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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1844-04-22 · Heft 17 (22.4.1844) · p. Seite 238

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
8 (1844)
Issue
Heft 17 (22.4.1844)
Date
1844-04-22
Page
Seite 238 (sequence 10)
Language
German
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238 Psalmisten „•’1b*n nm» "iN2? DT“nn DvibN firni DST’531 1LN' Nb rrm" da kann es nicht auffallend sein, wenn man vor den Studierenden die Thüre verschließt und sich an Gott zu versündigen glaubt, wenn ihnen ein Löffel warmes Wasser gereicht wird. „Den Ennra Alles" fwas ist der Zweck dieser a'-ntD? den Rabbiner mit hundert m®3> Beitlern zu umgeben und höchstens wieder Er-nra zu erzeugen) „den Studierenden gar nichts," das ist das Losungswort der Preßburger. Entschließt sich einer von den Theologen bei dem es zu tagen anfängt (und leider geschieht dieß zum Verblüffe des Herrn Rabbiners nicht selten), sich etwas Wissenschaften zu erwerben, so hat er heute nicht mehr Hoffnung einen Bissen Brod gratis zu erhalten, während er gestern mit gnbv kcö nun versehen war. Fragen Sie nach dem Grund dieses so sonderbaren Verfahrens, so hören sie die längst verjährte Antwort, weil die Studierenden v'id sind. Es ist wahr, die Studierenden weichen in mancher Hinsicht von den Sitten ihrer Väter ab, aber wer treibt sie dazu? Die Vorsteher der Preßb. Gemeinde worunter freilich der 2-1 die Hauptperson spielt, der jeden Nicht-11N2 vom Herzen gerne D-NLN p wäre, durch seine Helfershelfer überall die Anathemata seines verstorbenen Vaters erneuern (wer kennt diesen soferischcn riin-ni nicht, wo jedem Theatergeher und Deutschebücherleser mit dem Tode gedroht wird) und mit seiner eigenen Beistimmung auf's Nachdrücklichste verbreiten läßt. Ist es ein Wunder wenn der Studierende unter solchen Umständen sich befindet und noch dazu bei offenen Augen nicht mehr blind ist, manches übertriebene talmudische Gesetz nicht anerkennen will und so mit der Schale leider den Kern wegwirft, ist cs ein Wunder frage ich wenn er jene Fragen nicht selten sich stellt, die heute gang und gebe sind, und dabei vom Hunger getrieben, daß er endlich dahin gerissen wird und genießt? Von einer großherzigen Frau wird uns im Talmud erzählt, daß es ihr Wahlspruch war, „die Sünde aber nicht der Sünder müsse vertilgt werden," in Preßburg waltet ein Pfaffengeist, der mit dem Schwerte in der Hand sich eine Bahn durchbrechen will, und wäre sie auch mit Blut bezeichnet, wars rra°>, das ist das proverbiiun der frommen Preßburger, wenn von Studierenden die Rede ist. Und doch ist auch unter diesen aller Sinn für Moralität gottlob nicht ausgestorben; doch sahen Viele mit Wehmuth, daß bei manchen unserer Kollegen das berüchtigte Sprüchwort?2i3 rraw sich auf's Neue bewährt; die Versicherung "psn rsm nnnrt -ms w-iN' Nb sollte an uns doch nicht zur Lüge werden und man fing an ernstlich darüber nachzudenken, wie diesem Uebel abzuhelfen wäre. Da erleuchtete plötzlich ein göttlicher Strahl alle redlichen Gemüther „der Gedanke einen Studententempel mit Choralgesängen zu gründen fand einstimmigen Beifall, und der Zufall that noch das Seinige denselben bald in's Leben zu rufen. Einer aus unserer Mitte Herr S. Winkler, der schon in Groß-Kanischa zwei Jahre als zweiter Kantor fungirtc, kam wieder nach Preßburg seine unterbrochenen Studien fortzusetzen. Dieser wurde sogleich zum Vorbeter ernannt, andere die einiges Singtalent bei sich bemerkten, boten sich freiwillig dar, den Chor zu bilden, und nach kurzem Berathen kam dieser göttliche Gedanke unter folgenden Bedingungen zur Ausführung. „Jeder Studierende soll einen wöchentlichen Beitrag von 3 Tr. W. W. entrichten, jeden Samstag nach IO Uhr soll Alles im Tempel zum Gottesdienste sich einsinden, was dann vom Verkauf der Mizwoth und den Spenden außer den nöthigen Ausgaben noch erübrigt wird, soll einen Fond bilden, von wo jeder arme Studierende, wenn auch nicht alles doch wenigstens das Nöthigste erhalten soll. Sie sehen, daß hier einem doppelten Uebel auf einmal abgeholfen ist. Der Arme wird sich nicht mehr so verlassen sehen und auch in der Ferne nicht mehr gezwungen sein, von den Sitten und Gebräuchen seiner Vorfahren so auffallend abzuweichen. Auch durften wir hierin von mancher Seite aus kräftige Unterstützung rechnen. (Schluß felgt.) Personal- und Lokalnachrichten. Von -er öfterreich. Grenze, 9. April. (Privatmitth.) Tie Prager Zeitung vom 26. Mär; l. I. bringt nachstehende Auszeichnung zur öffentliche» Kenntniß: In Gemäßheit einer Allerhöchsten Entschließung vom 9. Mär; l. I. ist dem HandclSwaune und Direktor des israelitischen ZivilbadehospltalS in Teplitz, Rephtali Katz, für fein durch die Gründung und Errichtung eines eigenen Hospitals für arme der Teplitzer Badekur bedürft

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