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Die Welt · 1903-08-28 · 5 (28.8.1903) · p. 16

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Journal
Die Welt
Volume
7 (1903)
Issue
5 (28.8.1903)
Article
Mittwoch-Vormittagsitzung
Date
1903-08-28
Page
16 (sequence 5)
Language
German
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Seite 16 „Die Welt" Separat-Ausgabe. No. 5 haltene Frage stellen : Was wird der Tachlith sein? Tachlith, Philanthropie muss um die Erreichung eines eigenen Heims kämpfen. Eine Frucht dieser Erkenntnis ist nur bei der unbedingtesten Wahrhaftigkeit zu erwarten, nur wenn die grosse Masse des Volkes es empfindet, dass es Pflicht eines jeden Juden ist, nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für das Volk zu wirken. Und wenn die Gemeinde und Vereine eine positive Stellung zum Zionismus genommen haben, so widmen sie ganz einfach einen Teil ihrer Einnahmen dem zionistischen Zwecke und die Aufgabe ist gelöst. Dieser Gedanke ist so natürlich, dass er vielen naiv erscheinen wird. Denn naiv und natürlich sind wir, wir komische Judenmenschen, die so wenig Rücksicht nehmen, auf die erkünstelten Kombinationen einer Kahal-Kultus-Statuten-Politik und uns unterstehen, so offenherzig unsere Forderung zu stellen, dass die Philanthropie einen nationalen Zweck suche. Dass wir den einseitigen Gwirim- Kultus, die Verknöcherung, den Formalismus bekämpfen, die Ordnung in den reaktionären, das Jüdisch, in den fortschrittlichen philanthropischen Anstalten fördern werden, ist notwendiges Ergebnis unserer Tätigkeit. Wir sind jüdischer und volkstümlicher als die andern, weil wir einen jüdischen Zentralgedanken haben. Ueber diesen Punkt will ich mich nicht aufhalten. Es genügt auf den direkten Zusammenhang, der zwischen jüdischer Philanthropie und Zionismus besteht, hingewiesen zu haben. Und zum Schluss noch eines : Viel wurde von Eroberung der Gemeinden und der Vereine gesprochen. Ich warne vor einer Verflachung dieser Idee. Es handelt sich nicht darum in die Verwaltung einer Kultusgemeinde oder eines Vereins eine .oder mehrere Personen einzuführen, die unserer Partei angehören; es handelt sich nur um die Einführung des Prinzips. Unsere, der zionistischen Organisation Aufgabe an den philanthropischen Vereinen ist es, den breitesten Schichten unseres Volkes zu der Ueberzeugung zu verhelfen, dass nationaler Zionismus und Interesse für die Lokalbedürfnisse unserer Brüder zwei nicht sich abschliessende Grössen sind, einen Kreis von Anscha Masse herauszubilden, welcher befähigt ist, die gesamte Wohltätigkeit unseres Volkes mit nationalem Geiste zu durchdringen, eingedenk des psalmistischen Wortes : Maskil el Dal, so wird der Boden bereitet auf welchem mit nationaler Erkenntnis wahrhafte altjüdische Wohltätigkeit und Hingebung für das jüdische Gemeinwesen gedeihen. (Grosser anhaltender Beifall). Sitzungs-Bericht der am 6. Kongress teilnehmenden Brüder des Ordens U. 0. Bnai Brith Auf Anregung mehrerer Brüder hatten sich am 24. Augast dieses Jahres die anlässlich des sechsten Zionistenkongresses in Basel anwesenden Brüder unseres lieben Ordens zu einer Sitzung zusammengefunden. Erschienen waren: 1. Expräsident*Dr. Moses von der Lamay-Loge in Mannheim, Delegierter und Vorsitzender des Distriktsbureaus Mannheim, 2. Dr. Regensburger, derselben Loge angehörig, Delegierter und Vorsitzender der Zionistischen Vereinigung zu Mannheim; 3. Marschall Dr. Israel Friedländer von der Unitas- Loge in Strassburg i. E., Delegierter und Vizepräsident des Elsässischen Distriktsbureaus, 4. Rechtsanwalt Albert Levy aus Hagenau i. E. von derselben Loge, Delegierter und Vorsitzender der Ortsgruppe Hagenau, 5. Siegmund Lazarus von der Rhenusloge in Mainz, Delegierter und zweiter Vorsitzender der Ortsgruppe Mainz, 6. Cyrus L. Sulzberger von der Liberty - Loge in New-York, Delegierter, 7. Dr. Klee von der Berthold - Auerbach - Loge in Berlin, Delegierter, Vorsitzender der Berliner zionistischen Vereinigung und Mitglied des grossen Aktionskomitees zu Wien. 8. Dr. Kaufmann von der Breisgau - Loge in 'Freiburg i. B., Delegierter und Vorsitzender der Ortsgruppe Freiburg i. B., 9. Exvizepräsident Israel Beikind aus Jaffa in Palästina, Delegierter. 10. Dr. Max Sprecher von der Leopolis-Loge in Lemberg, Delegierter, 11. Rabbiner Dr. Nobel von der Leipzig-Loge in Leipzig, Delegierter und Vizepräsident der Fraktion Misrachi. 12. Dr. Bodenheimer von der Rheinland-Loge in Köln, Delegierter, Vorsitzender der zionistischen Vereinigung für Deutschland, Mitglied des grossen Aktionskomitees zu Wien, Vizepräsident des sechsten Zionistenkongresses. 13. Dr. Leszynski von der Berthold - Auerbach-Loge in Berlin, Delegierter, 14. Dr. Nacht von der Instruczunia-Loge in Focsany, Delegierter, 15. Leon Horowitz von der Henry-Jones-Loge in Harn bürg, 16. Dr. Arthur Hantke von der Montefiore - Loge in Berlin, Delegierter und Mitglied des geschäftsführenden Ausschusses des Distriktsbureaus Berlin, 17. Expräsident Henry Jackson von der T. P. Iron City lodge 325a Pittsburg Pa., Delegierter, 18. Jakob Segal von der Salil - Loge in Saffed (Palästina), 19. Exschatzmeister Elias AV. Lewin-Epstein von der Schaare - Zion - Loge in Jaffa in Palästina, Delegierter und Schatzmeister der zionistischen Federation von Nordamerika in New-York,

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