich fand bei ihm Verständnis für unsere Bestrebungen und unsere Bewegung, wie wir sie vielen Juden wünschen möchten. Sie erschien ihm so naturgemäss und so edel, dass er es nicht begreifen konnte, dass ein Jude sich ihr nicht anschliesse, und dass ein rechtlich denkender, menschenfreundlicher JNichtjude sie nicht >; M t n