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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1839-02-19 · Heft 22 (19.2.1839) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
3 (1839)
Issue
Heft 22 (19.2.1839)
Date
1839-02-19
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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ns. Zayrgong. Ällgemeine No. SL. Zeitung -es JudenthuMs. Eiu unpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. (Mit König!. Sächfischre aüergnädigstrr Concesiio«.) Leipzig, den 19. Februar 1839. Zeit«ags«ach pichte«. Mann he im/7. Febr. (Eingesandt.) Kundmachung. Die Aufforderung zur Aussetzung eines Preises auf unterhaltende Volks - und Jugendschriften für Israeliten (in der Zeitschrift f. jüd. Theol. IV. Bd. 1. Hft. S. 26 — 36 und in dieser Arg. No. 9b. vor. Jahrgang) geschah eben so wenig in der Eröffnung, durch eine glänzende Belohnung die Concurrenten zu locken, als in der Meinung, daß sich Werke von gediegenem Werthe durch eine goldene Wünschelruthe hervorzaubern lassen. Unsere ' neuere Literatur hat ohne Macenate, ohne äußere Ermunterung und Begünstigung ihre ersten Knospen angesetzt, und wird, da von Tag zu Tag'ihr Publikum größer, ihre Basis bkeiter wird, fortan, ,rvill's Gott,-ihre Blüthen vollends entfalten und Frucht des Lebens tragen. : Dennoch ist und bleibt es sehr verdienstlich,, ein Hinderniß zu beseitigen, wodurch irgend ein Zweig dieser Literatur zurückgeblieben, den Winterfrost davon zu scheuchen, und durch freundliche Andauchung und Erwärmung dessen Entwickelung zu fördern. Diesen Dienst nun kann und soll ein-Preis leisten. Die Verfassung einer guten Volks- oder Jugendschrift ist gar nichtso leicht, als Mancher stch's denken mag, ist nicht etwas, das sich für Geld bestellen und anordnen läßt, und sollte sich Keiner daran wagen, der nicht innern Beruf und Tüchtigkeit dazu'in sich fühlt. Aber es giebt vielleicht Schulmänner und Gelehrte, die dazu vorzüglich befähigt und aufgelegt waren, und denen nur die erforderliche Muße gebricht, die, um sich und ihrer Familie den nöthigen Unterhalt zu verschaffen, geringfügigern, ihnen wenigerzusagenden Arbeiten ihre Zeit und ihre Kraft widmen müssen. Um über solche Männer für den angegebenen Zweck zu - gewinnen, wird es hknreichen, ihnen die Ueberzeugung zu verschaffen, daß das Bedürfniß, dem sie abzuhelfen Talent und Neigung hätten, allgemein gefühlt werde, daß ihr Werk demnach Absatz finden und ihre Arbeit in diesem Facheso gut und wahrscheinlich noch besser als in irgend einem andern belohnt werden wird. Diese Ueberzeugung scheint schon hinlänglich begründet durch die sin dieser Ztg. No.95 und 119 v. I. kundgegebenen) Subscriptionen auf 270 Exemplare, welcher im voraus gesicherte Absatz in wenigen Gemeinden auf einem sehr bedeutenden im Allgemeinen Hof' fen laßt- (da wol anzunehmen ist, 'daß auch Rabbinen, Schullehrer und Jugendfreunde,-die sich durch kein bestimmtes Versprechen binden wollen, ,dennoch bestrebt sein werden eine bereits erschienene gute Jugendschrist in ihrem Bereiche zu verbreiten), und soll erhöhet werden durch einen Preis an Geld fünfzig Akeichsthaier Prerrß.Goür., den Verfasser der besten in der ersten Aufforderung bezeichneten religiösen Jugendschrift-erhalten soll, und bei der Re-- daktion der allgemeinen Ztg. des Judenrhums beziehen kann.. Ist der Preis an sich klein, so legt -er dagegen dem Verfasser keine andere Verbindlichkeit auf als das Buch drucken zu lassen, was ohnehin in seinem Interesse liegt, und bleibt ihm der ganze Betrieb'durch den Buchhandel frei, und durch ihn die' Aussicht auf einen schönen Gewinn. Der Umstand aber, daß er von einer Dame hecrührt) der eben nicht große Summen zu Gebote stehen, (von derselben waren auch die in- No. 95 v. I. erwähnten 40 Frank, die , jetzt eingerechnet sind), zeugt.um so mehr vom Vorhandensein des Bedürfnisses, da dieses wol von Tausenden gefühlt werden kann, die es sehnlich wünschen und sich freuen würden, ihm abgeholfen zu sehen, bis sich Einer dazu entschließt, diesem Wunsche ern (relativ bedeutendes) Opfer zu bringen. Das Manuskript muß bis Ende Febr. 1840portofrei Einem von den Herren 0>. Maier Kirchenrath und Rabbine in Stuttgarts Abraham Kohn Rabbine in Hohenems und Hr. Dr. Philippson in Magdeburg, welche die Gefälligkeit haben werden, dio Beurtheilung der eingelauftnen Arbeiten zu übernehmen. Möge diese Kundmachungbald die gewünschten-Früchte tragen, und zu ähnlichen Bestrebungen in Jsrgel ermuntern! Der Redakteur dieser, Zeitung bezeugt hiermit, daß die oben bezeichnten 50 Thaler Pr. Et. als Preis der besten Jugendschrift der in No. 95 v. I. angegebenen Qualität bei. ihm deponirt sind. Zur Bequemlichkeit der Herren Bewerber bemerkt er, daß die Manuskripte, mit einem Motto versehen, nebst einem versiegelten Couvert, auf welchem das nämliche Motto als Aufschrift, und in welchem der Name des Abfassers sich befindet, an die Verlagshandlung dieser Ztg. frankirt eingesendet werden mögen, worauf dieselben den beiden anderen Herren Preisrichtern zugesendet werden sollen. Außerdem subscrrbirt der Redakteur d. Ztg. auf 30 Exemplare, wodurch die Summe der Exp. auf 300 erhöht wird. Berlin, 10. Febr. (Eingesandts rOeffentliche Anzeige. . Das Wohlthün wahrer Frömmigkeit durch Menschenalter hindurch in ftgenreicher Kraft bewährt, verdient gewiß, allgemeine Anerkennung, und ist am Meisten

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