Die Welt
- Journal
- Die Welt
- Volume
- 6 (1902)
- Issue
- 9 (28.2.1902)
- Article
- Zweierlei Juden
- Date
- 1902-02-28
- Page
- 15 (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 9 ( „Die $ Welt" Seite 15 g[e schwiö^» „Ein einziges Wort der Liebe, Mirjam, Du meine Königin!" Sie schwieg. Er schlang den Arm um ihren Leib, um sie an sich zu ziehen, da öffaete sie die Augen. Sie sah ihn an mit einem langen heiligen Blick, der einem Schwur glich. Er schütterfc liess er von ihr, er fasste sich an die Stirne, und überfein ernstes, edles Antlitz rollten zwei Thränen. Sie zerdrückte sie mit ihrer kühlen Wange und lehnte ihr schönes müdes Haupt an seine Schulter. Ihre bleichen Finger vergruben sich in seinem Haar, und leise flüsterte sie, leise, leise: „Mein Paul . . . Mein Geliebter . . (Fortsetzung folgt.) Von unserer Volksbildungsbewegung. Wochen-Programm der Toynbee-Halle XX., Karajangasse 20. Sonntag den 1 März: Adolf Steinschneider: Wien vor 60 Jahren. Montag den 3. März: Dr. J. Fries er: Aus dem Gebiete der Naturwissenschaften. Dienstag den 4. März: Heinrich Diamant: Die Psychologie der Bibel. Mittwoch den 5. März: Arthur Schwarz: Jüdische Staatsmänner im Mittelalter. Donnerstag den 6. März: Dr. Paul Otto Gerber: Lebens Vorgänge im gesunden und kranken Körper. Freitag den 7. März: Dr. Julius Lö wen stein: Bibel, Erklärung der Sidra Samstag den 8. März: Concert: Musik, Gesang. Anmeldungen zu Vorträgen beliebe man zu richten an Herrn Dr. J. Sa dg er, IX., Liechtensteinstrasse 15. Judisches Bildungsheim. XIV., Denglergasse % 1. Stock. März-Programm: Am 6. Marz Herr Redacteur Adolf Donath: Recitafcion eigener Dichtungen. Am 13. März Concert: a) Frl. Louise Lassner: Gesang. b) Herr Jakob Löwenstein: Violine. Am 20. März Herr Dr. M. Kraus: Ueber Zahnpflege. Am 27. März Schriftsteller Heinrich G1 ü c k s m a n n: Vorlesung eigener Dichtungen. Berlin. (Jungjüdische literarisch-künstlerische Abende) beabsichtigt ein grosses Gönnte" zu veranstalten, an dessen. Spitze die Schriftsteller Berthold F e i we 1, Leo M o z k i n, Davis T r i e t s c h und die bekannten Maler E. M. Lilien und Hermann Struck stehen. Der erste Abend, der Dienstag den 25. Februarim grossen Saale des Architekten haus es, Wilhelmstrasse 92, stattfand, trug im" Wesentlichen ein literarischmusikalisches Gepräge. Der Dichter des Ghetto, Morris Rosen fei d, ist als Hauptrepräsentant der modernen Jargon-Literatur zu Worte gekommen. Im zweiten Theile wurde das jüdische Volkslied in Originalmelodien zur Vorführung gebracht. Eine kurze Conferenz hat zu den Darbietungen eine hinreichende Erklärung gegeben. Programm: 1. Die jüdische Dichtung. Morris Rosenfeld, der Dichter des Ghetto. Conferenz : Herr Berthold F e i w e 1. Recitation : Herr Marceil Salzen 2. Das jüdische Volkslied. Gesang: Fräulein OttySevera, Opernsängerin, Herr J. Libowskj. Musik: Herr Walter Levy (Cello), Herr Heinrich Schkolnik (Geige). Mittheilungen aus dem Publicum. Fräulein Zephyr R ö n ai, eineTochter unseres wackeren, unermüdlichen Gesinnungsgenossen Herrn Dr. J. Rönai in ßälazsfalva, hat sich mit Herrn Anton Friedmann in Kis-Sebes verlobt. Mittheilungen des österreichischen Landes-Comites „Verband Zion". Folgende Tage sind für unsere Sitzungen bestimmt: März 11. und 