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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1844-06-24 · Heft 26 (24.6.1844) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
8 (1844)
Issue
Heft 26 (24.6.1844)
Date
1844-06-24
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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VIII. Zchrgaxg. Allgemeine No. s«. Zeitung des Zudenthums. Ein unpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur: Verlag von Vr. Ludwig Philippson, Baumgärtners Buchhandlung Rabbiner zu Magdeburg. ZU Leipzig. (Mit Königl. Sächsischer allergnädigster Konzession.) Leipzig, den 24. Juni 1844.; Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 96 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig; mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22^ Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Aeitungsexpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die Königl. Sächs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Leitender Artikel: Die erste Rabbineroersammlung. Zeitungsnachrichten: Preußen: Breslau. Literar. Nachrichten: Nom. Leitender Artikel. Die erste Rabbinerversammlung. Braunschweig, den 17. Juni. Indem wir hier die Protokolle der ersten Rabbinerrcrsammlung abdrucken lassen: vervollständigen wir nur las Prinzip der Oeffemlichkeit, das von der Rabbinerrersammlung angenommen worden. Geben wir jedoch im Voraus eine kurze Skizze dessen, was bis heute geschehen. Die persönliche Annäherung der Mitglieder ist die herzlichste, freundschaftlichste von der Welt; der Ton in der Versammlung der freimürhigste, und dennoch schoj ncndsie, und in der Polemik nicht verletzende. Es bleibt bei allem Diesem nichts zu wünschen übrig. Das parlamentarische Wesen hat sich so schnell entwickelt, daß es nur Staunen erregt, die Debatten sind noch nie in's Stocken gerathen. Die Gegenstände, die bis heute vorgekommen, sind: 1) Die Statuten, völlig absolvirt in vier Sitzungen. 2) Eine Anfrage des Rabbiners zu Tuchel über das Aufrufen zur Tora mit den hebräischen Ordnungszahlen; einer Kommission überwiesen. 3) Antrag von Philippson: die Bestätigung der Antworten des französischen Sanhedrin's von 1806 und 1807, einer Kommission überwiesen. 4) Die Erklärung, daß die von Holdheim für das Großherzogthum Mecklemburg - Schwerin ansgearbeitete, und daselbst eingeführte Synagogenordnung dem Glauben und Ritus des Judenthums gemäß sei, nach Prüfung, derselben. 5) Der in No. 13 der Allg. Zeit. d. Jud. abgedruckte Antrag des Rabb. Di-. Sam. Meyer zu Hechingen über Ausarbeitung eines jüdischen Kirchenrechts — abgewiesen. 6) Erwählung einer Kommission, welche den Entwurf eines revidirten jüdischen Eherechts für eine der folgeuden Rabbinerversammlungen ansznarbeiten habe. 7) Erklärung, daß der jüdische Eid lediglich in der Anrufung des Namens Gottes bestehe; auf Antrag B o d e n h e i m e r's. 8) Einstimmige Verpflichtung der Theilnehmer, so viel es an ihnen ist, das Sagen des am Vorabend des Versöhnungstagcs schon in diesem Jahre aufh'ören zu lassen. Dies die Arbeiten der ersten Rabbinerversammlungen in sieben Sitzungen, wobei nicht zu vergessen, daß die Debatten selbst die gegenseitige Entwickelung und Aussprache nicht wenig fördern, und daß dies letztere Moment gewiß auch zu berücksichtigen ist.

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