Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 3 (1839)
- Issue
- Heft 1 (1.1.1839)
- Date
- 1839-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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III. Jahrgang. Allgemeine No. 1. Zeitung -es Zndenthums. Ei» . unpartheiisches Orgaü für alles jüdische Interesse, ßn betreff von Politik, Religion, Literatur/Geschichte, Sprachkunde und Belletristik. Redacteur: , Verlag von ©r. Lrröwig Philippsvn, Baumgartners Buchhandlung israelitischer Prediger in Magdeburg'.?■ jn Leipzig. - (Mit Königs. Sächsischer allergnädigster Coucession.) Leipzig, den 1. Januar 1839.. Diese Zeikung erscheint »vöchentlich 3 Mal, Dienstags, Donnerstags und Sonnabends, und wird jährlich 96 Bogen in Quart inel. de- Titels, Registers u. s.w. un,fassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Tl)lr..,fiir"dett Jahrgang — 1 Thlr. 12 Gr. für sechs Monate — 18 Gr. für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buch. Handlungen, Posta,»ter und ZeitungSexpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspeditiü» für beide Letztere'hat sich die König!. Sachs, wohllöbl. E - IeitunW» Expedition allyier unterrogen.. , . , A « - i e S 0 f e t, Die TheUnahme, welche dieser Zeitung auch in dem verflossenen Jahre ward, läßt uns nur um so freudiger, dem Publikum gegenüber, unfern wahrhaften Eifer.bezeugen, allen Zwecken dieses Blattes, auch in dem nächsten Jahre zu entsprechen, . Je mehr wir eine wahrhafte Wirksar^eit auf das Leben erzielen, je mehr eine' schöne Bewegung nach innen und außen, eine höhere Regsamkeit auf dem Gebiete des israelitischen Daseins zu wecken, unsre Aufgabe ist; desto mehr erweitert sich der Kreis dieses Blattes, und ziehet selbst die entferntesten -Enden der israelitischen Glaubensgenossenfchaft in feine Betrachtung. Wir können es daher, im Namen der vielen Mitarbeiter an unftrm Werke, immer mehr als Forderung aussprechen: die Theilnahme an dieser „Allgemeinen Zeitung des Judenthums immer rege zu erhalten, und immer mehr zu verbreiten. Die Redaktion. Zeitungsnachrichten. . London, 15. Dez. (Privatmittheilung). Thekls von Neuerungsfüchtlgen, - theils von der Gesellschaft für Verbrei-, tung des Christenthums unter' den Juden aufgehetzt, hatten einige Mitglieder der hiesigen portugiesischen Gemeinde auf eine Generalversammlung qngetragen, in. welcher die Ab schaffüng der zweiten Tage . ü"*» und anderer ähnlichen Gesetze m Vorschlag gebracht wurden. Zwei Sitzungen sind gehalten worden, — .die ersten Generalversammlungen seit 95 Jahren in unsrer Gemeinde —und die Neuerungen.. sind.. mit ungeheurer Majorität zurnikgetviefett worden. Die „ Verbreiter" ' geben .jährlich an 15000 Liv, <P.t. - (etwa 100,000 Thlr.) aus, d. "h. einige undvierzig Leute sinden ihre Rechnung dabei, die '15000 L. St. unter sich zu'theilen Und Berichte zu schreiben über „gelehrte Rabbknen," die sie bekehrt, haben es aber bis jetzt noch nicht dahin gebracht, daß auch nur ein! einziger englischer Jude „bekehrt" worben wäre. Jeder polnische Bettler mit einem Barte ist ein solcher „gelehrte Rabbine," wie die Berichte der Gesellschaft ihn bezeichnen, der sich für Weld'ln verschiedenen Städten Englands, wo die Gesellschaft ihre Hauptsitze hat, acht bis zehn Mal für so viel Livres, Schilling und Pences „bekehren" laßt — dann zu Hause geht, N2i'Ln thut- und nach 10 Jahren wieder einen neuen Missionair glücklich macht. Ist das nicht tief betrübend! ' ' —. Skr Moses und Lady Monteft'ore haben ihre zweite Reise nach Palästina angetreten;, sie wollen noch einmal Jerusalem, den Schauplatz unsres Ruhms und unsres Falls, besuchen. ( —. Das O.our't Journal vom 1 Dez. enthalt folgendes: Wir sind begünstigt worden mit der Ansicht eines eigenhändigen Briefes des Pascha von Egypten, Mohamed Ali, an eine Englische Dame, israelitischen Glaubens. 'Dieser Brief ist nämlich üddrefsi'rt an Mistreß Davids, Mutter