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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1842-11-12 · Heft 46 (12.11.1842) · p. Seite 688

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
6 (1842)
Issue
Heft 46 (12.11.1842)
Date
1842-11-12
Page
Seite 688 (sequence 16)
Language
German
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688 Barmen km Oktober 1842. — Soeben erfchien!hier bei dem Buchhändler W. Langewiesche das von demselben vor einiger Zeit angekündigte: Jahrbuch für Kunst und Poesie. Jahrgang *843. Herausgegeben von Ludwig Wihl, (Vorsteher einer israelitischen Erziehungsanstalt in Aachen) zum Besten der beim Hamburger Brand zu Schaden gekommenen Lehrer, Gelehrten und Literaten. 480 Seiten in Oktav, auf sehr schönem Papier. Compresser, aber doch sehr deutlicher und eleganter Druck. — Cartonirt. Preis 2 Thlr. Es enthält Beitrage von L. Bcaunfels, L. Diefenbach, A. Dörr, Ed. Duller, I. Felft'ng, E. Fortlage, Emanuel Geibel, A. Greifenberg, Karl Gutzkow, Buffo von Hagen, A. Harnisch, I. Henning, Georg Herwegh, S. Heymann, G. Kinkel, K. G. Körte, H. Köster, G. A. Lambeck, Nicolaus Lenau, L.Lersch, Ed. Mörike, Julius Mosen, I. Müller, Wolg. Müller, Emma von Nindorf, Nostradamus, Fr. Oebecke, Luise von Piönnies, R. E. Prutz, H. Püttmann, Fr. Saß, Ad. Schutts, Gustav Schwab, Karl Simrock, R. C. Tenner, G. Werth, L. Wiese, David Wihl, Lazarus Wihl, Ludwig Wihl, L. C. Wittich, Kathinka Zitz. Bei diesen Mitarbeiternamen und dem obgenaunten wohlthatigen Zwecke laßt sich mit Zuversicht eine ungewöhnliche Theilnahme des Publikums hoffen. Denn, fiagt der Herausgeber mit Recht, welcher nicht ganz unbemittelte Gebildete könnte es über sein Her; gewinnen, sich zurückzuziehen, wenn er, wie hier, für weniges Geld sich den Doppelgennß verschaffen kann, so ausgezeichnete, literarische Schöpfungen, wie in der That in diesem Bande sich finden, sich anzueignen und damit zugleich so würdigen, dem bedeutungsvollen Berufe der Jugend- und Volksbildung angehöngen Hülfsbedürftigen unvermerkt eine kleine Gabe zufließen zu lassen. Außer vielen guten und zum Theil ganz vorzüglichen Gedichten lyrischer und epischer Gattung enthält das Jahrbuch auch zwei dramatische Stücke (von Gutzkow u. Prutz) und mehrere interessante Prosa-Abhandlungen über Gegenstände der Kunst und Poesie, auch die Freunde novellistischer Literatur gehen nicht leer a«S; besondere Erwähnung verdient noch Simrock'S treffliches ^Gedicht „König Rother," worin stch auch, obgleich vor dem Brande geschrieben, merkwürdige Beziehungen zu abgebrannten Stadttheilen Hamburgs Kaden. Endlich dürste die Vereinigung fo vieler tüchtiger Literaten zu so schönem Zwecke schon an und für sich einen Genuß gewähren. — Durch alle Buchhandlungen Deutschlands kann das Buch bezogen werden. x. Bei W. Levysohn in Grünberg und Leipzig ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Die Synagogengebete zum Gebrauche beim Gottesdienst in Auswahl geordnet und übersetzt von vr. I. A. Francolm. 8. drosch. 2» Ngr.. (20 gGr.) Der Unterstützungs-Verein für israelitische Ackerbau- und Handwerks-Lehrlinge in Bayern fordert diejenigen bayerischen Israeliten", welche den Ackerbau oder ein Handwerk zu erlernen gesonnen sind 'und die Unterstützung dieses Vereins dabei ansprechen wollen, auf, sich unter Beibringung von Zeugnissen über bisher gepflogene gute Aufführung und über ihre Mittellosigkeit von heute bis längstens drei Monate portofrei anher zu melden. Es wird auf die Bestimmung besonders aufmerksam gemacht, daß die Erlernung hier in München oder in seiner nächsten Umgebung geschehen muß und im Uebrrgen auf die HK. 3 bis 7 der bei den verehelichen Rabbinaten Bayerns vorliegenden Statuten hingewiesen. München, den 27. Oktober 1842. Der Verwaltungs-Ausschuß. H. Aub, Rabbiner. Arnold Marx. Ein wissenschaftlich gebildeter junger Mann, der die alten und neuen Sprachen mit Erfolg unterrichtet, und sich im Gesang, Musik u. s. w. unter der Leitung des rühmlichst bekannten Kantor Lichtenstein in Stettin gebildet hat, so daß derselbe etwaigen Anforderungen gemäß, einen Chor leiten kann, sucht zu Ostern 1843 eine ihm angemessene Stelle als Kantor und Lehrer. Hierauf Reflektirende belieben sich mit portofreien Briefen an die Redaktion, oder an Herrn Louis Levy, Kassier der Israelit. Gemeinde zu Stettin, wenden zu wollen. Druck von I. B. Hirschseld«

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