24. April 3., 15. „ 29. Mai 6. „ 13. An diesen Tagen sind die Mitglieder der Leitung von 7 Uhr abends an im Congress-Bureau, IX., Türkens trasse 9, zu sprechen. Ebendahin sind alle Zuschriften an. das Landes-Comite oder den Verband „ Z i o n" zu richten. DasLandes-Comite hat alle für Oesterreich wichtigen Fragen des Programm es, der Organisation, Agitation und PressezurBehandlung übernommen. Das Referat über volkswirtschaftliche Fragen hat Herr Dr. Egon Zweig übernommen. Der zweite österreichische Zionisten- Tag findet am 18. und 19. Mai d. J. in'B i e Ii t z statt. Im Verlage des österreichischen Landes-Comites „Verband-Zion" ist neu erschienen : „Was wollen wir Zionisten" von Berthold F e i w e 1. Vorzüglich zur Agitation geeignet. Preis 4 Heller. Für Vereine bei Abnahme von mindestens 100 Stück 2 Kronen. Bestellungen 'wolle man richten an das „Oesterreichißche Landes-Comite", IX., Türkenstrasse 9. Vereine, welche zionistische Ansichtskarten, Briefpapiere, Cigarettenpapiere, Papier-Cigarettenspitzen und Schmucksachen mit zionistischen Emblemen wollen, mögen sich im Wege ihrer Districts - Comites beim Verband j,Zion" melden. Geldsendungen für das österr. Landes-Comite sind zurichten an Samuel Mohr, Wien, XII. Schönbrunners-trasse 289. Sämmtliche Zuschriften in Sachen der anfangs März erscheinenden Broschüre „Der Zionismus" von MaxN o rdau sind an den Jüdischen Buch- und Kunstverlag, derzeit Brünn, Krautmarkt 11, zu richten. Das Reinerträgnis der Broschüre ist für den Agitationsfonds des österreichischen zionistischen Landes-Comites bestimmt. Spenden. Für den jüdischen Nationalfonds: „Ivria* Wien anstatt Telegramm an „Kadimah" Bern Kronen 1.—, Bernhard Kreisberg und Lak Süsswein, Drohobycz 1.85, — „Frateruitas", Prag 10.—, Sammlung der XVIII. Generalversammlung des Vereines jüdischer Hochschüler „Bar Kochba", Prag 4.76, Sammlung Med. Theodor Kohn, bei einer Jause in der Stroheckgasse, Wien 4.-—, Josef Mahler und Frau gratulieren dem jungen Ehepaare Heinrich und Bertha Wittreich, Neu-Sandec —.60, Dr. Zeche für Hrn. Dr. M. Klumel in Strassh. 6.32, Drehorgeierlös 1.17, Samml. David Moses inZarszyn, Ofner,TarnowL—, Krieger, GorJice —.50, Reiss, Lemberg —.20, Käufer, Krakau —.30, Gassweg, Rymanow —.60, Weinstein, Rymanow 1.—, zusammen 3.47, Sammlung im Verein „Moria", Wien 11.21, zionist. Studenten im Technikerheim „Rudolfinum", Wien 7.22, Sammlung; im „Rudolfhium", Wien 2.-, Verein „Zion4*, Suczawa 5.97, N. Schiff, Engelhard Stryi 1.77, in Zawerzie gesammelt bei einer Agitationsrede des Herrn Chaim Katz aus Grodno 55.63, Leon Rabkiowitsch, Odessa 10 Pf. Stlg (gold. Buch) 240.—, Sigismund Brauner, 8. Gymnasialcl., Tarnopol, statt eines Bouquets für Frl. Auguste Grünhut 1.97, gesammelt bei Hochzeit bei Frau Harrer, Snizawa, Frauenstein 1 —, Weissberg 1.—, Taubmann 1.—, Buff —*60, Starer —.40, Kieinberg —.30, Gramer —30, Gärtner —.20, Sofer —.20, Starer —.20, Gramer —.20, Jungermann —20, Schreier —,20, Schachter —.10, zusammen 5.97, Sammlung im Theater Lupescu Focsani bei Vorstellung „Kol Nidre" durch Herrn Urban, Goldstein, Hascal und Siibermann 14.27, Bei Vorstellung „Bas Jerusalem" durch Leibowici und Zosmer 9.50, Richard Seligsohn, Berlin 29.30, Sammlung durch Frl. Fanni und Rebecca Weisshut bei Hochzeit