Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 8 (1844)
- Issue
- Heft 13 (25.3.1844)
- Date
- 1844-03-25
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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viii. Z°hrg»»g. Allgemeine No. 13. Zeitung -es Zudenthums. Ei» unpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redacteur: Verlag von Dr. Ludwig Philippfon, Baumgärtners Buchhandlung Rabbiner zu Magdeburg. Leipzig. (Mit König!. Sächsischer allergnädigfter Konzession.) Leipzig, den 25. März 1844. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 96 Bogen in Quart inkl. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22 \ Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungsexpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die König!. Sachs, wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Leitender Artikel: Jährliche Rabbineroersammlungen. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Hamburg, Berlin, Frankfürt am Main. Preußen: Berlin. Oesterreich: Lemberg (Schluß), Prag, Preßburg, Brünn. Rußland u. Polen: v.d. poln. Grenze. Nqrd-Am er lka: New-Orleans, St. Thomas, Cincinnati, Montroal. Literar. Nachrichten: Paris (Franz. Uebers. des Talmud.) l Leitender Artikel. Magdeburg, den 18. März. Jährliche Rabbinerversammlungen. Zur ersten, diesjährigen Versammlung haben ihre Zusage ferner eingesendet: Herr Rabbiner Dr. Heilbut zu Glückstadt, Herr Dr. G. Cohu, Prediger der israelit. Gemeinde zu Mühlhausen. Nachdem nunmehr eine bedeutende Anzahl der jüdischen Geistlichen Deutschlands ihre Zusage zu jährlichen Versammlungen, insbesondre zur ersten diesjährigen gegeben, und dadurch das Stattfinden derselben gesichert hat, und wir im Stande sein werden, in der nächsten oder nachuächsten Nummer den Ort und die Zeit der Versammlung für dieses Jahr anzugeben — erlauben wir uns einige Auseinandersetzungen, so weit diese die uöthigen Vorbereitungen betreffen. Das Institut der jährlichen Rabbinerversammlungen muß frei aus sich heraus erwachsen, sich aus sich selbst entwickeln. Wie jedes Institut muß es sich heranbilden, muß erst in sich erstarken, ehe es zur Blüthe seiner Wirksamkeit gelangen kann. Was ist also die Hauptaufgabe dieser ersten Versammlung? Dem ganzen Institut vorsichtig und besonnen eine gesunde Wurzel zu bereiten. Wodurch kann dies geschehen? Namentlich durch drei Punkte: 1) durch Eutwerfung und Feststellung seiner Statuten; 2) durch Aneignung einiger praktischen Entwürfe; 3) durch Belebung des rechten Geistes unter den Mitgliedern der Versammlung. Indem wir dies zu erkennen geben, versteht es sich von selbst, daß wir durchaus dieser ersten Versammlung die Richtung nicht verschreiben wollen, halten uns aber überzeugt, daß ihr Hauptzweck dies und nichts anders sein muß, soll sie die rechte Einleitung zu langer, vieljähriger Dauer sein. Die Männer, die sich hier begegnen, müssen erst sich, den Geist und die Kraft der Versammlung, Len Grad ihrer Wirksamkeit nach außen, in wiederholter Bereinigung erkennen, bevor an Durcharbeitung von Prinzipiellem gedacht werden kann. Der Geist der Weisheit und Mäßigung muß als Ln der Versammlung vorherrschend sich der Welt und allen Parteien bewährt haben, bevor an strikte Beschlußnahmen gegangen werden kann. Wer daher sich etwa erträumt hat, daß diese erste Versammlung sofort eine Reihe Synodalbeschlüffe ausströmen wird, wird fich wol geirrt haben —