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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1839-02-28 · Heft 26 (28.2.1839) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
3 (1839)
Issue
Heft 26 (28.2.1839)
Date
1839-02-28
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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III. Jahrgang. Allgemeine No. 26. Zeitung -es Au-enthums. ' ' Ei» ' impartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. (Mit König». Sächsischer allergnadigster Concession.) Leipzig, den 2tz. Februar. 1839. Zeitungsnachrichten. Prag, 15. Febr^ (Privatmitth.). Vor Kurzem erschien hier eine Lebensbeschreibung d^s sel. Peter-Peer, die derselbe einem Verwandten kurz vor seinem Hmscheiden diktirt hatte. Abgesehen von der Vorrede, die^miL-Ltwas. Leichtsinn abgefaßt ist) W^UMSMsthiogMh'ie^Lmen.^Men^Ton^^ Peter Beer "war geboren am 19. Febr. ,^.58..zu^-Re-ubidschow. Sein Date^ äVär^DVrlW regie in Mähren, ließ dem Knaben den damals gewöhnlichen biblischen und talmudischen Unterricht ertheilm, aber auch vom christlichen Schulmeister '.des Orts^. deutsch" lesen und schreiben lehren, was er selbst verstand. Ja sogar Latein erlernte er bei demselben. Mit dem 14. Jahre kam er auf die talmudische Hochschule zu Prag, nach vier Jahren aüf die zu Preßburg. Im 21. Jahre trat et seine erste Condition in einem ungarischen Dorfe an. Aber auch hierhin drang der Ruf von den Arbeiten Mendelssohns und der dadurch bewirkten Umwälzung und Kaiser Joseph's Toleranzedikt, und Beides führte^ihn. 1780-nqch Wien. / Hier kam er als Lehrer jft-ein gediwetcs"Haus, wo mehrere rhriftliche Gelehrten ihm mit-Rath-andie Handgingen, sich eine wissenschaftliche Bildung zu erwerben. .Nachdem er später noch Vorlesunaeu.aL-deo-Wien^U»i-verMr7M^N^Mr'-rr"^ zwei Jahre-Mrer^nn^EHumWUHAMWW^MWe^ zu wo er sich auch" 1787' ^st"^sern^nöch lebenden ' Gattin ver^ mählte.' 1796 .gab..er-, seinem eOe>Mchrist 7^-,^ die e rsse in hebr^. Sprache gefchriedene-^iMWe^Ge-v schichte, welche 5 Auflagen. erlebte. 1808 erschien' die erste Anleitung zum UnterrichMin der mosaischen Glaubens- und Psiichtenleh're. rd P. B. Lehrer an der pcager ifrael.,.Hguptschule^ -'welchem Lehramte ^M"M"sselnem"Todepo.cstcmL.__—^DaZ. Nähere in dem ^Büchlein selbst, welchesbei^MMsch^nd' AndraeIüg^M^Ax<L<Cr^M^-zu°bezrehen'ist/ MnL^deM-wkr recht viele Ab.rteh.mer.. vMschen,^um'si^^ sehr edlen Zwecke BeergehW^ einex^ayßern-LrnWW)ÄMche,wenMlhr auch das Juden- ») Wir haben noch eine kleine Piece von dem Verewigten in unserm Dcposite, besten Hauptinhalt eine Mahnung an die jungen Prediger, nicht so vie'l und so l« a ld ihre h omiletischen Produkte drucken zu lassen, ist, und die wir, so wie der Raum eS gestattet, geben werden. . Der Redakteur. thum nicht folgen konnte, doch einen frischen Lebensgeist durch' dasselbe strömte, und namentlich den jüdischen Literaten eine normale Form näherbrachte, worin jene früher gar wenig Geschick hatten. Immer aber bleibt die frische Strebekraft zu bewundern, welche viele jüdische Männev in^ vorigen. Jahrhunderte durch die Schranken einer eng umschriebenen Erziehung dringen und zur Wissenschaft kommen ließ. Einer dieser...war P. B., von dem es noch rühmend zu sagen ist, daß er diese Strebekraft durch ein achtzigjähriges Leben zu bewahren gewußt.. Die Belege, hierzu liefert die genannte kleine Schrift. — (Unter No. 21 des Registers seiner Schriften wird eine Uebersetzung -des More nebuclnm a ls ^ch^strns" in'"1)rei^Banden^rfchmrenb'ange-- kündigt. Z§!r möchten wissen, -< ob diese wirklich erscheinen wird. .Redakt.) Paris, 13. Fcbr. (Privatmitth.). Nirgends mehr als hier versteht man es, ein Talent, wie man sagt a exploiter, zu deutsch auszubeuten, so viel als möglich Vorkheit daraus zu ziehen. Aber auch bei der geringsten freien Bewegung eiyes solchen Werkzeugs, erhebt man desto lauter sein Geschrei, , und sucht es . auf möglichste Weise, in den Augen des Publikums bloßzüstellen. .So erging es vor Kurzem der jungen Rachel. Wäre es nicht eine Sache der Gerechtigkeit gewesen , bei dem ungeheuren Erfolg, den jie gehabt, bei den unverhaltnißmaßig großen Einnahmen, "die sie der, Theaterkasse zuwandte, ihr eine eben so verhältnißmäßige Gehaltserhöhung zukommen zu lassen? Da dies nur in geringem Maße geschah, wandte sich der Vater der .Rachel an das Comitö, es diesem überlassend, seine'mäßige Forderungen zu genehmigen oder nicht, jedenfalls unverbrüchliche Folgeleistung dem einmal eingegangenen Contrakte verheißend. Sofort wurde in allen Blättern die Sturmglpcke gezogen über diese Unverschämtheit, und Tiraden ausgestreut, inoem man zugleich die gestellten Forderungen um das . Drei- und Vierfache , vergrößerte. Namentlich der Siecle brachte es selbst zu Injurien. Welche Freude für etwaige cis- und rransrhenanische Judenfeinde — es handelte sich hier ja um Geld!' Jndeß wiro die Wahrheit in Frankreich bald zum Lichte gebracht. Der Vater der Rachel sandte einen Brief an den Siede, voller Mäßigung und Ruhe, in welchem er den ganzen Thatbeftand der Angelegenheit darlegtc, wo es sich zeigte, daß das Maximum der Forderung von 2000 auf 3000 Thlr., einen dreiryonatlichen Urlaub und 25 bis 50 Thlr. Spielhonorar, wenn die Einnahme sich über 5000 Frs. erhebt, belief. Dieses, verglichen , mit den Honoraren anderer celebrirten Jünger

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