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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1842-12-31 · Heft 52 (31.12.1842) · p. Seite 766

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
6 (1842)
Issue
Heft 52 (31.12.1842)
Date
1842-12-31
Page
Seite 766 (sequence 10)
Language
German
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766 der Vorstand und das Konsistorium fast ganz aus tüchtigen, aufgeklärtenmit der Zeit fortgeschrittenen, angesehenen Männern! Es verstehet sich, daß dies auf die Frequenz der Synagoge einwirkt, so daß außer etwa 12—15 Lagen im Jahr kaum zwanzig Personen außer den angestellten Beamten gegenwärtig und 4 der Plätze leer sind. — Brühl (bei Köln), 12. Dezember. (Privatmitth.) Seit einiger Zeit hat sich ein Theologe, Herr Moses Wittich, hier niedergelassen, der den Vorsteher hiesiger Gemeinde ersuchte, ihm zu seiner weiteren Ausbildung auf dem jüdisch-theologischen Gebiete zu gestatten, Vorträge in hiesiger Synagoge zu halten. Die Erlaubniß hierzu erhielt er. Am Sabbat N2 hielt er seine erste treffliche Rede, und welchen Eindruck dieselbe auf die hiesige Gemeinde, die zum erstenmale einen in deutscher Sprache abgesaßten Vortrag hörte, machte und welche Sensation sie bei der zugleich anwesenden Geistlichkeit und Ortsbehörde erregte, kann nur der beschreiben, der sich gerade in loco befand. An dem darauf folgenden Sonntage wurden Anstalten getroffen, denselben zu ferneren Vortragen an jedem Samstage zu engagiren, und eine eröffnete Subskription deckte sofort die Kosten dieses Unternehmens. Seitdem hielt der junge Gelehrte regelmäßig gottesdienstliche Vorträge, welche auf die Gemüther unsrer Glaubensgenossen ihre Wirkung nicht verfehlten. Mit diesen Predigten hatte Herr Wittich den Anfang zu einer neuen Gestaltung des Gottesdienstes gemacht. Durch seine mit Warme gesprochenen und in das Herz der Gemeinde tief eingreifenden Worte hatte er es so weit gebracht, daß der Vorstand einen Ehor bestehend aus fünfzehn Knaben und acht Männern errichten und sich einen zur Leitung des Ehorgesanges tauglichen Kantor kommen ließ. Noch viele Aenderungen im Gottesdienste beabsichtigt Herr W. vorzunehmen, sobald der Bau der neuen Synagoge, an dem man schon dreiviertel Jahre arbeitet, vollendet sein wird. Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen Ngr. (I gGr.) Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petit-Schrift oder deren Raum sowie literarische merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Heirathsgesuch. Ein junger Mensch in den besten Jahren, schon seit einer geräumigen Zeit mit einem soliden nahrhaftem Geschäfte etablict, welcher einer würdigen und frommen Herkunft, einer sittlichen Erziehung sich zu erfreuen hat; ertaubt sich, indem er wenig oder gar nicht Gesellschaften besucht, auf diesem Wege eine fütj ihn passende Lebensgefährtin sich zu suchen, die auch eine fromme jüdische Erziehung genossen hat. Auf zu großes Vermögen wird nicht gesehen, doch müßte dieselbe wenigstens ein Kapital von 2000 Thlrn. besitzen, um ba^ Geschäft etwas vergrößern zu können, obgleich ein größeres Vermögen hier nicht am Unrechten Orte wäre, indem es sich in diesem Geschäfte sicher und mit großem Nutzen anwenden ließe. Ettern oder selbstständige Fräulein die seine Dreistigkeit nicht verachten und ihm Zutrauen schenken wollen, bittet derselbe ihre Zuschrift schriftlich Leipzig Burgstraße No. 21. an Jaenich .... gütigst zu übersenden, mit der allerheiligsten Versicherung der größten Verschwiegenheit. Bekanntmachung. Unterzeichnete Schuldeputation, sucht im Aufträge der hiesigen israel. Gemeinde einen Lehrer, der fähig ist, sowol in der Jüdischen Religion, wie in den gewöhnlichen Elementar-Kenntnissen als: deutsche Sprache u. s. w. zu unterrichten, zu welchem Ende er sich, hinsichtlich des Religions-Unterrichts, auch einer Prüfung beim Landrabbiner unterwerfen muß. Die Anstellung kann mir einem Gehalte von150Thlr. auch sofort erfolgen, und wird bemerkt, daß hier Gelegenheit vorhanden, in den vielen dem Lehrer verbleibenden Mußestunden Privatunterricht in diesen sowol, wie in andern Kenntnissen, zu ertheilen; daß man aber negativen Falles, auch eine Zulage bewilligen wird. Reflektirende wollen sich in fr.rnkirten Briefen an uns wenden. Peine, im Dezember 1842. Die Schuldeputation. I. Wertheimer, S. Haas, S. Ascher. Druck von I. B. Hirschfeld<

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