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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1844-10-14 · Heft 42 (14.10.1844) · p. Seite 600

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
8 (1844)
Issue
Heft 42 (14.10.1844)
Date
1844-10-14
Page
Seite 600 (sequence 12)
Language
German
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600 daß bereits 996 Lhlr. (917 Lhlr. hiervon aus Berlin) für den erwähnten Zweck beigesteuert worden sind. Ein Drittheil der erforderlichen Summe ist somit gedeckt. Den edlen Gebern, insbesondere auch den Herren Aeltesten in Berlin, die mit so freundlichen Worten uns ihre Sammlung dargereicht haben und den Herren Prediger vr. Auerbach und Kaufmann Bein in Berlin dann dem Herrn Kaufmann Mendel Boas in Schwerin, die mit so vieler Aufopferung Gaben gesammelt haben, sagen wir hierdurch, unter den freundlichsten Segenswünschen, für ihre Güte und Milde den herzlichsten Dank. Was noch weiter eingeht, werden wir auf gleichem Wege bekannt machen und über das Schlußresultat des Unternehmens seiner Zeit öffentlich Rechnung legen. Mögen noch recht viele edle Herzen der guten Sache sich geneigt erweisen! Meseritz, den 30. September 1844. Der israel. Gemeinde- und Schulvorstand. Deutschland. Vom Main, 18. September. (Privatmitth.) Die Wahl eines Rabbiners für den Rabbinatsdistrikt Aschaffenburg ist bis heute noch nicht bestimmt, da der vom Magistrate zu Aschaffenburg auf den 10. September festgesetzte Termin durch Entschließung der königl. Regierung zu Würzburg bis auf Weiteres vertagt wurde. Es war wirklich wünschenswerth, daß sich die Zustände auf diese Weise änderten, denn ohne Zweifel würde Neuburger am oben erwähnteck Tage als Opfer einer gereizten, fast zu wahrhaft boshaften Mitteln greifenden Partei gefallen sein. In wiefern ein solches Benehmen gebilliget werden kann, darüber mag die Welt richten; — aber auch eben so sehr wollen wir es wünschen, daß das Resultat nicht von der, rein persönliche und eigennützige Beweggründe verfolgenden, dabei nur vorübergehenden Opposition erlangt (resp. erzwungen) wird, sondern daß die Stimme der Mäßigkeit und Solidität gehört werde, einen Vater mit seiner Familie nicht brodlos zu machen, wodurch schon an und für sich die höchst gemeine Einmischung von mehreren auswärtigen, in der Sache aufkretenden, mit den Gegnern harmonirenden, fanatischen Personen, die man zu geeigneter Zeit nennen und charakterisiren wird, erfolg- und wirkungslos gemacht würde. —n. Edenkoben in der baier'schen Rheinpfalz, im September. (Eingesandt. Projekt zu einem eigenthümlichcn Verein zur Beförderung der Handwerke, Künste und Wissenschaften unter den Israeliten.) In unserer den Fortschritt nach allen Richtuntungen fordernden Zeit ist die Verbesserung der Verhältnisse auch der Israeliten ein Gegenstand besonderer Aufmerksamkeit. Was in dieser Beziehung höhern Orts in den verschiedenen Staaten geleistet wurde, und wie man von dieser Seite fast allgemein die bürgerliche Erhebung der Israeliten an die Bedingung des innern Fortschritts knüpft, ist bekannt, und mit Recht regt sich daher im Innern des Judenthums ein Geist der Thätigkeit, welcher sich selbst die Bahn zu jener Stufe der Vervollkommnung zu brechen bemüht ist, wohin es von außen auf leichterem und sichererem Wege durch die Bedingungen einer freien Volksentwickelung hätte geführt werden können, von wo aus aber die Forderungen angeborner Menschenrechte um so sicherer den Sieg über veraltete Vorurtheile und böse Absichten davon tragen werden. Unter den Mitteln, welche zu diesem Zwecke irr Anwendung gebracht wurden, nehmen die Handwerksvereine eine der ersten Stellen ein. Zwar bestehen mehre solche, welche in fortschreitendem Gedeihen begriffen sind; allein einer allgemeinen Theilnahme in dem Grade, wie es der Zweck dieses Instituts verdient, erfreuen sie sich nicht. Wol tragen sie hie und da gute Früchte; 'ihr Vortheil bleibt aber immer nur individuell, und von durchgreifendem Einfluß auf die moralische und soziale Verbesserung der allgemeinen Zustände sind sie nicht. Hiervon mag wol vor Allem bi« Organisation dieser Vereine und die daraus hervorgehende Beschränktheit ihrer Mittel und ihres Wirkungskreises die Schuld tragen. Einsender dieses glaubt daher der guten Sache einen Dienst zu leisten, indem er hier ein Projekt mittheilt und der Aufmerksamkeit derer empfiehlt,

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