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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1839-04-02 · Heft 40 (2.4.1839) · p. Seite 162

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
3 (1839)
Issue
Heft 40 (2.4.1839)
Date
1839-04-02
Page
Seite 162 (sequence 4)
Language
German
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übgefertigt, welche darauf hinausgingen, die Ansichten über hie vorliegende Frage zu verwirren, kommt er zum Schluffe, indem er seine Tirüder. nochmals ermahnt, an die Aenderung religiöser Observanzen, welche für die ganze Nation als bindend angesehen.werden, nicht ztr gehen, sondern, die Einigkeit der Gemeinde zu erhalten^ und je.de abziehende Diskussion zu vermeiden, um in. denpraktischen Maßregeln zum allgemeinen Fortschreiten (iniprovement) -desto kräftiger zu sein. Nur nicht wieder zurück Ln den langen . Schlummer verfallen, in - die -. traurige Apathie! Was aber hierin zu thun, wird er in einer andern No. ausspcechen, indem er den gegenwärtigen Zustand'zrnd den Gang der Verbesserung darin besprechen: wird. . Jetzt: aber ermahnt :$u denken an den Tag der Rechenschaft. über die, heilige Pflicht die uns anvertraut, .und. den Glauben;,:..,der. uns übergeben worden!- ... Ein Jeder ersieht aus dieser Exposition des Inhaltes unsres englischen Schriftchens, .daß der Verfasser zwar einen .nicht ganz neuen, aber, dennoch nirgends bis jetzt so. bedeutsam hervorgehobenen Grundsatz aufstellt, den der Einigkeit des. israelitischen Lebens , welcher den größeren. Veränderungen und Reformen in den Weg tritt. Der Verfasser geht streng logisch zu Werke. Er setzt einen hohem Zweck Israels fest; dieser Zweck, der in der ganzen .Geschichte, in per ganzen Lebensfrage.Israels begründet ist, erfordert die Erhaltung, der. jüdischen Welt als eine religiöse Einheit Z diese Einheit würde, sich aber auflösen, sobald jede Gemeinde für sich einen besondern Weg beschreite; Aenderungen. in größerem Maßstabe dürften also nur von der Mehrheit der israelitischen Gemeinden getroffen werden. -- Wir sehen aus dem ganzen Verlaufe, daß der Verf. die geistige Frage von dem Ursprünge des mündlichen Gesetzes ganz:.fallen läßt;-er ergreift es als materkellmothwendig, unp' führt diese Nothwendigkeit auf die ältesten Zeiten zurück. -77 Ueberließen wir.uns einer Kritik dieses Systems, so - fällt allerdings gleich, auf,: baß es die Möglichkeit einer jüdischen Synode der größten und meisten Gemeinden' Israels voraussetzt, durch welche allgemeine Entscheidungen-getroffen werden könnten. Der. Verf. wird aber Jedem das Recht, zugestehen , an diese Möglichkeit bei den obwaltenden -Verhältnissen -zu zweifeln. Ferner-'-käme die Frage herein, was -denn Veränderungen waren, die wesentlich die Einheit der religiösen Genossenschaft' Israels gefährden? und welche von -der Kathegocie, haA öhybeschadet ihrer, jene Einhejt sich doch erhielte? Endlich von praktischer Seite bliebe die Frage zurück, wenn.-faktisch dennoch mehrere Gemeinden Veränderungen:; träfen, also diese Einheit per se aufgehoben; würdewas dann zu tbun sei? Eine Frage, dir .noch..reellere Anwendung auf-die Individuen findet,' deren somit: eine.! große. Zahl aus dem einheitlichen Verbände getreten wäre? — Man sieht hieraus, daß, so fest begründet an sich das System des. Verf. scheint, dennoch bei praktischer .Prüfung, die-obschwebende Frage durch dasselbe nicht gelost, wird.. Jedenfalls über ist es durchaus zu wünschen, daß diese hohe und.-herrliche Ansicht, im Allgemeinen eiye größere Erwägung bei unfern Glaubensgenossen in Deutschland fände, insofern, daß Einzelne und einzelne Gfmeindey lernten, nicht-bloß sich gnd ihre Umgebung bei .betreffenden Schristey. im Auge zu. haben, sondern auchdie Allgemeinheit zu, berücksichtigen; daß der materielle Egoismus immer, mehr - aus. den Gemüthern schwinde, und die Idee,, um.derentwillen wir Juden— Juden sind, immer mehr Eingang-und immerinnigere Belebung gewinne. Bemerkungen. Wir machen dem Betreffenden bemerklich, daß wir der russischen Sprache nicht mächtig.sind, auch Niemanden zur Hand Haben, der uns hierin unterstütze. ..." / " - . . . ’ ’ '' Wie wir fä'on einmal bemerkt, fo roerben bic 2(t:betten jenad) üjum_',J3tt^«ejfe,,Vöb0e.btu^^i wir ersuchen aber noch um einige Frist. ' - ‘ . > .• '; ■ v . Die Mittheilung von Herrn M. inK'-W...... ch. kann nicht ausgenommen werden, -dasie blos eine Annonceenthält. Sollte diese im Anzeiger gewünscht werden, so,wäre dies..näher zu bestimmen. - . - . r,.. .... , ...-- . Das Anerbieten des Herrn J. M. in A.m. nehmen wir recht gern an, bitten' jedoch um beullicke' deutsche Haüdschkift, die hebräischen Worte mit Qüavratschrift, und kann dev AüffqtzherFahrpöst 'Ltt^aketfolrrn"ekNgefettM Mrbett! Wir bemerken, daß bereits eine Entgegnung des Herrn Landrabbinen Hirsch gegen den Anhang- Ves Rhapsödistett üüd ÄNe gleiche -des Herrn Diftriktsrabbinen 'Gütmann gegen Herrn Hirsch eingelaufen und daß: sie alsbald mitgetheiktwerden follem .. . ^Nachdem, der bereits erwähnte hebräische Aufsatz aus Marokko, überr diedoytigm.1 MtesdienUchm.Gebräuche eingetroffen ist, sind,, wir mit der Uebertvagung desselben beschäftigt, und werden ihn in den nächsten Wochen geben.; Die Stelle v. 7. ist beseht./ . '■ /"/// "//! Wkb rnach'en hiet darauf aufmerksam', daß, wenn Meldungen zu-einer'Stelle geschehen sind, dieselben'Behufs einer andern nicht berücksichtigt werden^können, indem es uns nie gewiß fein kärin, ob die BAhä'ttnkffLnöch'-drsselbm ftiem : Die Meldungen/müssen deshalb bei . vorkomwenben Fallen chlebev^erfleuet werden. Die Redak^ion^ Druck von I. B. Hrrfch^eld.' ' - .'

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