Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 3 (1839)
- Issue
- Heft 6 (12.1.1839)
- Date
- 1839-01-12
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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8 L L t e r a ri s ch e C o r r e sp o n d e u z. München, 15. Mak. Bibliographische Notizen über die hebräischen Manuskripte der königlichen Bibliothek zu München, von ü i I Leu LH a l. (Fortsetzung.) 237) »iTS von R. Ahron ben R. Pinchas halevi. Ein. Auszug oder kurze Bearbeitung der zwei Traktate Berachoth und Taanith nach des R. Jsaac Alfesi Werken. Der Autor war Durch seinen Bruder R. Josua halevi zur Verfassung dieses.Werkes aufgcfordert worden, damit ein kurzer Auszug im den Händen aller seiner Glaubensgenossen sei, und sie wüßten, was sie in religiösen Sachen zu thun und zu 'lassen hätten. Als seinen Großvater nennt er in dem Vorworte R. Serachjah halevi, der der Verfasser deS '2 ist. . 238) üiifi ys» von R. Jsaac Loria,. bearbeitet von R. Chajim Vital. ' Das Buch ist zwei Theile, und diese, jeder i'n 4 Capitel getheilt. In den zwei ersten Capiteln.deS ersten Theiles kommenlirt er manche Lehren, die ihm von seinem Lehrer überliefert worden waren; im dritten kommentird er mehrere Abhandlungen, und im vierten zerstreute Verse aus der Bibel. — Im zweiten' Theile kommenlirt er zuerst kabbalistisch das Gebet; chann'zählt er die geheimen Ursachen der mosaischen Gesetze nach ihrer Ordnung im Pentateuch, auf; drittens handelt er über d.en Heilgen Geist und wie man denselben auf sich herabziehen könne, und endlich viertens yber die MetemPsychose, und besonders über die Seelen der Patriarchen und Propheten. Abgeschrieben ist dieser Codex von Samuel von Lunel 5161 (1301). — 239) mW von Aben Esra. Wolf'ließ gewöhnlich hiefür nach dem L a ticanischen Codex httTön nttW, welches Werk nach seiner Angabe handelt von der Aussprache der Buchstaben, während daö erstere sehr gedrängt über Psychologie handelt. — Ob das 2^2, das W olf auS einem Vaticanischen Codex als eine grammatikalische Abhandlung anführt, ein vom Vorliegenden verschiedenes sei, möchte dahinzustellen sein, da unsre Handschriften beide Namen als Titel führt, und der Streit über den Inhalt zwischen Wolf und Hottinger, die bald eine Grammatik, bald eine Psychologie anführen schon auf keine genaue Angabe schließen lassen, b) Der Brief R. Antoli'S in Spanien an Maim.onides, worin er ihn um die Erlaubniß bittet, zu ihm nach Egypten ziehen zu dürfen, denn bei dem Mangel an gründlicher Gelehrsamkeit, im Lande habe er gehört, “nnO ü“1 -’l); mit der Antwort des Maimonides an denselben, e) von R. Chanoch ben Salomon auS Konstantinopcl; dieses Werk, dqs über die Visionen des Jesaiaö, Ezechiels und Secharjah's handelt, hat am Ende einige Verse von R. Jsaac ben David. 3) Commcntar auf des Maimo nideS ' Moreh Nebochim. Der Verfasser ist nicht angegeben. Am Ende bringt der Commcntar ein Gedicht des R. Meir aus Frankreich, in welchem er den Maimonides und seinen Uebersetzer Tibbon bös mitnimmt; gegen diese I r o n i e' und Verketzerung eifert der Verfasser des Commentars, vertheidigt die Frömmigkeit und Gottesfurcht des Maimonides, uüd fügt ein Loblied auf denselben schließlich seinem Werke bei. e) We Logik des Maimonides aus dem arabischen inS hebräische von R. Moses ben Tibbon übersetzt. 1) Ein Commentar des R. Samuel Moses Kimchi auf das Kapitel Sirach's, daß alle Geschöpfe täglich dem Herrn lobsingen. Als Veranlassung zur Verfassung dieses Commentar's giebt er in seiner Vorrede an, daß er an einem Versvhnungstage von einigen Idioten, die zufällig dieses Kapitel lasen, spöttelnd gefragt wurde, ob dies alles so buchstäblich wahr sei'. Er bejahte eö, und zur Begründung seiner Behauptung' schrieb er dieses Werkchcn. Die Abschrift ist vom Jahre 5007 (1287).— g) Fragment eines CvmmentarS zu Ester von R. Samuel Safon dem Spanier. Ii) Ein Commentar auf das Werk des AbenEsra irj^Tnrt rVHID, der Autor ist nicht genannt. — 240) n*nrmii '2, kabbälistische Abhandlung über die mystische Bedeutung der Buchstaben, und eine Erktarüng der lO Sephiroth. b) ‘-pj-fsir; <o, daö und dessen Autpr D/Nechoniah ben Ha kan ah schon. öfters angeführt wurde/' o) ,q/ dessen wir ebenfalls schon öfters erwähnten , abgeschrieben von R. Jom tob ben Chajim 5065: (1305). <1) ni'p'biÄ 112^2 '2, -theologisch-kabbalistische Abhandlung in 15 Kapitel von R. P erez ben Jsaac. e) Kabbalistische Abhcnidlungen, vielleicht von R. Saadjah haggaon. Die erste handelt über Jakob; R. Abner hatte den Verfasser aufmerksam gemacht, daß die ersten 10 Gebote von 1212L4 bis zum des “p2ui^ 613 Buchstaben haben, während die im Deuteronomium angeführten 10 Gebote so viele hätten, als in die Buchstaben Zahlenmerth Härten, und darauf hin werden dann kabbalistische Mysterien vorgetragen. Die zweite Abhandlung ^hat die 10 Sephiro th zum Gegenstände, die dritte erläutert das Kadifchgcber. — f) m'V'Bö '2, anonyme Erklärung der 10'Se.phiroth, mit einem Anhänge der 13 Glaubensartikel des Maimonides.— . > 241) 'o. Mbersetzung des medicinischen Werkes des Jean de St. Man ins hebräische von R. Jsaac ben Abraham Kabrit, abgeschrieben 5163 (1403). — 242) Commentar Raschi's auf das Klagelied Jeremias, und ein Fragment aus der Tosephta als Anhang; und ein kleiner Th eil aus Raschis Commentar zu Esther. 2) Commentar auf Job von R. Mo.ses ben Na chm an. 3) Commentar auf die Proverbien von R. Josep.h Kimchi, dem Vater der beiden berühmten Kimchi, der eben so, wie sein Commcntar auf Jeremias nur handschriftlich gekannt ist. 3) Erklärung und Zusammenstellung aller chaldäischen Wörter in Daniel von R. David Kimchi. 4) Commentar auf Esra von R. Moseö Kimchi. 5) Commentar auf den Prediger von Aben Esra, verfaßt im Jahre 4900 (1140). Dör Codex ist, mit,Ausnahme des ersten Werkes abgeschrieben von Jsaac ben Abraham Alphando 5190 (1430). Hinter diesen findet sich ein Mührchen über eheliche Liebe und Treue, dann ein Fragment aus einem Commentar auf Ruth. — (Fortsetzung, folgt.) Redacteur: vr. L. Philippson. — Verlag von Baumgärtners Buchhandlung.— Druck von Z. B. Hirfchfeld.