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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1844-03-18 · Heft 12 (18.3.1844) · p. Seite 162

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
8 (1844)
Issue
Heft 12 (18.3.1844)
Date
1844-03-18
Page
Seite 162 (sequence 2)
Language
German
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162 Archäologie, die vierten ruit den geschichtlichen Elementen, die fünften mit der Theologie rc. desselben beschäftigen, sie mit dem damaligen und mit dem heutigen Stande der Wissenschaft vergleichen und ein Werk zu Tage fördern, dessen Nutzen groß und wichtig für das Judenthum, aber auch von Bedeutung für die Geschichte aller Wissenschaften sein könnte. Dieses wissenschaftlichen Vortheils halber müßte der Verein aber nicht nur Rabbiner, sondern auch Gelehrte von allen Fächern, Juristen, Mediziner rc. umfassen. Tie Rabbiner würden die Auszüge aus dem Talmud für jedes Fach, und die Theologie insbesondre; die Gelehrten aus andern Fakultäten die dahin einschlagenden Wissenschaften bearbeiten. — Welche tüchtige Rabbinen, welche enorme Talmudisten könnte ich von meinen Bekannten aus Rußland zu einem Werke empfehlen, das ein wahrer üivn wrp wäre. Ew. Ehrwürden müßte ich, falls die Idee sich Ihres Beifalls erfreuen dürfte, die Ausarbeitung derselben überlassen. Meine fünfjährige Abwesenheit von Deutschland macht mich hierzu unfähig. Der gewandte Blick, den Sie bei so vielen Gelegenheiten erwiesen; die Verbindungen, in welchen Sie mit allen bedeutenden Männern stehen; das verdiente Vertrauen, das Ihnen das Judenthum schenkt, macht Sie zum Manne, dem man mit Freuden jede allgemeine, jüdische Angelegenheit übergiebt. Gott erhalte Sie noch lange zum Heile Israels, für das betet Ew. Ehrwürden ergeb. Diener Sr. Ehrwürden Nr. Lilienthal. Herrn Rabbiner 1)r. Philippson in Magdeburg. Indem wir dem Wunsche des Herrn vr. Lilienthal, das Schreiben zu veröffentlichen, genügen, erkennen wir auch die Nützlichkeit des Unternehmens an, wissen wohl, daß früher oder später das Werk ausgeführt werden muß; gerade darum ist eine sorgfältige, reife Vorbereitung nothwendig; und die Herbeischaffuug der Kräfte und Mittel ist keine Kleinigkeit. Indem wir, von der Ausführung drängender Unternehmungen schon hinlänglich in Anspruch genommen, daher die Sache einstweilen dem öffentlichen Gedanken übergeben, können sich dennoch aus vorliegenden Planen die Fäden auch zu diesem Werke an> spinnen. Die Redaktion. Zeitungsnachrichten. Australien. Ban Diemens Land, im August. In der Stadt Hobart Town wurde am 9. August der Grund zu einer Synagoge feierlich gelegt. Zn hebräischer und englischer Sprache wurde folgendes Dokument in den Grundstein gelegt: „Am vierten Tage der Woche, am 13ten des Monats Ab, im Jahre 5693 nach der Erschaffung der Welt, und dem 7ten Jahre der Regierung der Königin Viktoria, wurde dieser erste Stein zu dem Versammlungshause, dem Namen des Ewigen, des Gottes Israels, geweiht, durch Louis Nathan, Esq., in Gegenwart der Gemeinde, in dieser Stadt Hobart Town, auf diesem Grunde, der zu einer ewigen Schenkung von Juda Salomon, Esq., gegeben worden, gelegt." Psalme und angemessne Gebete wurden von verschiedenen Gliedern der Gemeinde verlesen, so wie eine sehr feierliche Ode, die ein Herr Moß hierzu gedichtet hatte. Herr Nathan schloß mit einer passenden Anrede, in der er die große Freigebigkeit rühmte, mit der die kleine Gemeinde ein so großes Werk begonnen, und sie ermahnte, in den Befehlen Gottes zu wandeln und ihre Kinder gut zu erziehen. Die Fronte des Gebäudes wird in ägyptischem Styl gebauct. Uebrigens fahren die dortigen Blätter (Cornwall Clironicle, Hobart Town Advertiser) auf den, jetzi abgetretenen Gouverneur von Van Diemens Land, Sir John Franklin, los, der den Juden die Bitte um ein Grundstück zur Synagoge abschlug, ja sie noch dazu durch den Ton, den er dabei anstimmte, beleidigte, während mehre Christen ihnen Beisteuer gaben, und der Gouverneur Shortland in Ncu- Seeland, so wie in Adelaide den Juden bereitwillig ein Stück Land zum Begräbnißplatze einräumte. Nord-Amerika. New-Nork, 17. Januar. (Privatmitth.) sDic Rcdakt. macht auf ihre Bemerkungen in der vorigen Nummer hinsichtlich der Zukunft des Judenthums in Amerika aufmerksam. Das Judenthum gelangt dort bereits zu einem schönen öffentlichen

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