Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 8 (1844)
- Issue
- Heft 6 (5.2.1844)
- Date
- 1844-02-05
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Nv. v. VIII. Jahrgang. ÄligkMeine Zeitang des Zudcnthums. Ein unpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redacteur: Verlag von Dr. Ludwig Philippson, Baumgärtners Buchhandlung Rabbiner zu Magdeburg. zu Leipzig. (Mit König!. Sächsischer allergnadigster Konzession.) Leipzig, den 5. Februar 1844. Dress Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 96 Bogen in Quart int'l. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig mit 3 Ttzlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22£ Ngr. (IS gGr.) für das Vierteljahr Kngesetzt werden, Buchhandlungen, Postämter und Zeitungsexpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letzter« hat sich die König!. Sachs, wohllvbl. Aeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Leitender Artikel.: Die jährlichen Rabbineroersamm-; lunqcu. Zeitungsnachrichten: Preußen: Köln, Köln. Magdeburg, Stolp. Deutschland: Frankfurt am Main, Frankfurt am Main, Karlsruhe. Oesterreich: Pozsega ■ (Schluß), )lus Ungarn (Schluß), Prag, Preßburg. Mol-; bau und Wall ach e i: Bukarest. Rußland und Po-! len: von der russischen Grenze. Griechenland: Athen. ' LLlevar. Nachrichten: Aus Ungarn HBeleuchrung der Broschüre von i)i. G. Schluß st Korrespondenz: Wanderung durch Krakau, Galizien, Bukowina, Moldau und Wallachci. (Fortsetzung.) Leitender Artikel. Mail dt bürg, den 2* Januar. Die jährlichen Rabbinerversammlungen. : Wir haben in No. 3 die Aufferdevnng, zur Bildung! jährlicher Rabbincrversammlungen, erlassen. Hoffen wir,; daß dieselbe nickt ebne Wirkung bleiben werde. Wir ge.-! bcn heute über Manches unsre Ansicht zu erkennen, was : reol noch naher zu erörtern bleibt. Es versieht sich von j selbst, das; unsre Meinung nur unmaßgablich ist, und -daß die Gesellschaft, sobald six zum ersten Male beisam men ist, sich selbst kcnstituiren muß. Wir richteten unsecn Ruf nicht allein an die Rabbi- . neu, sondern auch an die „jüdischen Geistlichen." Wer : ist darunter zu verstehen ( Ein Jeder, der ein Rabbi- ' verweset, und dann der von einer jüdischen Gemeinde j Mit dem regelmäßigen Predigt amt förmlich be i traut ist. Die Mitwirkung muß allgemein sein, weil dir Wirksamkeit der Gesellschaft nur eine freie ist. Es ist hier von keiner Deputirtenkammer, sondern von einer freien Berathung geistlicher Eemeindesührer über Gegenstände ihres Faches die Rede, die aber darum desto wichtiger sind, je mehr das religiöse Heil vieler Tausenden damit verknüpft und verwachsen ist. Was noch bei Vielen ein schwieriger Punkt ist, das ist: der Kostenpunkt. Man weiß, wie schlecht benorirt die meisten Lehrstellen in Israel sind, wie selten ein solches Amt die Mittel darbietet, große Reisen zu machen. Es muß daher besonders beachtet werden: 1) eine Stadt zur Versammlung immer zu wählen, welche in nicht wer- Ur Entfernung für alle Theile Deutschlands liegt, und leicht auf guten Wegen zu erreichen ist; — 2) eine Gemeinde immer zn wählen, wo darauf zu rechnen, daß die Mehrzahl der Ankommenden eine gastfreie Aufnahme bei Mitgliedern der Gemeinde findet; 3) müssen, wo die Stellen schlecht dotirt sind, die Gemeinden dazu bewogen werden, einen Zuschuß zu den Reisekosten aus ihrem Aerario im Interesse der ganzen Judenheit zu gewähren. Es versteht sich von selbst, daß die Versammlung sich in festen, sicheren Formen bewegen muß, die sestzustellen ihr erstes Geschäft sein wird. Behufs der ersten Zusammenkunft nur werden wir uns zur Zeit gestatten, das Nothige auszusprechen. Daß Rabbinen und jüdische Geistliche auch aus nicht-deutschen Ländern als Gaste höchst willkommen sein werden, läßt sich von selbst voraussetzea. Die Rabbinen Deutschlands müssen vor Allem be-