Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1839-01-22 · Heft 10 (22.1.1839) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
3 (1839)
Issue
Heft 10 (22.1.1839)
Date
1839-01-22
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3224737-3225013-3225024--01571-3315450
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

No. IO. III. Jahrgang, Allgemeine Zeitung des Zudenthums. Ein ' nnparlheiisches Organ für alles jüdische Interesse. (Mit Königl. Sächsischer aüergnädigster Concesslon.) Leipzig, den 22. Januar 1839. ZertrrngsNKchrLchLen. - ' Aus dem Badischen', 26. Dez. Das Franks. Journal enthalt unter diesem Dato folgenden Artikel: „Ob die'Juden ihr Emancipationsgesuch diesmal wieder vor die Kammer bringen werden, ist, nach den Aeußerungen des verstorbenen Staatsministecs- Winter auf dem letzten Landtage, sehr zu bezweifeln. Dagegen wollen mehre der bedeutendsten jüdischen Gemeinden der nächsten Ständevecsammlung eine Petition überreichen Um Aufhebung, eventuell um Reorganisation des israelitischen Oberrathes. Man glaubt nämlich, die seit 1825 bemerkbare Stagnation in, den jüdisch-kirchlichen Angelegenheiten Badens, wahrend der bedeutenden Fortschritte anderer Lander in dieser Beziehung, ausschließend dem Einflüsse des Oberrathes' beimessen zu dürfen, was vor dex Hand dahin gestellt bleiben mag. Die Petenten rechnen umso zuversichtlicher darauf, von, der Kammer ein günstiges Resultat für ihr Gesuch zu erlangen,- da das ganze Institut des Oberrathes inconstitutionell erscheint, indem die nicht unbedeutende Auflage der Oberrathssteuec weder erst von den Ständen, vttwilligt, noch über die Verwendung des Geldes je öffentlich Rechnung abgelegt worden ist. Auch erinnert man sich noch des nämlichen Antrages im Jahr 1831 von Seiten des Abgeordneten Rettig, dessen Stimme um so gewichtiger hierin ist, da derselbe, als ehemaliger Dicector des Oberrathes, mit der Einrichtung und Wirksamkeit dieses Instituts, ganz vertraut sein muß.'' — . .So wie die Verhältnisse in Baden nach den häufigen Berichten stehen, die wir in d. Ztg. schon gegeben, laßt sich zwar nicht zu viel von der Thatigkeit des Oberrathes sagen, scheint aber doch dieser Artikel nur einer derer, welche das Vechältniß noch mehr verschieben wollen. .^Frankfurt a. M. 6. Jan/ Nach den Berichten des hier bestehenden „Vereins zur Beförderung der Handwerker ustter den israelitischen Glaubensgenossen," haben dessen Bemühungen den gedeihlichsten Fortgang. -Es wächst sowol die Theilnahme der Regierungen und der Privaten, wie auch der Erfolg bei den Lehrlingen sich als, höchst günstigherausstellt. Da diesen hier die Gelegenheit geboten wird, so zeigen sie überall'Arbeitslust und Geschick zu jeder Art von Handwerk. Es ist dies verflossene Jahr das vierzehnte seiner Wirksamkeit gewesen und in diesem die Gesammtzcihl der Unterstützten auf "439 gestiegen. Von diesen gehören 211 dem Großherzogthum und 72 dem Kurfürstenthum Hessen- 35 der Landgrafschaft Hessen-Homburg, 59 dem Heczogthum Nassau, 15 dem Königreich Barem und 47 der freien Stadt Frankfurt an. Es sind 20 Lehrlinge neu ausgenommen und 19 nach beendigter Lehrzeit als Gesellen entlassen worden. Zur Wanderschaft'wurden 30 Gesellen und 12 bei ihrer Niederlassung als Meister unterstützt. Außerdem erhielten 51 Lehrlinge Kleidungsstücke, 17 besondere statutenmäßige Geld - Unterstützungen und 24 das zum Handwerk erforderliche Werkzeug. " Die Einnahme vom 1. September 1837 bis dahin 1828 belief sich, incl. des gebliebenen Bestandes, auf 4918 Fl. 50 Kr., die Ausgaben betrugen 2580 Fl. 44 Kr. , ' - Theolo g L e Was knüpft den Zn den an sein Volk und seinen Glauben? . > ' . Don. I)r. Steinheim, Ln Altona. . (Fortsetzung.) . Eine aridere Fxage aber 'ift die; wie würde es um das Verharren bei dem Volke, oder, was in dieser Sphäre gleichbedeutend ist, Ln diesem religiösen Verband?, stehen,, sobald dieser ersten- Anforderung der Ehre ein' Genüge geleistet, sobald die politische Frage glücklich beseitigt und kein inneres Gebots der Ehre als Motiv mehr obwaltete? Diese -Frage bewegt sich auf einem andern Gebiete, rrnd>wkr müssen, bevor noch jene Hemmniß, ganz beseitigt ist, die Beantwortung dieser Frage wenigstens vorbeteiten. Es könnte bei aller Langsamkeit der angefordecten Rechtszugeständnisse einerseits, und bei aller Macht der Gewohnheit und Autorität andererseits, gewiß dennoch nicht schaden, wenn man bei Zeitendie Frage an sich richtet: was würdest du, bei

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.