Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1844-09-23 · Heft 39 (23.9.1844) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
8 (1844)
Issue
Heft 39 (23.9.1844)
Date
1844-09-23
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/3224737-3225335-3225375--06324-3315134
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

No. 39. VIII. Jahrgang. Allgemeine Zeitung des Zrrdenthrrms. Ein unpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur: Verlag von Dr. Ludwig Philippfon, Baumgärtners Buchhandlung Rabbiner^ zu Magdeburg. ZU Leipzig. (Mit König!. Sächsischer allergnädigster Konzession.) Leipzig, den 23. September 1844. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 96 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22-*- Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungsexpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die König!. Sächs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition.allhier unterzogen. Inhalt. Leitender Artikel: Die Protokolle der ersten Rabbinerversammlung. (Fortsetzung.) Zeitungsnachrichten: Oesterreich: Lemberg, Preßburg, Arad, Arad. . Deutschland: Schleswig, Neukalden. Preußen: Berlin. Frankreich: Paris. Holland: Amsterdam. Rußland und Polen: Warschau, Warschau, Wilna. Krakau: Krakau. Leitender Artikel. Magdeburg, den 16. September. Die Protokolle der ersten Rabbinerversanimlmig. (Fortsetzung.) Wir theilen hier die Debatte über die Veranda rungen iw Kultus, so wie sie von den Protokollen gegeben ist, mit. Kirchenrath Dr. Maier besteigt die Tribüne und entwickelt seinen Antrag auf belebende Umgestaltung unserer Liturgie. Er tragt an: Es möge eine Kommission niebergesetzt werden, welche zur nächsten Rabbinerversammlung ihre Ansicht darzulegen hätte darüber: .1) Ob und in wie weit die hebräische Sprache bei dem Gottesdienste notwendig, und, wenn auch nicht nothwendig, doch vorerst noch rathsam erscheint unter den israelitischen Gemeinden des deutschen Vaterlandes? 2) In wie weit das Dogma des Messias und was mir demselben im Zusammenhänge steht, in den Gebeten berücksichtigt werden müsse? 3) Ob die Wiederholung der (der 18 Benediktionen) nothwendig sei n. dLeMussafiur(ü''Ov'',72) beibehalten werden müssen? 4) Auf welche Weise ramp und tramp "t (das Vorlesen aus der Tora und das Aufrufen zur Tora) eingerichtet werde, daß dieses weniger störend sei und die gemeinschaftliche Andacht und Erbauung befördere? 5) Auf welche Weise nshpn und nbib ansprechender, das ästhetische Gefühl weniger beleidigend eingerichtet werden kann? 6) Ob die Orgel in den Synagogen als zulässig erscheine?' * Frankfurter: Wir haben bereits in dieser Versammlung Gelegenheit gehabt, durch Erledigung wichtiger Fragen Zeugniß abzulegen von dem moralischen Bewußtsein, das wir von unserer Versammlung haben. Ich erinnere an den §. 1 unserer Statuten, an den H. 6 und H. 11 (über den Zweck unserer Zusammenkünfte, über die Gegenstände unserer Berathung, über die moralischen Folgen der Beschlüsse der Versammlung für diejenigen, die für die Beschlüsse stimmten). Die Art, wie diese Fragen erledigt wurden, sie geben uns ein erhebendes Zeugniß nach Außen, ein erhebenderes in unserm Herzen. Es hat sich herausgestellt, daß wir unserer Aufgabe uns wohl bewußt waren, daß wir mit der Verantwortung, die wir übernahmen, den kräftigen Muth der

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.