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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1839-04-02 · Heft 40 (2.4.1839) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
3 (1839)
Issue
Heft 40 (2.4.1839)
Date
1839-04-02
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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»I. Jahrgang. Allgemeine No. 4«. IM •./,/;' ■ JjV ,,;•*/, : r / Ein '/ ' ' ünpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse, x=-'s in Betreff von .. . .... . . ... •,.../ --;;w, Politik, Religio», Literat«», Geschkchte, Sprachkunhe vnd Belletristik. Redäcteur: .... : - Vertag von. ,v: Dr. Ludwig Phrlippson, Baumgärtners Buchhandlung isratlktischer Prediger in Magdeburg. V ' . zu Leipzig. (Mit Kömgl. Säkbfischer allergnädigster Concession.) Leipzig, den A April 1^39. . -Diese Zeitüng erscheint, wöchentlich 3. Mal, i Dienstags, Donnerstag» und S onnabe'nds, und wird jährlich'96 Bogen 'in Quart incl. de» Titel», Register» u.'s.rv. umfassen. In Gemäßheit de» Zweckes derselbe» die allgemeinste Verbreitung r« geben, ist der Pr«»'äü« Herst niedrig: mit 3 'den. Katz-gang'^l 12 Gr. für sechs Monate —.18 Gr-für. da» Vierteljahr angesetzt ^worden. Me Büch» chandlmigen,. Postämter und ZeitungSerpeditionen yehnisnBestellungen an; der Haüptspedition für beide Letztere hat sich die Königl. Säcps. wohllöbl. Zeituyg» - E-rpedition allhier unterzogen. . b '<•' 1 - ' : i Zoitnngsnachrichte». Pet ^rsbu rg, 9. Marz. Einer kaiserlichen Verordnung zufolge, sollen diejenigen Hebräer, die in den/westlichen . Gouvernements Witepsk, Mohilkw, Minsk) Gcodno, Kiew,; Wilna, Podolien, Volhymen und. Bialistok . dem Ackerbau sich tyidmen, und von denen jedesmännliche Individuum mindestens fünf Dessiätinen Landes durch Kauf oder Pacht, von der Krone oder von Gutsbesitzern^ inne hat, "als feste Ansiedler zu betrachten seien. - - ' ' Prag, 19. Marz. (Privatmitth.). Daß Ihre Zeitung schon, lange nichts über Prag berichtet, ist Beweis genug, -aß hier schon lange nichts Erhebliches, vorgefallen. Für den Augenblick ist jede Parteiaufregung beschwichtigt, widersprechende Meinungen haben sich vereinigt, o,bec werden wenigstens nicht laut, 'und jeder hofft das Beste von dem nun ruhig gewordenen- Gange der Ereignisse. Inzwischen hat ein Akt der.BZohlthatigkeit, d^ch zu beweisen Gelegenheit gegeben, daß Gemeinsinn und/Mitgefühl'Hr'.die leidende' Menschheit noch irNmer unter uns rege stk. Es-war dies nämlich eine musikalische Akademie) welche die Vorsteher des Israeliten - Hospitals - unter Anordnung .und .Leitung des Herrn . Kapellmeisters.Skraup zum Vortheile jenes Instituts veranstalteten.. Der reichliche reine.Ertrag von 1858 f. 4L Kr., konnte nur, wie die Prager Zeitung meldet, durch die namhaftest Spenden', welche Won allen Klassen der Bewohner dieser Hauptstadt zuflossen und durch die uneigennützige Bereitwilligkeit, mit welcher sstmmtliche Künstler mitwirkten, erzielt werden. .? , — — Mit Nächstem, wird hoffentlich über die definitive Berufung Rappoports berichtet werden/können, voraüsaesetzt, baß er einer jüngst wieder von Hieraus an ihn ergangenen Aufforderung entspricht. ~ 1 München, 10. Marz. (Privatmitth.) Die Auswanderungen nach Amerika nehmen intimer mehr und mehr zu. So oft, und das ist fast täglich, gute Briefe von ^Ausgewanderten eintreffen, fo“ oft entschließen sich-von Neuem Mehrere, den. Wanderstab-zu-ergreifen, so daß von' dem .winzigen Hagenbach > einem Marktstecken in Mittelfranken, nach dem Pasta-Feste,, zwölf.junge Leute fortgehen, in dem nahgelegen Wambach, außer den Unbemittelten, fast gär keine junge'Leute mehr zu finden sind. In Dettingen wandem, wie ich Ihnen schon bezeichnet, sogar mehrere ättsässige Familien aus; doch tritt denselben eine, große Schwierigkeit in den Weg. . Wie bekannt haben die europäischen Staaten mit den nordamerikanischen Freistaaten einen Vertrag, den freien Abzug betreffend bis züm Jahre 1840, abgeschlossen; allein die Standesher'ren sollen berechtigt sein, den zehnten Gulden des ganzen mit 'fortzunehmenden Vermögens ansprechen zu dürfen, so daß. eine-Familie, die ungefähr 4000 .fl. mit fortnimmt, 400 fl. an den Standesherrn entrichten müßte. Der, Fürst von Oettingen- Wallerstein soll nun von 'diesem Rechte Gebrauch, machen, -wodurch den Auswandernden ° viele Hindernisse entgegen gesetzt werden. Ueberdieß wandern nicht nur Handwerker und Geschäftsleute, sondern auch Männer pon gelehrtem Stande, da die Aussichten auf Rabbinate, wie auf medicinische Anstellungen, bei der ungeheuer .großen Anzahl .der Bewerber nicht sehr glanzend sind. '. / / Wir. hören.', zwar:, manche iSlättep jubeln über hen Abzug so zahlreicher, ^Schaaren jüdischer Hlaubensgenossen/ solche, vre den freudigen / frommen Wünsch aussprechen,' daß die Zurückgebliebenen - den Vorangegangenen " foltzen- ''möchten; über.-ihnen erchkedern wir', -einer solchen Gemeinschaft,' wie dH jhre ritz,/., los zu werdet ist -as,- was uns. zun -wenigsten Üebetwindürtg. und /Selbstverleugnung kostet,, was. den/Wqndernden öle' wenigsten. Thcanen erpreßt, wus ihnen/vielleicht ernst'manche frohe'Stunde bereiten wird.'''' J

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