Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 8 (1904)
- Issue
- 3 (15.1.1904)
- Date
- 1904-01-15
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 12 „bie s w^it" Nr. 3 Zahl der in diesem Karton enthaltenen Zigaretten. Die Marken verbleiben in Verwahrung des Vereines „Erez Israel", und die Firma Bogdadly & Horowitz hat nach Bedarf diese Marken zu beziehen und für jede Quantität von Marken, welche für 1000 Zigaretten bestimmt ist, zwei Franks als die bezeichnete Kompensation zu bezahlen, Jüdischer Nationalfonds. Das goldene Buch. Order of Ancient Maccabeaus, Sunderland, zur Eintragung der Jewish Community of Sunderland..........' . Pfd. Sterl. 10.— Sammlung der „Jüdischen Rundschau" zur Eintragung der Ortsgruppe „Tikwath Zion" in Halberstadt........ Mark 205*— Zur Eintragung des verstorbenen Sigmund Seelig, Vorstandsmitgliedes der Ortsgruppe Mainz........... „ 205.— Zur Eintragung des Rabbiners Dr. Nobel, Leipzig............. „ 206.— Agudath Hazionim in Kaidany. .... Pfd. Sterl. 10.— Das Zentralkomitee des zionistischen Vereines in Ekaterinoslaw trägt Herrn Ingenieur Unisschkin ein.......Kronen 240.— Die zionistischen Musterchederim in Ekaterinoslaw tragen die Lehrer Schapiro, Ditkowsky, Zuto, Krendel und Scheidowitsch ein............ „ 240.— Verein Bnoth Zion in Bielze..... „ 252.— Sisters of Zion in Hartford, Coun. (PräsidentFrau Riwkin,KassaFrauSillmann) Dollar 50.— Nationalfondssspenden aus Deutschland im Jahre 1903. Die Sammlung für den Nationalfonds hat in Deutschland Dank der rührigen Tätigkeit des Distriktsbureaus im vergangenen Jahre einen bedeutenden Aufschwung genommen. Die Vermehrung gegen das Jahr 11)02 würde noch stärker ins Auge fallen, wenn nicht naturgemäss die Sammlungen für die unglücklichen Opfer der Greueltaten in Kischenew in den Sommermonaten einen ungünstigen Einfluss auf die Nationalfondsspenden ausgeübt hätten. Es gingen bei der Jüdischen Rundschau" in Berlin über 7200 M. für den Nationalfonds ein. Ins goldene Buch wurden eingetragen die Herren Doktor Adle r-Lübeck, G o 1 d b e r g-Hedernheim. Doktor Nobel-Leipzig mit je 205 M. Die zionistische Ortsgruppe H a 1 b e r s t a d t, die Märtyrer von Kischenew ebenfalls und 205 M. der verstorbene S. Seelig in Mainz und der Rabbiner Dr. R ü 1 f-Bonn mit je 250 M. die zionistische Vereinigung für Deutschland mit 639 M. ^MbÖDe. (Für diese Rubrik ist die Redaktion nicht verantwortlich.) An die Ausschüsse unserer Organisationen! Unsere Bewegung ist gewachsen und wächst durch die Begeisterung ihrer Anhänger, und wir möchten auch ein Fünkchen davon nicht missen. Jeder reife Politiker aber weiss, dass die Begeisterung sehr nüchterne Früchte zeitigen muss, um Erfolge zu erringen, Es sind das die materiellen Mittel. Es sind ohnehin geringe Forderungen, die der Propaganda der Zionisten überlassen sind. Am leichtesten zu erfüllen sind die Forderungen des Nationalfonds, der von jedem nur ganz kleine Beträge verlangt. Dafür verlangt er aber, von jedem Zionisten als Lebensaufgabe behandelt zu werden. Das heisst, dass jede Möglichkeit zu seiner Förderung ausgenützt werden muss. Dreierlei ist zu tun: Selbst zahlen, sammeln und Sammler zu werben! Nicht so hohe Beträge als viele Beträge sollen die erforderlichen Summen bringen. Die Kardinalgelegenheit für Sammlungen sind die Veranstaltungen der Vereine. Man beachte einmal die Berichte jener Vereine, die die gute englische Politik durchgemacht haben, z. B. die in England und Südafrika, Jeder Bericht fängt an: JNUF. K- 20.