Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 3 (1839)
- Issue
- Heft 14 (31.1.1839)
- Date
- 1839-01-31
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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LIL. Jahrgang. Allgemeine No. L4, Zeitung des Zudenthums. - Ein nnpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. (Mit Kölligi. Sächsischrr. allrrgnädigfttr iLoncefsion.) . Leipzig, den'31. Januar 1839. Zeitungsnachrichten. Aus dem Haag, 3. Jan. (Privgtmitth.) Die Central-Commission der Israeliten verlangt in einem Pro-' gramm ein Buch in holländischer Sprache, das zum Handbuch bei der Confirmationdienen könne. — Die Anzahl der Zöglinge im niederländischen Seminar der Israeliten deutschen Ursprungs zu Amsterdam, betragt jetzt 2(A Außerdem erhalten noch mehrere junge Leute 'vorbereitenden Unterricht. Der theologische Unterricht, welcher täglich von 9 bis 12 Uhr und von 2^ bis 4 Uhr ertheilt wird, besteht im Talmud mit Raschi- und Tosafot, und für die höchste Klasse mit allen jrpöiö; im Uebers. der h. Schrift in's Holländische, in der Exegese und Philologie, in der hebr. Grammatik und Literatur. Der nicht religiöse Theil besteht, in holländischer Gramm., Geschichte, Arithmetik, Algebra und Geometrie, so wie in den Begriffen der Homiletik. Man' bemerkt" einige Theologen rmd eine gewisse Anzahl Lehrer, chervorgegangen aus dieser hohem theologischen Schule, die, wenn sie auch noch nicht den heilsamen Ansichten der Regierung- und den Bedürfnissen^ der Zeit entspricht, nicht unterlaßt, ein erster Schritt in der Verbesserung des Standpunktes unsrer Geistlichkeit zu sein.*) Unter den israel. Sekundairschulen, deren Zahl immer wächst, zeichnet sich die der portugiesischen Israeliten zu Amsterdam durch die exemplarische Ordnung, die in ihr herrscht und durch den höchst passenden Unterricht, den man darin ertheilt, aus. WederHerr Thiersch, noch Herr Cousin hätten sie unbemerkt lassen . sollen. Der letztere Gelehrte hatte besser daran gethan, hier, als in der portug. Synagoge, eine Viertelstunde zu verbringen. .Diese Schule ist ganz und gar nach der Lancastermethobe eingerichtet. Die Zahl der Zöglinge ist 221, nämlich 10-7 Knaben und 114 Mädchen. — Herr Wynbeek, Inspektor der lateinischen Schulen des Königreiches, hat sie inspicirt, und hat einen Bericht an das Ministerium des Innern in den schmeichelhaftesten Ausdrücken gemacht. Diese Schule besteht schon seit 1814. - Der isr. Gemeinde zu Zwolle gebührt die Ehre- .unsre 7°) Au, mehrerer Sicherheit, fügen wir. von diesem Satze die .Original-.Worte hier bei: ,,0n remarque quelques theologiens et‘un ' öertain nombre <!' institutions sortis de cette ecole snpdrieure theologienne.qui, bien qu’en ne repondant pas encore aux vues salutaires du gouvernement, et aux besoins. de T ejpo-;qiie, ne laisse que d’etre un premier pas a une amelioration dans l’etat de notre clerge. . ' / Redakt. Nationalfeste das letzte Mat auf die würdigste Weife gefeiert, zu haben. Unter Anderm, bei Gelegenheit des Waterloo-Festes, langen die Zöglinge der israel. Religionsschule dieser Stadt im Chore mehrere Gesänge, und der ehrwürd^. Rabb. Hertzveld sprach eine ergreifende Rede in holländischer Sprache, gefolgt von einer Hymne, vom Chor gesungen. Nachdem alsdann der Rabbine ein hebräisches.: Gebet recitirt, sang man das. Nationallked „IVie ^eerlÄnds^Äoed,^ in's Hebräische übertragen von Herrn Lutpm irchi, erstem Lehrer der' gedachten Schule. Der Gottesdienst endete mit einem großen Hannoteri und Adon Onolam. Hieraus kann man schließen, daß auch in Holland sich .das Bedürfniß einer Kultusverbesssrung dringend fühlbar macht, und es'wird eine große Befriedigung für'Herrn Hertzveld sein, so wirksam dazu beigetragen zu haben. . .Auch sind seine Anstrengungen eben so von den Freunden langsamer aber aufrichtiger Fortschritte, als von den Vertheidigern schnellerer Mittel, gebilligt worden, für dieein kürzlich veröffentlichtes Merkchen: „Vrymoedige Gedachten“ betitelt, als ein Or-, gan angesehen, werden kann. Die Central-Commission und die gegenwärtigen Rabbinen werden , darin auf die härteste Weise behandelt,*) -eine Vereinigung, sie zu wirksamem Schritten zu zwingen, wird vorgeschlagen;"der Verfasser verfallt in Persönlichkeiten, und.greift-zu stark, ay, außerdem bewahrt er die Namenlosigkeit— ,Gründe, warum selbst die güten. Saatkörner keine Wurzeln fassen werden. J. B. London, 5. Jan. (Privatmitth.). Vor einiger Zeit, fand man in Lore-stieet-llist eine kupferne Medaille des Kaisers Vespasian, die zur Inschrift hat: Imp. Caes. Yespa^ian. Aug. Cos. VII. P.'M., unb auf. der Kehrseite eine weinende Frauensgesialt, sitzend untyr einem Palmbaum,- umgeben von den Worten: lurürea eapta. Diese, unzweifelhaft bei Gelegenheit der Siege Vespasians und Titus' gefertigte Münze ist im besten Zustande. Philadelphia, 1.5. Dez.. (Privatmjtth.). Herr H. Leeser, der sich seit 1824 in unserer Stadt aufhält/ und als Geistlicher der hiesigen jüdischen portugiesischen Gemeinde die höchste Achtung genießt,^ hat vor Kurzem herausgegeben: -J.) The Jews arid the Mosaic Law, worin der Vers, zuerst eine Vertheidigung der Offenbarung des Pentateuchs, und der Juden in/Beziehung auf ihre Anhänglichkeit an dieser Offenbarung, giebt, dann vier Versuche über das 'Ver-- hältniß der Juden zu den Christen; 2) Disco^r-scs argu ‘) Ueberall dieselbe Erscheinung; man denke an die ^ottres rarphatiquesl > ' - R e da kr.