Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 8 (1844)
- Issue
- Heft 3 (15.1.1844)
- Date
- 1844-01-15
- Page
- Seite 39 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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39 Bei C. £. FrLtzsche in Leipzig und in allen Buchhandlungen ist zu haben: Tabellarisch-Hebräisch-Deutsches Wörterbuch oder hebräischer Wnrzelzeiger von M. I. Benlevi, ersten Lehrer an der israelit. Volksschule in Hildesheim. Preis: broch. 20 Ngr. Die gute Aufnahme welche dieses Werk bei seinen Erscheinen fand, läßt hoffen, daß die wenigen noch vorräthigen Exemplare zu diesem verminderten Preis, bald vergriffen sein werden. An Fortsetzungen sind ferner erschienen: Talmud in groß Oktav 24. Bd. Prag bei Landau. McnoraÜi liaomer übersetzt von Fürstenthal. 2s Heft. Krotoschin bei Monasch. Anzeige. Es wird in einer größeren deutschen Stadt ein fähiges Subjekt jüdischen Glaubens gesucht, um als Hauslehrer die Erziehung zweier Knaben von 11 und 7 Jahren und die Vorbildung derselben für's polytechnische Wissen zu übernehmen. Näheres durch die Redaktion dieses Blattes unter „A M Hauslehrer." Die in unserm Verlage erscheinende Wochenschrift: Der Israelit des ISten Jahrhunderts, herausgegeben von dem großherzogl. weimarischen Landrabbinen ®r. M. Heß, beginnt mit dem Jahre 1844 ihren fünften Jahrgang und erscheint nunmehr in doppelter Ausdehnung für den geringen Preis von 3 Thlrn. jährlich. Ihre edle Tendenz, wie ihre gediegene Haltung haben ihr bereits einen sehr ansehnlichen Leserkreis verschafft, der mit jedem Jahre sich steigerte und dem selbst mehrere deutsche Fürsten und Regierungen sich angeschloffen haben. Wir dürfen demnach an der immer mehr sich erhöhenden Theilnahme des Publikums nicht zweifeln und bemerken nur noch, daß die gedachte Wochenschrift von jeder Buchhandlung und Poststelle durch uns und das kurf. Postamt hier zu beziehen ist. Auch werden Annoncen aller Art, die bei der großen Anzahl der Abonnenten die vielfältigste Verbreitung finden, ausgenommen und mit 174 Sgr. für die gespaltene Zeile berechnet. Hersfeld (in Kurhessen), im Dezember 1843. Die Buchhandlung von F. Schuster. Bekanntmachung. Der dahier verstorbene Salomon Oettinger hat in seiner letzten Willensverfügung ein Kapital' ausgesetzt, aus dessen Zinsertrag arme Mädchen aus seiner Familie und aus der seiner noch lebenden Ehefrau, Mathilde gebornen Detelbach, zum Behufs der Verehelichung eine Aussteuer-Unterstützung im Betrage von 550 Fl. erhalten sollen. Die Petentin hat jedoch beizubringen, 1) ein Geburtszeugniß, wonach dieselbe nicht unter 18 und nicht über 40 Jahr alt sein soll; 2) Zeugniß über sittlich religiöses Betragen; 3) Ausweis über den Grad der Verwandtschaft mit dem Testator oder dessen Ehefrau; endlich 4) Armuthszeugniß, als Beweis, daß ein solches Legat gut angewendet sei. Die Anspruchsberechtigte erhalt alsdann eine schriftliche Zusicherung, daß dieselbe nach erfolgter Verehelichung die genannte Summe erhalten werde, wenn sie sich darüber ausweist, daß sie auch im Brautstande sich religiössittlich betragen habe, und wenn das aus dieser Stiftung unterstützte Ehepaar die Verpflichtung übernimmt, dem Aeltesten seiner Söhne den Namen Salomo berzulegen. Ferner hat der Testator verordnet, daß zu ewigen Zeiten zwei der mit ihm nächstverwandten Torakundigen täglich einen Mischna-Abschnitt studiren sotten, wofür Jedem alljährlich 10 Fl. gezahlt werde. Dieses wird nun mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht/ daß die Anmeldungen binnen 3 Monaten bei dem Unterzeichneten Stiftungsvorstande unter Beibringung der erforderlichen, amtlich llgalisirten Zeugnisse in portofreien Briefen zu geschehen haben, und daß Diejenigen, welche auf die angeführten 10 Fl. Anspruch machen, sich auszuweisen haben 1) über den Grad ihrer Verwandtschaft zum Testator und 2) über ihre Fähigkeit zu der von ihnen geforderten Funktion. Gail in gen (im Großherzogthum Baden) den 6. Januar 1844. Der israelitische Stiftungsvorstarid I. Löwenstein, Bezirksrabbiner. I. Erlanger, S. R.-Vorsteher.