Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 6 (1902)
- Issue
- 47 (21.11.1902)
- Article
- Die Wahlen in die Wiener Kultusgemeinde
- Date
- 1902-11-21
- Page
- 1 (sequence 1)
- Language
- German
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Redaction und Administration: WIEN IX., Türkenstrasse Nr. 9, c Telephon 14199. Erscheint jeden Freitag. Zuschriften sind nicht an einzelne Personen, sopdwn an die Redaction oder Administration: Wienj IS., Türkenstrasse Nr. 9, zu.richten. Unfrankierte Briefe werden nicht angenommen und Manuscrlpte nicht zurückgesendet. Sprechstunden der Redaction täglich von l/%\2— l[J Uhr« Preise der Anzeigen; laut aufliegendem Tarif. Der Inseratentheil wird Dienstag abends geschlossen. Einzelne Nummern 30 Heller. O e 8 t e r r e i c h - U n g a r n: ganzjährig Kr. 12.—, halbjährig Kr, <>.—, vierteljährig Kr. 3.—. 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Mag mancher von denenj die in der "Kultüsötube sitzen, rikht so alt sein, ihr Geeist ist greisenhaft und ihr Tun veraltet. Heutzutage muss es aueh minder Weitsichtige^ klar sein, dass die Vertröstungen und Aussichten auf eine baldige Besserung der Läge; der Juden in Oesterreich' und Wien nur leeres Geschwätz äind, ohne jede Begründung und Berechtigung, Im Gegenteil, es wird imiü^Si'0er: nnfc:ä?ger- und die einzige . Vertretung, die die Juden in Wien haben, ist die Kultüsrepräsentanz, und die * einzige Aussicht aul Hilfe, die sich/i'hneri bietet^ ist die der Selbsthilfe, der Sammlung und. Konzentrierung aller ihrer Kräfte. Gefährlicher als der äussere Feind ist der innere, der Tndifferentismus und die ALbtrunriigkeit. Von Tag zu Tag vergrössert sich die Abfallbeweguqg — und was* tut i_die; Göiü^öd^,' >;&^ F rSie^ hit' * nicht ^einmal dea^^.M Mmenflfl^^ yojui-Jud^ntum nichts1-* mfchrj .re^li',jyq%%!^ :v,:-.7:--:-;^ &p&'rt r/v; v-r^.;;*V ^ftideri KfflfossftiB^ ^t^|nJ Leute, ^Xfl^^jKÄge; ais^ä&;:fflrl^ ,deri pfiftgst^-G^räucir Inaa&ül^^ - - - - - ■ ----- - *- ------- ------ ~''"*"lr:LtiTH i ^rpbOng( von "AtMMfi ym -jüdische Gewerbetreibende! yOTstether d^n -Umstodf Ismev '^^iscJaen^ $ eweßbe- ^treilter^ ^Uv^fe^^dig&i i^l^tffctiv Äaj&s'i er; ^ifi^^-äek Äbe^eehitiftm-und ^uftei"- ytö^^ sä4s«;. *iW;n©ch Ä *defo .christl^ ' gelten, mtssteh^ was' s$^ Miclifc be« haupten und heute triumphierend in ihren Organen festlegten? Das alies konnte kommen, weil alle diese Herren der Grösse ihrer Aufgabe und ihrer Verantwortung sich nicht hewusst sind. " Unsere Gegno nennen unser Endziel eine Utopie, ..(weil sie dasselbe areht erfassen und begreifen können. $as Streben nach Freiheit und Menschenwürde, nach c|er Lebensmögliclikeit unserer geknechteten ..Brüder ..deine Utopie! Vielatopistischer ist es, zu < hofiferi und i:zü warten, bis die übrige Menschheit, yyelche;: inr ihrer überwiegenden Mehrzahl den Juden nicht wohlgesinnt : .anderen Sinnes werde und sich zu eitel Liebe und 'Brüderlichkeit bekelire. ... : Wenn sie auch heute der siegreichen. Idee des Zionismus nicht nidir offen entgegenzutreten wagen, so stehen sie ihr so gleichgiltig gegenüber, als ginge sie ^dieselbe gar nichts anr ate würden sie ein anderes und /besseres" Auskunftsinittel haben, um der materiellen und moralischen .Hot des Judentums entgegenzutreten. Unserem gross angelegten, .sozialpolitischenProgramme wissen sie nichts afläeres entgegenzuhalten, als dass sie es ebenfalls, als-Utopie bezeichnen,, .zu deren Durchführung Millionen gehören, wodurch die Steuerträger nnr schwer belastet werden wü rden. Das ist eine lächerliche amd unwahre Behauptung, - : 7U Freilich, heutzutage hat die Kultusverwaltung Muhe, die Steuern thei dmehi einzutreiben, -die nur lose und >|viderwillig mit dem J udentum zusammenhängen undMch ,Jer gerechteh^üäd'l gebührenden' Bes mit: *äer J|rohüng des sonstigen Austrittes aus dem Judentpm ' •entziehen^Weaps afef imser &ekt* zur H#riehaffi gelängt lind die 'Einsieht, fll^zg^riffen if hat,.,..dass,, dez:. Einzelne (fie^^iä&tfiÄt^iiht "nur!'Lasteh und Pflichten,, zu t «Ifcägejij :^^(|pi%^^ih^ia^eli re^was^zu;ierwarten Mi; , |yenn ein jüdische!!;gemeiiigeist, wie ihn wir lins jfenken tittd:'"!^ erzg%t * Mbeik^ ■ häfen " mrA'; "MlüTj. wird r'pS^:^s auf ihn ^§#h Recht xmd B'ßigkßit^l^ (&i^M|kbifön yäftyg *&ä$(S? 'Bß^rfiiuarf"^brins^f%D'|r# ^üsdnimeh- ^S* -' x ~f~*j! i'tt u -<^w> ' ■ '' f ' - ^^ä^e^räS'geh -flclrsffier. äüra^ ohiSeTSIeTirinanspruchc •n^-to: '>des-^ ^iiäölfrm-i %^itulibften'- ^gicjhäffen, welche Uiitebe&'&ifö^ ^Kreisen'^. 'Zugute gkcnrniaaa^^Eden^^ sönöt hinter - dfem^lDrücke der Verhältnisse zu Brd zerrieben werden.