—" etc. So muss jeder Vereinsbericht aussehen, Wir hoffen, dass auch nicht ein einziger Verein seine Pflichten vernachlässigen wird. Eine notwendige und wichtige Person in jedem Verein ist der Kommissär des N.-F. Er versorgt die Marken, sieht auf deren Besitz bei jedem Vereinsmitglied und dirigiert die privaten und öffentlichen Sammlungen, Unsere Arbeit ist unser Sieg! * * An die österreichischen Gesinnungsgenossen! Unsere Organisation bezüglich des Nationalfonds schreitet erfreulicherweise, wenn auch langsam, vorwärts. Wir haben in vielen Orten Oesterreichs Gesinnungsgenossen gefunden, weiche sich mit dem Markenverschleiss für ihren Ort befassen. Wir richten an alle zionistischen Gesinnungsgenossen, welche bereit sind, die mühelose und keine Opfer erfordernde Verbreitung der Marken für ihren Ort zu übernehmen, die dringende Bitte, in kürzester Zeit ihre Bereitwilligkeit zu erklären und ihren genauen Namen und Adresse hierher anzugeben, da der Erfolg des Nationalfonds von den Massen abhängt. Die N a t i o n a 1 f o n d s - K o m m i s s i o n des österreichischen Landes-Komitees. * * * Anregung für den Nationalfonds. Wir geben in Folgendemeineraiten Anregung Raum, weil sie zeigt, wie eine wackere Zionistin energisch und praktisch an der Arbeit ist. Zur Nachahmung dringendst empfohlen : „Jüngst sah ich bei einer Hochzeit einen mittels'Post angelangten Glückwunsch, der im Telegrammstile auf einem Telegrammformulare geschrieben war. Dieses selbst trug einen Vermerk, dass der durch diese Beförderung ersparte Betrag dem Israelitischen Frauen-Wohlthätigkeitsverein in Ung.-Brod gutkäme, welcher auch die Formulare herausgab und ix 50 h verkauft Da mir nun nicht alle Anregungen gegenwärtig sind, so ist es möglich, dass ich durch diesen Hinweis nur etwas schon Gehörtes wiedergebe, doch ist es mir bisher nicht bekannt worden, dass diese Art des Glückwunsches einmal bei uns zur Ausführung gelangte. Die bei uns geübte Praktik, anstatt des Glückwunschtelegrammes 60 h dem Nationalfonds zu spenden, bringt diesem zwar um etliche Heller mehr ein, doch ist sie hauptsächlich für zionistische Kreise berechnet und nur hier anwendbar, während erstere zugleich Propaganda machte und in alle jüdischen Kreise eingeführt werden könnte. Ich liess mir nun zu meinem und meiner Freunde Bedarfe in einer Buchdruckerei etliche hundert Formulare anfertigen und werde den Mehrbetrag treu nach Verkauf oder Gebrauch einiger der „Welt" überliefern. Die Vereine könnten jedoch eine bedeutend höhere Zahl absetzen, wenn sie sich nebst dem Nationalfondsmarkenverschleiss auch dem dieser Formulare widmen wollten. Mit herzlichstem Danke für die Wiedergabe dieser Anregung, zeichne ich hochachtend Poslowitz, 11. Jänner 1904. Paula S t r a u s s. Voranzeigen. Wien. (Einzelverein „Wien" des Zion, im Kongresssale IX., Türkenstrasse 9.) Dienstag den 19. Jänner 1904 Va^Uhr abends. Vortrag des Herrn Dr. S. Krenberger. Thema: Ueber Keligionsunterricht. Wien. Der hebräische Diskussionsabend der „Ivriatf, hebräischer Diskussionsklub, findet am Samstag, den 16. Jänner, 7 Uhr abends, im Kongressbureau statt. Referent A. Coralnik: „Hebräisch und jüdisch." Wien. (VorträgeausjüdischerGeschichte.) Montag, den 18. Jänner 1904, präzise 7 Uhr abends, im Festsaale des n.-ö. Gewerbevereines, I, Eschanbachgasse Nr. 11, Herr Dr. Max Gr un wal d: Geschichte der Jaden in Deutschland und Oesterreich" (Fortsetzung.) Mit Vorführung von Lichtbildern. Der Eintritt ist fr*i.