Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 6 (1842)
- Issue
- Heft 43 (22.10.1842)
- Date
- 1842-10-22
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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No. 43. VI. Jahrgang. Zeitung Allgemeine -cs Zu-cuthums. Ein unpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur: Verlag von Dr. Ludwig Philippfon, Baumgärtners Buchhandlung Rabbiner zu Magdeburg. zu Leipzig. (Mit Königl. Sächsischer allergnädigster Concession.) Leipzig, den 22. Oktober 1842. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Sonnabends, und wird jährlich 96 Bogen in Quart incl. des Titels, Registers u.s.w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr, für den Jahrgang; —- 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22% Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungsexpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die Königl. Sächs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Zeitungsnachrichten. Neu-Seeland. London. Die Voice ok Jacob No. 27 empfiehlt die Auswanderung nach Neu-Seeland ihren Glaubensgenossen, indem dieses verschiedene Bortheile böte, die anderswo nicht zu finden. Das Klima ist gesund, der Boden fruchtbar, die kommerzielle Lage gut, die Auswanderung dahin ist leicht und nicht kostbar, unter gewissen Bedingungen sogar umsonst. Die Voice bemerkt, daß es einige Juden in der New -Zealand- Company giebt, so daß nicht zu bezweifeln steht, wenn eine Anzahl Juden sich zur Ueberfahrt vereinigte, Maßregeln getroffen werden, daß sie auch unterwegs ihrem Religionsgesetze leben können. In Port Nicholson ist bereits eine Gemeinde ansässig; so schiffte sich jüngst Herr Abraham Hort mit Familie, begleitet von einem jungen Manne, der Chasan, Schochet und Mohel ist, nach dieser Insel ein. Die Absicht des Herrn Hort ist es namentlich, die Auswanderung von Juden dahin zu organisiren, und da er in der Synagoge und in den wohlthätigen Anstalten schon die höchsten Ehrenämter auf ausgezeichnete Weise bekleidet hat, so wird sein Plan gewiß bestens angelegt, und er ist befähigt, die Oberaufsicht über solch ein Unternehmen zu führen. Italien. Padua, 22. September. (Eingesandt. Schluß.) Die beiden Leibärzte Kaiser Karl des Großen, Namens Farraguth und Buhahyliha Bengesta, die auf Befehl dieses Kaisers das Buch „Takuin" oder Sanitätstabellen verfaßten, waren Israeliten; alle Fürsten, sogar die Päpste hatten damals israelitische Leibärzte. Zugleich erzählt der gelehrte Reisende Benjamin von Tudela, der im zwölften Jahrhundert den größten Theil Europens und Asiens zu wissenschaftlichen Zwecken durchreiste: wie er überall israelitische Aerzte in großer Anzahl fand; daß es ferner damals Sitte unter den israelitischen jungen Männern war, sich vorzugsweise der Medizin zu widmen u. s. w. sUm alle diese wahren historischen Thatsächen noch schärfer zu beweisen, will ich hierüber die Aussagen des unsterblichen Dr. John Freind wörtlich ansühren: Primus, quem aliquid Arabice (ex Graecorum scriptis) couvertisse historia testatur, nomine fuit Maserjawailius, Religione Judaeus, Natione Syrus, professione medicus; is circa A. D. 683 Arabicam lioruni (niedicinae) Pandectaruni interpretalionem edidit. Cujus exemplum plerique posterioruni Interpretuui secuti sunt. (Hist, medic. Job. Freiud. pag. 89. . . . pag. 96.) Ilaly Abbas circa A. D. 980 conscripsit opus regium, quod perfectum Mcdicinae systenia esse vo- I luit. . . . Opus boc ab aliis Isaaco Israelin«; adscri*