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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1844-07-22 · Heft 30 (22.7.1844) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
8 (1844)
Issue
Heft 30 (22.7.1844)
Date
1844-07-22
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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No. 30. VIII. Jahrgang. Zeitung Allgemeine des Judenthums. Ein unpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur: Verlag von irr. Ludwig Philippfon» Baumgärtners Buchhandlung Rabbiner zu Magdeburg. ZU Leipzig. (Mit Königl. Sächsischer allergnädigster Konzession.) Leipzig, den 22. Juli 1844. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 96 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22 i Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungsexpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die Königl. Sächs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Leitende Artikel: Ueber die Fortbildung des Judenthums.! Antibaueriana (Schluß). Zeitungsnachrichten: Deutschland: aus Mittelfran-! ken, aus Mittelfranken, Luxemburg. Frankreich:! Magdeburg, Paris. Großbritannien: Birmingham, j Preußen: Danzig. Oesterreich: Prag. Leitende Artikel. Magdeburg, deu 1ö. Juli. Ueber die Fortbildung des Judenthums. So eben kommt uns Folgendes zu, mit der Bitte, es bgldmöglichst abdrucken zu lassen. „Die jüngst zu Braunschweig versammelt gewesenen Rabbiner und Prediger haben, der Allg. Zeit. d. Jud. No. 26 zufolge, in tz. 1. ihrer Statuten festgesetzt: „Die Rabbinerversammlungen haben den Zweck, gemeinschaftlich sich über die Mittel zu berathen, wo- „durch die Erhaltung und Fortbildung des Juden ,,thums rc. bewirkt werden soll." Im Interesse der genannten Herren Rabbiner sowol, als in dem der Sache selbst, besonders da die Verhandlungen und Beschlüsse dieser Versammlung der Oeffentlichkeit übergeben wurden, wäre zu wünschen gewesen, daß auch nicht der entfernteste Anlaß zu Mißdeutungen vorhanden wäre. Allein ein solcher Anlaß wurde in den Worten „Fortbildung des Judenthums" gegeben,? indem dieselben mehrere Deutungen zulassen und daher i zu einem Mißverständnisse des Zweckes der Rabbinerverj sammlungen führen können. Es dürfte daher den Herren Mitgliedern der ersten Rabbinerversammlung nicht unwillkommen sein, sie hierauf aufmerksam gemacht zu haben, und sie werden es nicht nur angemessen, vielmehr als dringende Nothwendigkeit erachten, in dieser Zeitung baldigst eine Erläuterung der Worte „Fortbildung des Judenthums" zu geben; wobei sie noch ersucht werden, die zu gebende Erläuterung, um dieselbe, wie es vor deur Forum der Oeffentlichkeit geziemt, popusär genug zu machen, durch einige treffende Beispiele zu verdeutlichen. Ga klingen, 7. Juli. Löwenstein, Bezirksrabbiner. Die erste Rabbinerversammlung ist nicht mehr. Außer dem in den Protokollen Niedergelegten kann sie keine Erklärung, .keine Erläuterung mehr geben. Dies vermöchte nur die zweite. Vermöge des freien Wesens dieses In. stituts kann die zweite zum großen Theile aus anderen Individuen bestehen, denen eine eigenthümliche Auslegung belieben kann. Die Forderung des Herrn Rabb. L. kann also gar nicht erfüllt werden, insofern es eine offizielle Erklärung von Seiten der ersten Rabbinerversammlung gelte. Wenn ich daher im Folgenden über den fraglichen Gegenstand in Näheres eivgehe, so geschieht es weder im

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